cecile.verne
Neues Mitglied
Hallo zusammen
Nachdem ich nun schon ein paar Mal hier mich zu Wort gemeldet habe und auch gute Tips von Euch erhalten habe betr. cP und all ihren Problemen, muss ich mein Herz erneut bei Euch ausschütten. Diesmal aber nicht im Zusammenhang mit meiner Krankheit: Am Sonntag morgen musste ich für immer Abschied von meinem lieben Pferdekameraden nehmen. Seit Atlanta's Geburt in meinen Armen vor 14 Jahren begleitete mich meine Stute durch's Leben. Sie hatte viele Macken, war z.B. äusserst ängstlich und psychisch eine Mimose. Aber lieb, lieb, lieb. Auch ihre Gesundheit machte vom ersten Lebenstag an immer wieder Sorgen. In den letzten Jahren hatte sie fast bei jedem brüsken Wetterwechsel Koliken. Doch jedes Mal konnten wir sie wieder "auf die Beine stellen". Nur eben am Sonntag, da sah es schlimm aus: Ich fand sie am Morgen beim Füttern um 6.30 Uhr triefend nass, und in einem erbärmlichen Zustand, liegend in ihrer Boxe. Der herbeigerufene Tierarzt meinte zwar, es sei nicht all zu tragisch. Mir gefiel die Sache nicht und ich fuhr sie in die Tierklinik nach Bern. Auch dort glaubten sie zuerst, dass es wohl nicht all zu dramatisch sei und behandelten sie mit Medikamenten und Infusionen. Doch am Mittag rief mich die diensttuende Tierärztin an und sagte mir, es gehe ihr nicht gut und ihr Zustand sei Besorgnis erregend. Wir entschlossen uns eine Operation zu wagen (bei einem Pferd nicht ganz so einfach). Eine Stunde später rief mich der zur OP herbeigerufene Professor an, es stehe schlecht um sie: eine Dünndarmschlinge habe sich in einer Lücke eingeklemmt und 2 m Darm seien bereits nekrotisch. Die OP-Prognose sei sehr schlecht an dieser Stelle der Nekrose und, wenn überhaupt sie die OP überstehen würde, sei das Wiedererlangen einer normalen Verdauung sehr zweifelhaft. Er selber würde bei seinem eigenen Pferd dieses Risiko nicht eingehen....
Schwersten Herzens musste ich auf Grund dieser Beurteilung der Situation die Einwilligung zur Euthanasie meiner "Freundin" geben.... und nun steht ihre Boxe einfach leer da, ein scheusslicher Zustand. Sicher werde ich mich wieder auf die Suche nach einem neuen Kameraden machen, doch dies ist nicht ganz so einfach und braucht Zeit und Geduld.
So nun habe ich Euch mit meinem Schicksal belastet, aber ich musste einfach sprechen, bzw. schreiben. Das hilft mir, meinen Schmerz zu ertragen!
Liebe Grüsse an alle
cecile.verne
Nachdem ich nun schon ein paar Mal hier mich zu Wort gemeldet habe und auch gute Tips von Euch erhalten habe betr. cP und all ihren Problemen, muss ich mein Herz erneut bei Euch ausschütten. Diesmal aber nicht im Zusammenhang mit meiner Krankheit: Am Sonntag morgen musste ich für immer Abschied von meinem lieben Pferdekameraden nehmen. Seit Atlanta's Geburt in meinen Armen vor 14 Jahren begleitete mich meine Stute durch's Leben. Sie hatte viele Macken, war z.B. äusserst ängstlich und psychisch eine Mimose. Aber lieb, lieb, lieb. Auch ihre Gesundheit machte vom ersten Lebenstag an immer wieder Sorgen. In den letzten Jahren hatte sie fast bei jedem brüsken Wetterwechsel Koliken. Doch jedes Mal konnten wir sie wieder "auf die Beine stellen". Nur eben am Sonntag, da sah es schlimm aus: Ich fand sie am Morgen beim Füttern um 6.30 Uhr triefend nass, und in einem erbärmlichen Zustand, liegend in ihrer Boxe. Der herbeigerufene Tierarzt meinte zwar, es sei nicht all zu tragisch. Mir gefiel die Sache nicht und ich fuhr sie in die Tierklinik nach Bern. Auch dort glaubten sie zuerst, dass es wohl nicht all zu dramatisch sei und behandelten sie mit Medikamenten und Infusionen. Doch am Mittag rief mich die diensttuende Tierärztin an und sagte mir, es gehe ihr nicht gut und ihr Zustand sei Besorgnis erregend. Wir entschlossen uns eine Operation zu wagen (bei einem Pferd nicht ganz so einfach). Eine Stunde später rief mich der zur OP herbeigerufene Professor an, es stehe schlecht um sie: eine Dünndarmschlinge habe sich in einer Lücke eingeklemmt und 2 m Darm seien bereits nekrotisch. Die OP-Prognose sei sehr schlecht an dieser Stelle der Nekrose und, wenn überhaupt sie die OP überstehen würde, sei das Wiedererlangen einer normalen Verdauung sehr zweifelhaft. Er selber würde bei seinem eigenen Pferd dieses Risiko nicht eingehen....
Schwersten Herzens musste ich auf Grund dieser Beurteilung der Situation die Einwilligung zur Euthanasie meiner "Freundin" geben.... und nun steht ihre Boxe einfach leer da, ein scheusslicher Zustand. Sicher werde ich mich wieder auf die Suche nach einem neuen Kameraden machen, doch dies ist nicht ganz so einfach und braucht Zeit und Geduld.
So nun habe ich Euch mit meinem Schicksal belastet, aber ich musste einfach sprechen, bzw. schreiben. Das hilft mir, meinen Schmerz zu ertragen!
Liebe Grüsse an alle
cecile.verne