hallo kathie,
ich versuche dir mal so weit ich kann zu antworten.
meine medikamente setzen sich wie folgt zusammen:
ich nehme zwei verschiedene schmerzmittel (tramal und novaminsulfon). nur in kombination miteinander dämpfen sie die schmerzen, einzeln bringen sie kaum etwas. ein medikament "pusht" das andere, sozusagen.
zusätzlich nehme ich ein muskel-entspannungsmittel (mydocalm). menschen, die an der fibro erkrankt sind, haben generell einen zu hohen muskeltonus und haben deshalb dieses muskelkatergefühl. mydocalm hilft mir gut, die muskeln einigermaßen ruhig zu halten.
desweiteren nehme ich ein antidepressiva (amitriptylin). dieses wird niedriger dosiert eingenommen, als es in der praxis für die depressiven menschen eingesetzt wird. depressive menschen nehmen ab 75 mg aufwärts, ich nehme nur 25 mg. das antidepressiva hat dann einen schlafanstossenden effekt und wirkt sich positiv auf die schmerzdämpfung aus, beeinflußt jedoch die psyche in dieser geringen dosis nicht.
damit mein magen das alles gut verträgt, nehme ich noch einen magenschutz ein (omep 40 mg).
soviel zu den medikamenten....
du fragst, ob es mir psychisch auch oft schlecht geht. so ganz objektiv kann ich das leider nicht sagen, da ich bereits seit 10 jahren depressionen habe und u. a. deswegen therapeutisch behandelt werde.
im allgemeinen ist es jedoch tatsächlich so, dass menschen mit fibro auch depressive verstimmungen haben bzw. entwickeln. ich schätze mal, dass das zusätzlich zu der anscheinend körperlichen ursache auch daher kommt, dass man irgendwann von diesen ständigen schmerzen nur noch geschlaucht ist und zunehmend unglücklich wird. irgendwann realisiert man, dass man nie wieder gesund sein wird, und das macht zumindest mir sehr zu schaffen. ich denke, dass es anderen hier genauso geht.
unterstützung im sinne von hilfe in bezug auf meinen alltag habe ich in form meines lebensgefährten. in schubzeiten, so wie jetzt, kann ich die hausarbeit nicht mehr erledigen, ich bin dann sehr, sehr müde und muß viel schlafen. auch treiben mich die schmerzen an den rand meiner nerven und so brauche ich seine unterstützung besonders in bezug auf meine tochter (sie ist knapp vier jahre alt).
meine schmerzen springen....jedoch wechseln sie nur zwischen hauptarrealen hin und her. meistens ist es sogar so, dass ich den hauptschmerz ausschließlich im rücken habe, dafür kaum schmerzen in den beinen. oder mir schmerzen besonders die handgelenke, dafür läßt mich mein rücken in ruh.
am meisten machen mir die rückenschmerzen zu schaffen, so dass ich an vielen tagen den "normalen" unternehmungen nicht mehr gewachsen bin. aber so langsam arrangiere ich mich mit der situation.... ich bin ja auch erst seit einem jahr erkrankt und muß mich noch einfinden....es wird aber meist stetig besser und rückschläge kommen nicht so häufig und heftig vor, wie ich befürchtet habe.
schmerzen habe ich täglich. jede stunde. jede minute. ABER:
mal mehr und mal .... weniger.... und die guten zeiten weiß ich zu schätzen.
ich finde es immer schwierig zu erklären, wie meine schmerzen sind oder wie heftig sie sind. wenn ich dann erzähle, dass ich opiate nehme, können sich die menschen dann schon in etwa vorstellen, wie es mir geht.
hm...jetzt habe ich mir meinen text gerade nochmal durchgelesen und muß ehrlich sagen, dass ich selbst erschrocken bin *schiefGrins*
weißt du, im moment sieht es bei mir ein wenig düster aus, hat aber wie gesagt mit meinen depressionen zu tun und wenn du mal die anderen hier im forum fragst, dann können sie dir bestätigen, dass ich nach ein paar tagen wieder "ganz normal" bin - was immer das sein mag
ich bin immer für dich da, wenn du noch fragen hast oder einfach quatschen möchtest.
einen schönen abend wünsche ich dir und liebe grüße
manuela
Geht es dir auch psychisch oft (immer?) schlecht? Bekommst du auch noch andersweitige Unterstützungen? Wo sind deine Schmerzen? Und wie oft hast du sie (die Schmerzen)?
Fragen über Fragen
und über ein paar Antworten würde ich mich sehr freuen!
Liebe Grüße Kathie