Hallo Krümmel,
wegen einer möglichen Anhängigkeit von Opiaten solltest Du nur dann Angst haben, wenn Du sie nach Belieben mal höher, dann wieder niedriger dosierst. Denn es ist wichtig, einen konstanten Medikamentenspiegel zu haben, um so auch schmerzfrei, oder zumindest doch so schmerzarm wie möglich zu sein. Deshalb sind sowohl die Pflaster als auch die Retard-Tabletten so konzipiert, das stets die gleiche Menge an Wirkstoff an den Körper abgegeben wird. Weshalb es auch so wichtig ist, den Klebetag bzw. den Einnahme-Rhytmus beizubehalten.
Bei dem Transtec-Pflaster kann es durchaus vorkommen, dass eine allergische Reaktion auf der Haut auftritt. Dann ist die Haut an der Berührungsstelle mit dem Wirkstoff gerötet und juckt. Dann heißt es: sofort zum Doc, Wirkstoff wechseln. Und das Medi bei jedem Arzt- oder Klinik-Besuch als Allergie auslösend angeben. Denn klebt man trotzdem weiter, kann es richtig üble allergische Reaktionen geben.
Ich bin leider allergisch auf Transtec, mein Arzt schimpfte auch mit mir, weil ich die Rötung erst eine Woche nach dem Auftreten zeigte. Deshalb nehme ich seitdem Oxygesic als Tablette ein und komme damit gut zurecht. Und bin froh, dass sich keine weiteren Reaktionen zeigten als die o. g.
Insgesamt teile ich auch die Erfahrung, dass ich mit den echten Opiaten besser zurecht komme als mit den synthetischen wie Tramal oder Tilidin. Und Angst vor Abhängigkeit habe ich bei keinem der Medis. Denn würde man die Definition „Abhängigkeit“ sehr kleinlich nehmen, dann sind wir ja auch von der uns umgebenden Luft, Nahrung und Trinken abhängig. Ich definiere es lieber so, dass ich von den Medis abhängig bin, um überhaupt ein Minimum an Lebensqualität zu haben. Und nicht, um in einem ständigen Rausch zu duseln. Es ist übrigens bei jedem zentral wirkenden Medi so, dass man dieses ausschleichen muss, die Dosierung langsam reduzieren. Selbst so harmlos geltende Medis wie Aspirin, über lange Zeit genommen, muss man langsam ausschleichen, will man keine unangenehmen Entzugsähnliche Symptome erleiden.
Will oder muss man Opiate, gleich ob synthetische oder natürliche, ausschleichen, kann man dies auch stationär in den Schmerzabteilunen größerer Kliniken machen. Allerdings auch gut betreut von seinem Hausarzt zu Hause.
Meine Erfahrungen mit dem Autofahren sind so, dass ich bei jeder Dosisänderung oder neuem Medi erst einmal das Auto für längere Zeit stehen lasse. Denn ich erinnere mich noch zu gut an den Tag nach meiner ersten Tramal-Einnahm vor über 2 ½ Jahren, damals in niedrigster Dosierung. Ich wollte nur schnell bei uns im Dorf Brötchen fürs Frühstück holen – und verursache nur deshalb keine Unfälle, weil drei andere Autofahrer geistesgegenwärtig waren und voll in die Eisen stiegen. Danach ließ ich den Wagen erst mal für 4 Wochen stehen. Denn es sind keine Grippemittel die ich nehme. Die ja auch für ein verzögertes Reaktionsvermögen führen können.
Ich hoffe, dass Dir durch die zahlreichen Beiträge der User die Angst vor einer möglichen Abhängigkeit genommen werden konnte. Wenn ich mich recht erinnere, gab es vor längerer Zeit schon einmal einen ähnlichen Artikel. Gib mal Opiate oder Morphium in der Suchen-Funktion ein und Dir werden weiter Threads angezeigt.
Ich wünsche Dir weiterhin schmerzfreie Tage
Erika