Hallo Foris,
ich habe mich schon öfter hier herumgetrieben und bin auch seit Monaten angemeldet, wusste aber nie, was ich eigentlich schreiben sollte, ausser, dass es hier und da und auch dort phasenweise gemein weh tun. Nun ja...
Seit gestern ist es allerdings offiziell bzw. wurde eine Behandlung eingeleitet. Ich habe rheumatoide (Poly-) Arthritis.
Nicht, dass diese Diagnose nicht schon öfters geäußert wurde, nein. Ich ziehe mit meinen Beschwerden seit geschlagenen 12 Jahren durch München und habe etliche Besuche bei Internisten, Orthopäden und sogar in der Rheuma-Einheit der Uniklinik hinter mir. Alles, was ich davon hatte, waren gelegentliche Röntgen-Aufnahmen, Diagnosen in Richtung Abnutzungserscheinungen, Verspannungen o.ä. und Berichte. Die wandernden sporadisch höllischen Schmerzen blieben mir, ich habe sie immer mit meinem "Wundermittel" Anadin extra (in UK rezeptfrei erhältlich) behandelt oder bin ansonsten im Bett geblieben, wenn mal wieder die Füße oder die Lungengegend "dran" waren.
Über den Umweg der Orthopädischen Uniklinik - zu der kürzlich ich nach 3 Wochen Dauerschmerzen im Rücken ging - über eine Fahrt in den Kernspintomograph und eine anschließende Überweisung in die Rheumasprechstunde wurden dort gestern meine Hände zum 3. Mal in den letzten 12 Jahren geröntgt (obwohl ich da gerade keine Schmerzen hatte) und siehe da, die Handgelenke sind bereits stark angegriffen, sieht aus wie Brei in der Mitte der Handwurzelknochen. Ausserdem sind da Zysten (was immer das heisst).
Nun mache ich also eine Cortison-Kur über 4 Wochen und muss 1x Woche spritzen und Folsäure nehmen und alle 2 Wochen zur Kontrolle der Laborwerte. Angeblich hält das den Entzündungsprozess auf, gleichzeitig ist das Immunsystem heruntergesetzt. (Ich hatte schon 12 Jahre keine Erkältung mehr, das wird sich dann wohl in Zukunft ändern. )
Meine Bewegungsfähigkeit ist in diesen 12 Jahren Fehldiagnosen und mangelndes Nachhaken von seiten diverser Ärzte stark in Mitleidenschaft gezogen. Meine Mitschuld ist, dass ich Ärzte nicht genügend "genervt" habe, sondern mich in das Schicksal einfügte. Andererseits: Mehr als einmal habe ich gehört, dass man mit über 50 schon mal das eine oder andere Zipperlein bekommen kann, das wäre normal....
Mein Rheumafaktor war immer positiv, aber das war für die Ärzte wohl kein Anlass etwas zu unternehmen. Mir wurde ab und an gesagt, dass es wohl das Anfangsstadium von Rheuma ist und ich solle es "beobachten". Gestern in der Rheumasprechstunde sagte eine Ärztin, dass ich noch viel zu jung bin, um so einen Röntgen-Befund zu haben. Ich bin 52.
Ich weiß nicht, wie man Ärzte dazu bringen kann, sich mehr für das Thema zu interessieren und Hilfesuchende nicht als empfindliche Leute abzutun, nur weil sie nicht genügend Fachwissen haben. Es ist einfach nur traurig, dass mir Jahr(zehnt)e meiner Gesundheit aus mangelndem Interesse dieser sog. Fachärzte unwiederbringlich genommen wurden.
Wollte ich einfach mal loswerden, bin aber natürlich hochfroh, dass ich nun in richtiger Behandlung bin.
Wir fahren vom 15.8. bis 1.9. nach Griechenland, wie ich das mit der Laborwertkontrolle (fällig 21.8.) in der Zeit hinkriegen soll, weiß ich noch nicht. Mit den Spritzen im Gepäck sehe mich schon am Flughafen als Junkie entlarvt. *g*
Therapie sieht wie folgt aus:
Decortin 5mg über 4 Wochen mit wöchentl. Reduzierung um 2,5 mg.
1x wöchentl. Methotrexat in die Bauchdecke spritzen. 24h später Folsäure einnehmen, soll die Nebenwirkungen von MTX verringern bzw. verhindern.
Auf das Cortison soll man zunehmen, und ich hab grad 12kg abgenommen. :/
ich habe mich schon öfter hier herumgetrieben und bin auch seit Monaten angemeldet, wusste aber nie, was ich eigentlich schreiben sollte, ausser, dass es hier und da und auch dort phasenweise gemein weh tun. Nun ja...
Seit gestern ist es allerdings offiziell bzw. wurde eine Behandlung eingeleitet. Ich habe rheumatoide (Poly-) Arthritis.
Nicht, dass diese Diagnose nicht schon öfters geäußert wurde, nein. Ich ziehe mit meinen Beschwerden seit geschlagenen 12 Jahren durch München und habe etliche Besuche bei Internisten, Orthopäden und sogar in der Rheuma-Einheit der Uniklinik hinter mir. Alles, was ich davon hatte, waren gelegentliche Röntgen-Aufnahmen, Diagnosen in Richtung Abnutzungserscheinungen, Verspannungen o.ä. und Berichte. Die wandernden sporadisch höllischen Schmerzen blieben mir, ich habe sie immer mit meinem "Wundermittel" Anadin extra (in UK rezeptfrei erhältlich) behandelt oder bin ansonsten im Bett geblieben, wenn mal wieder die Füße oder die Lungengegend "dran" waren.
Über den Umweg der Orthopädischen Uniklinik - zu der kürzlich ich nach 3 Wochen Dauerschmerzen im Rücken ging - über eine Fahrt in den Kernspintomograph und eine anschließende Überweisung in die Rheumasprechstunde wurden dort gestern meine Hände zum 3. Mal in den letzten 12 Jahren geröntgt (obwohl ich da gerade keine Schmerzen hatte) und siehe da, die Handgelenke sind bereits stark angegriffen, sieht aus wie Brei in der Mitte der Handwurzelknochen. Ausserdem sind da Zysten (was immer das heisst).
Nun mache ich also eine Cortison-Kur über 4 Wochen und muss 1x Woche spritzen und Folsäure nehmen und alle 2 Wochen zur Kontrolle der Laborwerte. Angeblich hält das den Entzündungsprozess auf, gleichzeitig ist das Immunsystem heruntergesetzt. (Ich hatte schon 12 Jahre keine Erkältung mehr, das wird sich dann wohl in Zukunft ändern. )
Meine Bewegungsfähigkeit ist in diesen 12 Jahren Fehldiagnosen und mangelndes Nachhaken von seiten diverser Ärzte stark in Mitleidenschaft gezogen. Meine Mitschuld ist, dass ich Ärzte nicht genügend "genervt" habe, sondern mich in das Schicksal einfügte. Andererseits: Mehr als einmal habe ich gehört, dass man mit über 50 schon mal das eine oder andere Zipperlein bekommen kann, das wäre normal....
Mein Rheumafaktor war immer positiv, aber das war für die Ärzte wohl kein Anlass etwas zu unternehmen. Mir wurde ab und an gesagt, dass es wohl das Anfangsstadium von Rheuma ist und ich solle es "beobachten". Gestern in der Rheumasprechstunde sagte eine Ärztin, dass ich noch viel zu jung bin, um so einen Röntgen-Befund zu haben. Ich bin 52.
Ich weiß nicht, wie man Ärzte dazu bringen kann, sich mehr für das Thema zu interessieren und Hilfesuchende nicht als empfindliche Leute abzutun, nur weil sie nicht genügend Fachwissen haben. Es ist einfach nur traurig, dass mir Jahr(zehnt)e meiner Gesundheit aus mangelndem Interesse dieser sog. Fachärzte unwiederbringlich genommen wurden.
Wollte ich einfach mal loswerden, bin aber natürlich hochfroh, dass ich nun in richtiger Behandlung bin.
Wir fahren vom 15.8. bis 1.9. nach Griechenland, wie ich das mit der Laborwertkontrolle (fällig 21.8.) in der Zeit hinkriegen soll, weiß ich noch nicht. Mit den Spritzen im Gepäck sehe mich schon am Flughafen als Junkie entlarvt. *g*
Therapie sieht wie folgt aus:
Decortin 5mg über 4 Wochen mit wöchentl. Reduzierung um 2,5 mg.
1x wöchentl. Methotrexat in die Bauchdecke spritzen. 24h später Folsäure einnehmen, soll die Nebenwirkungen von MTX verringern bzw. verhindern.
Auf das Cortison soll man zunehmen, und ich hab grad 12kg abgenommen. :/
Zuletzt bearbeitet:

:a_smil08:..sehr schön

