noch 3.5 monate stillen trotz starken schmerzen?

newbee

Neues Mitglied
Hi..

Ich bin 32 und Mama von 3 Kindern.mein stillbaby ist 9mon und ich hatte eigentlich geplannt 12 mon,wie bei den anderen,zu stillen.es klappt auch toll.nur die schmerzen werden immer schlimmer.kann kaum noch schlafen...der arzt kann und will aber keine Therapie anfangen,wenn ich nicht abstille.der kleine hängt aber noch sehr an meiner milch....oh man...bin echt bisl verzweifelt....
 
Hallo Newbee,

herzlich willkommen bei rheuma-online.

ich würde abstillen, dein Kind stillst du doch schon 9 Monate, warum also möchtest du dich weiter quälen ?
Das Kind wird das verkraften, es braucht doch jetzt auch schon richtiges Essen.

Meine Schwester musste ihr jüngstes Kind auch im Eiltempo abstillen, Kind war da sechs Monate. Ihr erstes hatte sie auch mehr als sechs Monate gestillt. Sie erkrankte schwer an Asthma und musste starke Medikamente unter anderem hochdosiert Cortison nehmen. Das Kleine hat das abrupte abstillen gut verkraftet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi....

Der kleine isst schon 3 mahlzeiten am tag und was zwischendurch...plus 3x muttermilch...auf die ist er aber noch ganz wild :-!
 
Und ausserdem schleppen die anderen 2 immer was aus Schule und kg an...und ich wollte ihn ja so gerne noch vor dem gröbsten durchs stillen bis 1 noch schützen....hmm das ist so schwer zu entscheiden.vorallem weil es mir so schlecht geht :-(
 
Wenn du ihn neun Monate gestillt hast, dann hat er doch schon einen Schutz aufgebaut und wirklich verhindern kann man es eh nicht, das sich Geschwister untereinander mit Infekten anstecken. Auch bei Stillkinder kann man das nicht verhindern.

Wenn du so Schmerzen hast und nachts kaum schläfst, das schadet dir halt und ob du dann noch lang fähig bist die drei Kinder zu versorgen ist fraglich.

Ich hab selbst drei und als mein jüngstes ein Baby war, da war meine Erkrankung hochaktiv, ein Kind hätte ich da nicht mehr stillen können, hatte ich gar keine Kraft mehr in mir.
 
huhu

ich denke auch, du hast lange genug gestillt.

Es stimmt schon, je länger man stillen kann, desto besser...... aber nicht auf kosten deiner Gesundheit.

Und 9 Monate sind schon länger als bei den meisten. Ich an deiner Stelle würde abstillen.

eine fitte Mutter ist mehr wert als etwas Muttermilch

gute Besserung
 
Hi ,

ich schließe mich den anderen an.
Du hast lange genug gestillt und bei allem was man so liest, ist die Muttermilch nur bis zum 6 Lebensmonat hoch mit allen Abwehrstoffe angereichert, danach sinken diese bis es eigentlich nur noch "Milch " ist die die körperliche Bindung zwischen Mutter und Kind ist. Also nimmst du ihm nichts weg.

Ich musste meine Tochter mit 5,5 Wochen von heute auf morgen abstillen, ich habe damals sehr geweint.

Mein Arzt riet mir damals, damit diese körperliche Bindung nicht so abrupt endet, und ich denke vielleicht ist genau diese kuschel Einheit die euch noch so gut tut, ich soll meine Tochter meine nackte Haut spüren lassen, ich hab sie an meine nackte Brust gelegt und ihr dann das Fläschchen geben .

Du brauchst deinen Schlaf um Kraft für alle drei Kinder und deinen Mann und auch für dich selbst zu tanken! !!

Wie medikan schon sagte: eine "fitte" Mutter ist wichtiger als der letzte Rest Muttermilch, und für alle! und in dem Fall ganz besonders für dich , denn du musst nicht leiden und schmerzen aushalten!

Ich wünsche dir gute Besserung und ganz viel Freude an deinen drei Rackern!
 
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen,wie gut mir Eure Worte und euer Rat getan haben :-D. Ich glaube auch,dass mir genau diese innige Bindung beim stillen fehlen würde / wird.meine Kraft schwindet aber wirklich immer mehr....mein Mann steht hinter mir,egal wie ich mich entscheide.ich finde es toll wie ernst ihr mich genommen habt.vielen lieben Dank
 
Hallo newbee,
auch von mir ein herzliches Willkommen!
Ich habe meine 3 Kinder jeweils ein halbes Jahr gestillt, die Jüngste etwas länger, weil sie krank war und ich sie nicht mit ihrem Infekt abstillen wollte.
Wie die anderen schon sagten, 9 Monate reichen voll und ganz, denn jetzt ist ja für dein Kind nicht mehr in erster Linie die Milch wichtig, weil es ja nun eine andere Kost braucht, sondern in diesem Alter ist es eher noch die Zuwendung der Mama und das Nuckeln, das wichtig ist. Der so genannte Nestschutz ist ja schon lange aufgebaut.
Auch ich empfehle dir, schnell abzustillen, um gegen die Schmerzen gute Medikamente nehmen zu können. Die nötige Zuwendung kannst du deinem Kind auch so geben. Und eine fitte Mama ist einfach wichtiger.
Alles Gute! :)
 
Danke für deine Liebe Antwort.meine Gefühle fahren nur gerade noch Achterbahn.hab die diagnose erst seit 4Tagen und es ist gerade bisl viel....p.s die Krankheit aber schon seit 17 Jahren unerkannt
 
Danke für deine Liebe Antwort.meine Gefühle fahren nur gerade noch Achterbahn.hab die diagnose erst seit 4Tagen und es ist gerade bisl viel....p.s die Krankheit aber schon seit 17 Jahren unerkannt
 
Ein Gedanke: Arachidonsäure, Kalorienbedarf, Stillen

Guten Morgen Newbee,


Es tut mir sehr leid, daß Eure schöne Stillzeit von Rheumaschmerzen begleitet wird.

Mir stellt sich beim lesen Deines Eröffnungsbeitrage allerdings nicht die Frage, ob Du trotz Schmerzen noch 3,5 Monate stillen kannst, sondern ich frage mich spontan, WARUM Du nun solche starken Schmerzen hast.
Und ich frage mich auch, ob Du durch abstillen und beginn einer rein medikamentösen Therapieform so schnell eine Linderung bekommst, wie Du Dir erhoffst.

Ich hätte da einen Gedanken, der Dir vielleicht eine Hilfe sein könnte:

ARACHIDONSÄURE

- durch das Stillen, hat die Mutter eine höheren Kalorienbedarf und auf diese Weise könnte es unbeabsichtigt auch zu einem wesentlich höheren ARACHIDONSÄUREAUFNAMHE und so zu einem hohen Arachidonsäurespiegel in Deinem Körper gekommen sein.

Hier liegt aber meiner These, die Vermutung zu Grunde, daß Du nicht auf eine arachidonsäurearme Kost geachtet hast ?
Stimmt das denn evtl. ???

Arachidonsäure fördert aber nachweislich sehr die Entzuendungsaktivität bei Rheumaerkrankten.

Wenn Du Dich zu Diesem Thema gruedlich einlesen möchtest, dann halte Dich vor allem an Prof. Olaf Adam.
Er ist der Entwickler, Forscher und Ernährungsmediziner zu diesem Thema und hat dafuer gesorgt, daß diese Kostform als Therapieform Dachverband Rheumaliga vom , anerkannt und befuehrwortet wird.

Deine Situation mit Deinem Stillbaby an der Brust, ist natuerlich eine spezielle und das Fasten, als schnelle Möglichkeit der Senkung des Arachidonsäurespiegels und also der Entzuendungsaktivität, verbietet sich (meiner Meinung nach).

Aber dennoch kann duch eine konsequente Umstellung – also konsequente Meidung von Arachiconsäure , d.h.
keine Eier,
keine Landsäugetiere und
keine tierischen Fette (nur am Anfang fuer etwa 4-6 Wochen),
sehr viel erreicht werden.
(ich habe es in den vielen Jahren meiner Erkrankung, mehrfach an mir selber erlebt)

In Verbindung mit reichlich Omega 3 Fettsäuren , EPA, Vit E, Nachtkerzenoel,
sowie den nötigen Mikronährstoffen um die DHA-Syntese zu optimieren (guckst du hier)
Um die endogene Synthese der DHA gewährleisten zu können, ist eine ausreichende Aktivität sowohl der delta-6- als auch der delta-5-Desaturase erforderlich. Beide Desaturasen benötigen zur Aufrechterhaltung ihrer Funktion bestimmte Mikronährstoffe, insbesondere Pyridoxin (Vitamin B6), Biotin, Calcium, Magnesium und Zink. Ein Mangel an diesen Mikronährstoffen führt zur Verminderung der Desaturaseaktivität und in der Folge zu einer eingeschränkten DHA-Synthese [12, 26, 31, 37, 41, 50, 59, 61].
Neben einem Mikronährstoffmangel wird die Aktivität der delta-6-Desaturase auch durch folgende Faktoren gehemmt [27, 32, 33, 49]:

  • Erhöhte Zufuhr gesättigter und ungesättigter Fettsäuren, wie Ölsäure (C18:1; n-9-FS) und Linolsäure (C18:2; n-6-FS) [12, 31]
  • Alkoholkonsum in hohen Dosen und über einen längeren Zeitraum, chronischer Alkoholkonsum [57, 67]
  • Erhöhter Cholesterinspiegel [5, 42]
  • Insulinabhängiger Diabetes mellitus [7]
  • Virusinfektionen [21]
  • Erkrankungen, wie Lebererkrankungen [27]
  • Stress – Ausschüttung lipolytischer Hormone, wie Adrenalin, das durch Stimulation der Triglyceridlipase zur Spaltung von Triglyceriden (TG, dreifache Ester des dreiwertigen Alkohols Glycerin mit drei Fettsäuren) und Freisetzung von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren führt [47, 48]
  • Altern [3, 4, 17, 30, 55]

also sind wichtig:
Vit B6
Biotin
Calcium
Magnesium
Zink

aber auch Selen (lt. Olaf Adam/ Buch)

So kann es durchaus auch zu einer deutlich Senkung der Arachidonsäurepools im Körper kommen und also Verbesserung Deiner Schmerzsituation kommen.
(ich habe das Buch von Olaf Adam hier seid Jahren . Es war mir immer eine große Hilfe)

Meiner Meinung nach, sind die von mir erwähnten Mikronährstoffe und eine energische Zufuhr von Omaga3-fettsäuren in Kombination mit den entsprechenden Kofaktoren auch fuer eine Stillmutter geeignet.
Dies insbesondere auch, wenn man sich diese Information aus einer norwegischen Studie hinzunimmt:
Guck mal hier:
Die exogene Zufuhr von DHA spielt besonders während der Schwangerschaft und Stillzeit eine entscheidende Rolle, da weder das Ungeborene noch das Kleinkind aufgrund eingeschränkter enzymatischer Aktivitäten in der Lage ist, ausreichende Mengen der essentiellen Omega-3-Fettsäure DHA selbst zu synthetisieren. DHA fördert die Entwicklung des Gehirns, des zentralen Nervensystems und des Sehvermögens des Fetus noch während der Schwangerschaft, aber auch im Verlauf der Stillzeit und der weiteren kindlichen Entwicklung [1, 3, 8, 18, 27, 29, 37, 46, 56, 63]. Eine Untersuchung aus Norwegen kam zu dem Ergebnis, dass 4-jährige Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft und während der ersten drei Monate der Stillzeit mit Lebertran supplementiert wurden (2 g EPA + DHA/Tag), bei einem IQ-Test deutlich besser abschnitten als solche 4-Jährige, deren Mütter keine Supplementation mit Lebertran erhielten [28]. Eine Unterversorgung mit DHA im vorgeburtlichen und frühkindlichen Wachstum kann demnach die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes beeinträchtigen und zu einer geringeren Intelligenz – vermindertes Lern-, Erinnerungs-, Denk- und Konzentrationsvermögen – und schlechteren Sehfähigkeit beziehungsweise -schärfe führen [3, 8, 18, 22, 27, 29, 63].

Sicherlich wirst Du Deinen Jungen irgendwann einmal abstillen – aber vielleicht nicht mehr notwendigerweise, wegen der nächtliche Rheumaschmerzen.


Vielleicht kannst Du noch eine Zeitfenster fuer einen Versuch nach Olaf Adam inverstieren........

(ich kann von mir selber berichten, daß ich vor allem bei meinem Konsum von Huehnereiern immer wieder ziemlich „uebers Ziel“ hinausschieße und so meinen muehsam heruntergearbeiteten Arachidonsäurespiegel unguenstig erhöhe – immer wieder leide ich wegen dieser „Schlamperei“ , aber dadurch habe ich auch viele Male erfahren, daß es mir deutlich besser geht, wenn ich die „Olaf Adam – Ernährung“ mit den entsprechenden Ergänzungen praktiziere.

Ach, uebrigens:
Ich habe meine 3 Jungen jeweils 10 Monat, 7 Monate und auch den 3. Jungen 10 Monate gestillt – keine Tag wollte ich davon hergeben – es ist in meiner Rueckschau, die allerschönste Zeit mit meinen Jungens gewesen - ich gehe oft gedanklich dahin zurueck.





Liebe Grueße
Lilly2
 
Liebe lilly....

Ich habe deinen Beitrag dankend gelesen und werde mich damit befassen.zurzeit haben meine drei kinder und mein mann magen darm schon 3 wochen einer nach dem anderen ) und hier ist das komplette Chaos ausgebrochen...ich setzt mich ganz in ruhe dran wenn es hier einigermassen geht :-*
 
Oh je, ich wuensche Dir ganz viel Kraft und Deinen Liebe baldige Besserung!!!

Ich druecke ganz doll die Daumen, daß es Dich nicht auch noch erwischt!!!

Herzlichst
Lilly2
 
Stillen und Rheumamedikamente

Hallo ... und ich machs kurz. Wenn Du eine Beratung brauchst ruf an bei:
Embryonaltoxikologie in Berlin Tel. 030-30308111
Es gibt unendlich viele Schriftreihen und Ausführungen zu Deinen Fragen. Ein persönliches Gespräch sehe ich da als bessere Alternative.
Gruß "merre"
 
Zurück
Oben