Hallo Tobias,
ich möchte Dich beruhigen. Da ich selber seit nunmehr einem Jahr Morphium nehme, inzwischen leider auch in einer recht hohen Dosierung, habe ich genügend Erfahrung mit diesen Medis.
Benebelt war ich nicht, das geschah, als ich das erste Mal vor 3 Jahren Tramal nehmen musste. Seitdem bin ich bei jedem neuen Medi oder jeder Erhöhung sicherheitshalber vorsichtig und lasse mein Auto für 10 Tage stehen. Denn wie schon hier geschrieben wurde, die Medis, die wir nehmen müssen, sind keine Smarties.
Meine einzige Schwierigkeit besteht darin, mehrere Dinge gleichzeitig zu machen, also ein wichtiges Gespräch führen und nebenbei das Radio laufen zu haben – geht nicht, weil mein Gehirn dann überfordert zu sein scheint, ich deshalb nicht alles mitbekomme, was gesagt wurde.
Deshalb habe ich mir angewöhnt, grundsätzlich alles Schritt für Schritt zu erledigen, damit sich keine Fehler einschleichen.
Ferner war ich anfangs müder als sonst, sodass ich länger schlief. Es mag aber auch sein, dass aufgrund der deutlichen Schmerzreduzierung mein Körper sich einfach holte, was er über Monate nicht ausreichend bekam: erholsamen Schlaf.
Mein Rat an Dich, gerade angesichts Deiner Prüfung in wenigen Wochen:
Mache nichts zeitgleich, denn Multitasking schafft unser Gehirn nicht mehr.
Gib Deinem Körper die Ruhepausen, die er Dir signalisiert. Desto schneller ist Dein schmerzbedingtes Schlafdefizit aufgeholt und Du kannst Dich mit ungeahnt frischen Kräften auf die Prüfungen vorbereiten.
Ich wünsche Dir, dass Du mit dem Morphin gut zu Recht kommst. Denn wenn wir schon starke Schmerzmedis nehmen müssen, dann sollte es auch so verträglich wie möglich sein. Und unter guter ärztlicher Betreuung brauchst Du keine Angst vor einer Gewöhnung im Sinne von missbräuchlicher Abhängigkeit zu haben. Denn dies geschieht eigentlich nur, wenn man das Medi unregelmäßig nimmt und in stets wechselnder Stärke. Kontinuierlich als Retard-Kapsel, bei Anpassung an die jeweilige Schmerzintensität, ist Morphium ein gutes, verhältnismäßig Nebenwirkungsarmes Schmerzmedikament.
Mir wurde in der Schmerzambulanz gesagt, bei guter Betreuung und verantwortungsbewusstem Handeln der Patienten könne es sogar über Jahre in hoher Dosierung genommen werden, ohne dass negative Gewöhnungserscheinungen aufträten.
Ich hoffe, Dir ein wenig mehr Sicherheit vermittelt zu haben.
Ich wünsche Dir jedenfalls eine gute Schmerzreduzierung, optimal zumindest stundenweise Schmerzfreiheit.
Für Deine Prüfungen wünsche ich Dir viel Erfolg.
Liebe Grüße
Erika
ich möchte Dich beruhigen. Da ich selber seit nunmehr einem Jahr Morphium nehme, inzwischen leider auch in einer recht hohen Dosierung, habe ich genügend Erfahrung mit diesen Medis.
Benebelt war ich nicht, das geschah, als ich das erste Mal vor 3 Jahren Tramal nehmen musste. Seitdem bin ich bei jedem neuen Medi oder jeder Erhöhung sicherheitshalber vorsichtig und lasse mein Auto für 10 Tage stehen. Denn wie schon hier geschrieben wurde, die Medis, die wir nehmen müssen, sind keine Smarties.
Meine einzige Schwierigkeit besteht darin, mehrere Dinge gleichzeitig zu machen, also ein wichtiges Gespräch führen und nebenbei das Radio laufen zu haben – geht nicht, weil mein Gehirn dann überfordert zu sein scheint, ich deshalb nicht alles mitbekomme, was gesagt wurde.
Deshalb habe ich mir angewöhnt, grundsätzlich alles Schritt für Schritt zu erledigen, damit sich keine Fehler einschleichen.
Ferner war ich anfangs müder als sonst, sodass ich länger schlief. Es mag aber auch sein, dass aufgrund der deutlichen Schmerzreduzierung mein Körper sich einfach holte, was er über Monate nicht ausreichend bekam: erholsamen Schlaf.
Mein Rat an Dich, gerade angesichts Deiner Prüfung in wenigen Wochen:
Mache nichts zeitgleich, denn Multitasking schafft unser Gehirn nicht mehr.
Gib Deinem Körper die Ruhepausen, die er Dir signalisiert. Desto schneller ist Dein schmerzbedingtes Schlafdefizit aufgeholt und Du kannst Dich mit ungeahnt frischen Kräften auf die Prüfungen vorbereiten.
Ich wünsche Dir, dass Du mit dem Morphin gut zu Recht kommst. Denn wenn wir schon starke Schmerzmedis nehmen müssen, dann sollte es auch so verträglich wie möglich sein. Und unter guter ärztlicher Betreuung brauchst Du keine Angst vor einer Gewöhnung im Sinne von missbräuchlicher Abhängigkeit zu haben. Denn dies geschieht eigentlich nur, wenn man das Medi unregelmäßig nimmt und in stets wechselnder Stärke. Kontinuierlich als Retard-Kapsel, bei Anpassung an die jeweilige Schmerzintensität, ist Morphium ein gutes, verhältnismäßig Nebenwirkungsarmes Schmerzmedikament.
Mir wurde in der Schmerzambulanz gesagt, bei guter Betreuung und verantwortungsbewusstem Handeln der Patienten könne es sogar über Jahre in hoher Dosierung genommen werden, ohne dass negative Gewöhnungserscheinungen aufträten.
Ich hoffe, Dir ein wenig mehr Sicherheit vermittelt zu haben.
Ich wünsche Dir jedenfalls eine gute Schmerzreduzierung, optimal zumindest stundenweise Schmerzfreiheit.
Für Deine Prüfungen wünsche ich Dir viel Erfolg.
Liebe Grüße
Erika