Hallo Anna,
ich nehme ebenfalls Sulfasalazin. Zuerst hochdosiert auf 3-0-3, dann aber in Kombi mit Remicade zurück auf 2-0-2. Bei der hohen Dosis hatte ich auch meine Probleme. Was versucht werden könnte hier mal die Firma zu wechseln. Anfangs hatte ich die von Medac und die waren nicht so toll. Nun habe ich Pleon RA und es geht besser. meine Ärztin meinte nur, dass dies so sein kann. Mancher verträgt das eine und der andere wieder nicht.
In der Beilage steht ja, dass man es 1h vor der Mahlzeit einnehmen soll. Auf Anfrage bekam ich die Antwort:
"Die Einnahme kurz vor einer Mahlzeit verbessert die Verträglichkeit. Besser kurz zuvor als gar nicht!"
Vieleicht auch einmal versuchen.
Kurz mal noch was zu PPIs(Pantoprazol, Omeprazol). Auch wenn diese Medis gut wirken, haben sie dennoch ein Nebenwirkungsprofil. Dessen sollte man sich bewusst sein. Von daher sollte man immer darüber nachdenken ob eine dauerhafte Einnahme noch sinnvoll ist. Neben Leberwerterhöhungen können Schwindel und Übelkeit mit Durchfall auftreten. Kein Hersteller gibt eine dauerhafte Anwendung in der PBL an, denn niemand kann Stand heute etwas über Langzeitanwendungen sagen. dazu gibt es die Medikamente noch zu kurz.
Opiate sind in Hinsicht auf Verträglichkeit immer eine Alternative. Leider beeinflussen sie keine entzündlichen Vorgänge, so wie die NSAR oder die COX-II-Hemmer. Ich selbst nehme schon einige Jahre verschiedene Opioide. Negative Wirkungen habe ich keine festgestellt. Schmerztherapeuten nehmen sie gerne, da wenig Wechselwirkungen da sind und auch die Gefahr von Organschäden minimal ist. Leider sind andere Ärzte bei diesen Medis sehr (über)vorsichtig. Gerne geben sie einen Tramal oder Valoron N. Doch gerade Tramal ist nicht unkritisch zu sehen. Zudem birgt es Gefahren bei potentiellen Wechselwirkungen( z.B. das Serotonin - Syndrom) oder auch der echten körperlichen Abhängigkeit. Verkannt wird auch das starke Opioide weniger NW verursachen wie die schwachen. Hauptgrund liegt vor allem darin, dass man weniger Wirkstoff benötigt (z.Bsp.300mg Tramal = 8mg Hydromorphon).
Eine Zweitmeinung ist sicherlich nicht schlecht. Kann aber auch zu noch mehr Verwirrung beitragen. Bei mir war es gut, dass ich eine Zweitmeinung eingeholt habe. Erst kürzlich sagte mein HA:"Zum Glück haben wir nicht auf die Uniklinik J*** gehört, da wären wir heute noch nicht weiter. Das war schon gut so, dass du in Dresden noch einmal warst."
Von daher solltest du dir im Klaren darüber sein, dass der andere Arzt alles umkehrt. Ob du dann damit zufrieden bist?
Wie bereits geschrieben wurde, solltes du dem Arzt die Möglichkeit geben. Am Anfang ist sowieso alles nicht ganz einfach. Die Probleme mit dem Magen solltest du ansprechen, damit er auch reagieren kann.
Viel Erfolg bei deiner Reha!
LG aus dem sonnigen Vogtland!
Waldi