hws_und_co
Neues Mitglied
Hallo allerseits,
ich bin neu hier und weiß auch noch gar nicht, ob ich bei Euch richtig bin. Aber ich habe ein paar Fragen zu Erkrankungen aus dem rheumatoiden Formenkreis und freue mich, wenn ich Eure gesammelte Erfahrung dazu hören kann.
Kurz zu mir: Ich habe schon lange Beschwerden, die ich als von meiner Halswirbelsäule ausgehend erlebe. Nachdem es besonders schlimm war mit einem starken Gefühl von Instabilität (ich konnte meinen Kopf kaum halten) und diversen Symptomen, die sich gar nicht gut angefühlt haben, wurde der Verdacht auf eine Instabilität im Kopfgelenksbereich gestellt. Diese Vermutung habe ich persönlich schon lange; eine Asymmetrie in dem Bereich ist schon seit einigen Jahren bekannt; diesem Befund wurde aber in der Vergangenheit von ärztlicher Seite nicht viel Bedeutung zugemessen. Nun soll ein funktionelles MRT stattfinden, was aber gesondert bei der Kasse beantragt werden muss und daher noch dauert.
Ich vermute, dass die HWS-Geschichte bei mir mit einem Sturz in der Kindheit begann (da fingen nämlich auch die ersten Symptome an). Allerdings werden die Symptome inzwischen immer mehr.
Nun frage ich mich, ob ggf. zusätzlich eine Abklärung bei einem Rheumatologen sinnvoll wäre. Schmerzen habe ich immer wieder v.a. in zentralen Gelenken (Wirbelsäule, Kopfgelenke, Schultern, Hüfte); eigentlich nicht in Händen, Knien und Füßen.
Wie komme ich darauf, dass die Abklärung ggf. sinnvoll sein könnte?
In einem alten Arztbericht habe ich einen Hinweis auf Yersinien gefunden (YEEA 12 U/ml, YERA negativ, YERG positiv, Yersinia-AK IgG 28,5 U/ml (Referenzwert <20,0), Yersinia-AK IgM 10,5 U/ml). Ob da der IgA-Wert dabei ist, kann ich nicht erkennen. IgG weist ja meines Wissens nach auf eine vergangene oder chronische Infektion hin. Die Werte wurden in Zusammenhang mit einem Verdacht auf beginnenden Morbus Crohn genommen, der weder bestätigt noch ausgeschlossen werden konnte.
Außerdem ist in letzter Zeit mein TSH-Wert erhöht; eine weitere Abklärung findet statt. Da T3 und T4 normal sind, vermute ich wenn dann eine Hashimoto-Thyreoidis, also auch eine Autoimmun-Geschichte. Aber das sind bisher nur Vermutungen.
Generell könnte ich mir vorstellen (wilde Laienhypothesen, Vorsicht!
), dass zum einen eine rheumatische Erkrankung eine Instabilität der Kopfgelenke zusätzlich negativ beeinflussen könnte. Umgekehrt könnte ich mir vorstellen, dass wiederholtes Reiben der Gelenke wegen einer bestehenden Instabilität Entzündungen begünstigt.
Aktuell wird erstmals der BSG-Wert bestimmt. CRP ist aktuell sehr niedrig (<1).
Außerdem lasse ich einige Werte in Sachen nitrosativer Stress bestimmen. Das ist zwar außerhalb der Schulmedizin, doch einige Unis forschen inzwischen zu dem Thema und potentiell kann die Theorie des nitrosativen Stresses auf biochemischer Ebene Erklärungen für viele bisher unerklärbare Krankheiten liefern. In diesem Rahmen lasse ich Citrullin im Urin, Nitrophenylessigsäure im Urin, Methylmalonsäure im Urin und Nitrotyrosin im Blut bestimmen. Auch von dieser Seite her bin ich über das Thema Rheuma gestolpert, denn citrullinierte Peptide in entzündeten Gelenken sind ja ein Rheumamarker, wenn ich das richtig gelesen habe. Inwiefern aber Rückschlüsse vom Citrullin im Urin darauf möglich sind, ist mir nicht bekannt und im Moment auch deutlich zu komplex, um es nachzuvollziehen.
So, das war ein langes erstes Posting.
Ich bin gespannt auf Eure Kommentare und Ideen dazu.
Noch zwei konkrete Fragen zum Schluß:
- Welches weitere Vorgehen würdet Ihr mir empfehlen?
- Welche Therapieansätze gibt es? Welche Rolle spielt dabei Cortison - kann darauf verzichtet werden?
Ich verstehe die Antworten natürlich nicht als Diagnose o.ä., sondern als Tipps und Anregungen, anhand derer ich mich weiter informieren kann.
Danke schon mal!
Viele Grüße,
hws
ich bin neu hier und weiß auch noch gar nicht, ob ich bei Euch richtig bin. Aber ich habe ein paar Fragen zu Erkrankungen aus dem rheumatoiden Formenkreis und freue mich, wenn ich Eure gesammelte Erfahrung dazu hören kann.
Kurz zu mir: Ich habe schon lange Beschwerden, die ich als von meiner Halswirbelsäule ausgehend erlebe. Nachdem es besonders schlimm war mit einem starken Gefühl von Instabilität (ich konnte meinen Kopf kaum halten) und diversen Symptomen, die sich gar nicht gut angefühlt haben, wurde der Verdacht auf eine Instabilität im Kopfgelenksbereich gestellt. Diese Vermutung habe ich persönlich schon lange; eine Asymmetrie in dem Bereich ist schon seit einigen Jahren bekannt; diesem Befund wurde aber in der Vergangenheit von ärztlicher Seite nicht viel Bedeutung zugemessen. Nun soll ein funktionelles MRT stattfinden, was aber gesondert bei der Kasse beantragt werden muss und daher noch dauert.
Ich vermute, dass die HWS-Geschichte bei mir mit einem Sturz in der Kindheit begann (da fingen nämlich auch die ersten Symptome an). Allerdings werden die Symptome inzwischen immer mehr.
Nun frage ich mich, ob ggf. zusätzlich eine Abklärung bei einem Rheumatologen sinnvoll wäre. Schmerzen habe ich immer wieder v.a. in zentralen Gelenken (Wirbelsäule, Kopfgelenke, Schultern, Hüfte); eigentlich nicht in Händen, Knien und Füßen.
Wie komme ich darauf, dass die Abklärung ggf. sinnvoll sein könnte?
In einem alten Arztbericht habe ich einen Hinweis auf Yersinien gefunden (YEEA 12 U/ml, YERA negativ, YERG positiv, Yersinia-AK IgG 28,5 U/ml (Referenzwert <20,0), Yersinia-AK IgM 10,5 U/ml). Ob da der IgA-Wert dabei ist, kann ich nicht erkennen. IgG weist ja meines Wissens nach auf eine vergangene oder chronische Infektion hin. Die Werte wurden in Zusammenhang mit einem Verdacht auf beginnenden Morbus Crohn genommen, der weder bestätigt noch ausgeschlossen werden konnte.
Außerdem ist in letzter Zeit mein TSH-Wert erhöht; eine weitere Abklärung findet statt. Da T3 und T4 normal sind, vermute ich wenn dann eine Hashimoto-Thyreoidis, also auch eine Autoimmun-Geschichte. Aber das sind bisher nur Vermutungen.
Generell könnte ich mir vorstellen (wilde Laienhypothesen, Vorsicht!
Aktuell wird erstmals der BSG-Wert bestimmt. CRP ist aktuell sehr niedrig (<1).
Außerdem lasse ich einige Werte in Sachen nitrosativer Stress bestimmen. Das ist zwar außerhalb der Schulmedizin, doch einige Unis forschen inzwischen zu dem Thema und potentiell kann die Theorie des nitrosativen Stresses auf biochemischer Ebene Erklärungen für viele bisher unerklärbare Krankheiten liefern. In diesem Rahmen lasse ich Citrullin im Urin, Nitrophenylessigsäure im Urin, Methylmalonsäure im Urin und Nitrotyrosin im Blut bestimmen. Auch von dieser Seite her bin ich über das Thema Rheuma gestolpert, denn citrullinierte Peptide in entzündeten Gelenken sind ja ein Rheumamarker, wenn ich das richtig gelesen habe. Inwiefern aber Rückschlüsse vom Citrullin im Urin darauf möglich sind, ist mir nicht bekannt und im Moment auch deutlich zu komplex, um es nachzuvollziehen.
So, das war ein langes erstes Posting.
Noch zwei konkrete Fragen zum Schluß:
- Welches weitere Vorgehen würdet Ihr mir empfehlen?
- Welche Therapieansätze gibt es? Welche Rolle spielt dabei Cortison - kann darauf verzichtet werden?
Ich verstehe die Antworten natürlich nicht als Diagnose o.ä., sondern als Tipps und Anregungen, anhand derer ich mich weiter informieren kann.
Danke schon mal!
Viele Grüße,
hws