hibbernnia
Neues Mitglied
Liebe Community!
auch ich möchte mich hier vorstellen: bin 40 Jahre alt, verheiratet und Mutter von drei Kindern.
Ich habe schon seit über 20 Jahren Probleme mit meinem Rücken. Vor ca. 2 1/2 Jahren hatte ich eine schwere Grippe, von der ich mich nur schleppend erholte. Insbesondere beim Sport kam es zu einem starken Leistungseinbruch - ich war begeisterte Marathonläuferin, aber ich hatte keine Ausdauer mehr und in den Beinen quälten mich brennende Schmerzen.
Mit der Zeit hatte ich immer wieder Phasen, in denen ich mich kränklich fühlte, einhergehend mit Erschöpfung und Nachtschweiss. Seit letztem Winter geht es mir schlechter, zu Erschöpfung kamen Schmerzen in den Beinen und zeitweise sehr starke Rueckenschmerzen.
Im März wurden die Symptome so stark, dass ich kaum mehr aufstehen konnte. Ein MRT der LWS zeigte eine aktivierte , erosive Osteochondrose der unteren Lendenwirbel, zwei Bandscheibenvorfaelle, sowie eine Arthrose der IGS Gelenke.
Wegen der anderen Symptome hat mich mein Hausarzt darauf hin stationär in ein Rheuma Krankenhaus eingewiesen, mit V.a. Morbus Bechterew.
Die Untersuchungen dort ergaben kein Bechterew, dafür hatten die Ärzte dort gleich den V.a. Kollagenose, vorallem weil meine Hände sehr kalt und blau angelaufen waren. Zudem festgestellt wurden eine Panzytopemie, Eisenmangelanaemie und suspekte Kapillarmikroskopie. Weiter ANA 1:160, und grenzwertig erhöhte SM, RNP und SCL-70. Nach zehn Tagen in der Klinik teilte mir der dortige Chefarzt mit, dass ich eine Kollagenose mit Gefäßbeteiligung habe und leitete eine Stosstherapie mit Cortison ein. In den Tagen zuvor hatte ich immer mehr Probleme mit Schwindel und Zittern der Arme und Hände und ein starkes allgemeines Gefühl der Schwäche. Schließlich brach ich zusammen und war drei Tage ans Bett gebunden. Ich zitterte während dieser Zeit phasenweise immer noch stark und spürte eine ausgeprägte Muskelschwaeche insbesondere im Bereich der Oberarme sodass zeitweise ein Gefühl der Atemnot entstand. Nach drei Tagen ging es mir aber besser. Aus der Klinik wurde ich nach knapp drei Wochen schließlich mit den Diagnosen mögliche undifferenzierte Kollagenose, degeneratives LWS Syndrom, Eisenmangelanaemie und sinusbradyrrhythmie entlassen.
Das Cortison sollte ausgeschlichen, das LWS Syndrom mit Cox 2 Hemmer behandelt werden. Eine ebenfalls diagnostizierte chronische Entzündung der Magenschleimhaut sollte durch Einnahme von Pantoprazol therapiert werden. Es wurde ein Reha Antrag gestellt und drei Wochen später begab ich mich für vier Wochen in eine entsprechende Einrichtung.
Bereits kurz nach meinem Aufenthalt in der Rheuma Klinik kamen wieder Beschwerden wie Nachtschweiss, starke Erschöpfung, Durchfall, Schmerzen in den Beinen und Schlafstörungen. Während der Reha kamen dann noch schmerzende und geschwollene Fingergelenke dazu. Es wurde abermals eine Cortison Therapie gestartet und die Symptome besserten sich. Aus der Reha wurde ich schließlich noch mit der Diagnose FMS entlassen. Der Start einer Therapie mit Quensyl wurde zudem empfohlen. Diese begann ich nach der Untersuchung beim Augenarzt Mitte Juli. Dazu täglich 5 mg Cortison. Zu diesem Zeitpunkt kehrte ich auch endlich wieder auf meine Arbeit zurück, mein Zustand war einigermaßen stabil und ich trieb in der Freizeit wieder Sport.
Nach vier Wochen hatte ich zwei Wochen Urlaub und war zu diesem Zeitpunkt schon wieder völlig erschöpft, obwohl ich mich so gut wie möglich schonte. Im Urlaub kam dann wieder der Durchfall, dann starkes Schwitzen, Erschöpfung, das Gefühl, krank zu sein. Dennoch ging ich nach dem Urlaub Ende August wieder auf Arbeit, wollte nicht schon wieder krankgeschrieben werden. Allerdings wurde mein Zustand rasch schlechter, es kamen die Muskelschmerzen, starkes Zittern, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsstoerungen, kalte Finger und Zehen, schmerzende und geschwollene Fingergelenke, schmerzende Kniegelenke - halt wieder das ganze Programm. So ging ich zwei Tage später zum Arzt und er verordnete eine erneute Stosstherapie mit Cortison. Die meisten Beschwerden besserten sich rasch, insbesondere die starken Schmerzen. Nach drei Tagen, am vergangenen Samstag, fühlte ich mich morgens besonders müde und schwach. Die Schwellung an den Fingern hatte sich verschlechtert und ich spürte, wie mein Körper kämpfte. Zudem war ich grau im Gesicht, konnte mich kaum auf den Beinen halten und zitterte stark. Mein Mann brachte mich zur Abklärung ins Krankenhaus und ich wurde stationär aufgenommen.
Im Laufe des Tages ließ die Schwäche etwas nach. Natürlich wussten die Ärzte nicht wirklich was sie mit mir tun sollten - meine Grundwerte wie Blutdruck, Puls etc sind ja alle im grünen Bereich und ich habe keine Entzündungswerte. Eine erneute Einweisung in die Rheuma Klinik lehnte ich ab, da ich morgen sowieso erstmals einen Termin bei einem internistischen Rheumatologen habe. Ich nehme zur Zeit 50 mg Cortison täglich, 60 mg Pantoprazol, 200 mg Celebrex (das LWS Syndrom ist zur Zeit nicht mehr aktiviert) sowie 2 x 200 mg Quensyl. Am meisten Sorgen bereiten mir die Arbeitsunfähigkeit (bin natürlich wieder krankgeschrieben), die ungewisse Diagnose, die immer höher werdende Cortisondosierung, die stärker werdenden Symptome. Glücklicherweise erfahre ich grosse Unterstützung durch meinen Ehemann und die Kinder sind schon gross. Mein Arbeitsplatz ist nicht gefährdet und zumindest zeigt das Cortison seine Wirkung.
Wow das ist jetzt doch mega lang geworden und es tut mir gut, meinen Zustand anderen Leidenden mitzuteilen. Danke allen, die sich die Zeit genommen haben, diesen Beitrag zu lesen! Ich freue mich über jede Antwort und eure Erfahrungen und Anregungen.
LG hibbernnia
auch ich möchte mich hier vorstellen: bin 40 Jahre alt, verheiratet und Mutter von drei Kindern.
Ich habe schon seit über 20 Jahren Probleme mit meinem Rücken. Vor ca. 2 1/2 Jahren hatte ich eine schwere Grippe, von der ich mich nur schleppend erholte. Insbesondere beim Sport kam es zu einem starken Leistungseinbruch - ich war begeisterte Marathonläuferin, aber ich hatte keine Ausdauer mehr und in den Beinen quälten mich brennende Schmerzen.
Mit der Zeit hatte ich immer wieder Phasen, in denen ich mich kränklich fühlte, einhergehend mit Erschöpfung und Nachtschweiss. Seit letztem Winter geht es mir schlechter, zu Erschöpfung kamen Schmerzen in den Beinen und zeitweise sehr starke Rueckenschmerzen.
Im März wurden die Symptome so stark, dass ich kaum mehr aufstehen konnte. Ein MRT der LWS zeigte eine aktivierte , erosive Osteochondrose der unteren Lendenwirbel, zwei Bandscheibenvorfaelle, sowie eine Arthrose der IGS Gelenke.
Wegen der anderen Symptome hat mich mein Hausarzt darauf hin stationär in ein Rheuma Krankenhaus eingewiesen, mit V.a. Morbus Bechterew.
Die Untersuchungen dort ergaben kein Bechterew, dafür hatten die Ärzte dort gleich den V.a. Kollagenose, vorallem weil meine Hände sehr kalt und blau angelaufen waren. Zudem festgestellt wurden eine Panzytopemie, Eisenmangelanaemie und suspekte Kapillarmikroskopie. Weiter ANA 1:160, und grenzwertig erhöhte SM, RNP und SCL-70. Nach zehn Tagen in der Klinik teilte mir der dortige Chefarzt mit, dass ich eine Kollagenose mit Gefäßbeteiligung habe und leitete eine Stosstherapie mit Cortison ein. In den Tagen zuvor hatte ich immer mehr Probleme mit Schwindel und Zittern der Arme und Hände und ein starkes allgemeines Gefühl der Schwäche. Schließlich brach ich zusammen und war drei Tage ans Bett gebunden. Ich zitterte während dieser Zeit phasenweise immer noch stark und spürte eine ausgeprägte Muskelschwaeche insbesondere im Bereich der Oberarme sodass zeitweise ein Gefühl der Atemnot entstand. Nach drei Tagen ging es mir aber besser. Aus der Klinik wurde ich nach knapp drei Wochen schließlich mit den Diagnosen mögliche undifferenzierte Kollagenose, degeneratives LWS Syndrom, Eisenmangelanaemie und sinusbradyrrhythmie entlassen.
Das Cortison sollte ausgeschlichen, das LWS Syndrom mit Cox 2 Hemmer behandelt werden. Eine ebenfalls diagnostizierte chronische Entzündung der Magenschleimhaut sollte durch Einnahme von Pantoprazol therapiert werden. Es wurde ein Reha Antrag gestellt und drei Wochen später begab ich mich für vier Wochen in eine entsprechende Einrichtung.
Bereits kurz nach meinem Aufenthalt in der Rheuma Klinik kamen wieder Beschwerden wie Nachtschweiss, starke Erschöpfung, Durchfall, Schmerzen in den Beinen und Schlafstörungen. Während der Reha kamen dann noch schmerzende und geschwollene Fingergelenke dazu. Es wurde abermals eine Cortison Therapie gestartet und die Symptome besserten sich. Aus der Reha wurde ich schließlich noch mit der Diagnose FMS entlassen. Der Start einer Therapie mit Quensyl wurde zudem empfohlen. Diese begann ich nach der Untersuchung beim Augenarzt Mitte Juli. Dazu täglich 5 mg Cortison. Zu diesem Zeitpunkt kehrte ich auch endlich wieder auf meine Arbeit zurück, mein Zustand war einigermaßen stabil und ich trieb in der Freizeit wieder Sport.
Nach vier Wochen hatte ich zwei Wochen Urlaub und war zu diesem Zeitpunkt schon wieder völlig erschöpft, obwohl ich mich so gut wie möglich schonte. Im Urlaub kam dann wieder der Durchfall, dann starkes Schwitzen, Erschöpfung, das Gefühl, krank zu sein. Dennoch ging ich nach dem Urlaub Ende August wieder auf Arbeit, wollte nicht schon wieder krankgeschrieben werden. Allerdings wurde mein Zustand rasch schlechter, es kamen die Muskelschmerzen, starkes Zittern, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsstoerungen, kalte Finger und Zehen, schmerzende und geschwollene Fingergelenke, schmerzende Kniegelenke - halt wieder das ganze Programm. So ging ich zwei Tage später zum Arzt und er verordnete eine erneute Stosstherapie mit Cortison. Die meisten Beschwerden besserten sich rasch, insbesondere die starken Schmerzen. Nach drei Tagen, am vergangenen Samstag, fühlte ich mich morgens besonders müde und schwach. Die Schwellung an den Fingern hatte sich verschlechtert und ich spürte, wie mein Körper kämpfte. Zudem war ich grau im Gesicht, konnte mich kaum auf den Beinen halten und zitterte stark. Mein Mann brachte mich zur Abklärung ins Krankenhaus und ich wurde stationär aufgenommen.
Im Laufe des Tages ließ die Schwäche etwas nach. Natürlich wussten die Ärzte nicht wirklich was sie mit mir tun sollten - meine Grundwerte wie Blutdruck, Puls etc sind ja alle im grünen Bereich und ich habe keine Entzündungswerte. Eine erneute Einweisung in die Rheuma Klinik lehnte ich ab, da ich morgen sowieso erstmals einen Termin bei einem internistischen Rheumatologen habe. Ich nehme zur Zeit 50 mg Cortison täglich, 60 mg Pantoprazol, 200 mg Celebrex (das LWS Syndrom ist zur Zeit nicht mehr aktiviert) sowie 2 x 200 mg Quensyl. Am meisten Sorgen bereiten mir die Arbeitsunfähigkeit (bin natürlich wieder krankgeschrieben), die ungewisse Diagnose, die immer höher werdende Cortisondosierung, die stärker werdenden Symptome. Glücklicherweise erfahre ich grosse Unterstützung durch meinen Ehemann und die Kinder sind schon gross. Mein Arbeitsplatz ist nicht gefährdet und zumindest zeigt das Cortison seine Wirkung.
Wow das ist jetzt doch mega lang geworden und es tut mir gut, meinen Zustand anderen Leidenden mitzuteilen. Danke allen, die sich die Zeit genommen haben, diesen Beitrag zu lesen! Ich freue mich über jede Antwort und eure Erfahrungen und Anregungen.
LG hibbernnia
Das finde ich, ist sehr viel Wert.