Bluemle1979
Neues Mitglied
Hallo,
meine Geschichte zieht sich nun doch schon eine Weile und ständig heißt es, es besteht der hochgradige Verdacht auf M. Bechterew, dann kommen wieder Ärzte und sagen ich bilde mir es ein. Momentan bin ich wirklich verzweifelt, habe auch einfach Angst vor der Zukunft. Ich bin 40 Jahre alt und habe eine Sohn von knapp 12 Monaten, mit dem ich doch viel erleben möchte.
Vielleicht könnt ihr mir eure Einschätzung geben.
Mit 23 Jahren über 6 Monate Schmerzen am Rippen-Brustbeinbereich. Damals rheumatologische Abklärung, außer erhöhten Entzündungswerten alles unauffällig. Damals hieß es es seien "Verspannungen". Danach immer wieder Rückenschmerzen im LWS Bereich, allerdings auch über Monate beschwerdefreie Phasen.
Mit 32 Jahren Knieglenkserguß ohne Trauma, Ursache vermutlich ein Knorpelschaden, danach lange keine Beschwerden mehr.
Mit 38 Jahren nach einer Fehlgeburt schleichender Beginn von tiefsitzenden Rückenschmerzen mit wechselnder Ausstrahlung ins Gesäß. Vorstellung Orthopäde, MRT mit Facettenarthrose im LWK 4/5. Damals waren die Schmerzen allerdings bereits über den Iliosakralgelenken. Laut Orthopäde strahle die Facettenarthose aus. Seitdem immer wieder diese Rückenschmerzen, Besserung auf Ibu oder Diclofenac. Schmerzepisoden kommen schubweise, v.a. in der 2. Nachthälfte, ab 3 Uhr nur noch herumwelzen. Erneutes Rheumalabor und HLA-B27 durch die Hausärztin, außer erhöhten Entzündungswerten unauffällig.
Oktober 2018 Schwangerschaft, während der gesamten SW verschwinden die Beschwerden.
8 Wochen nach Geburt erneute Rückenschmerzen, so heftig wie noch nie. Kaum eine Nacht ab 3 Uhr ist Schlaf möglich, Besserung immer nach Bewegung. Massive Bewegungseinschränkung, Drehung kaum möglich. Begleitend Plantarfaszitis und Entzündung der Sehnen von Daumen und Kleinfinger. Entzündungswerte wieder erhöht.
Erneutes MRT mit der Fragestellung Faszitis, V.a. M. Bechterew. Letzendlich wird ein MRT der LWS gemacht und die Radiologin kommentiert: wer kam den auf diese komische Idee, dass sie einen Bechterew haben, da sind sie viel zu jung. Die Facettenartrhose sei nur minimal zu sehen.
Ich sei eine junge Mutter und die seien immer "verspannt".
Zwischenzeitlich bin ich bei einer Physiotherapeutin gelandet, die auf rheumatische Erkrankungen spezialisiert ist und diese erhebt vermutlich als erste Behandlerin überhaupt einen Befund und findet viele Auffälligkeiten, die ihrer Meinung auf einen Bechterew hinweisen.
Die Vorstellung beim Rheumatologen ist schwierig, da alle einen Aufnahmestopp haben. Meine Hausärztin ergattert bei einem Internisten, der früher als Rheumatologe gearbeitet hat, eine Termin. Dieser sieht anhand der Symptome schon Hinweise, schließt es aber aufgrund des unauffälligen MRT aus.
Meine Hausärztin verordnet immerhin immer wieder Physio, so dass ich 1x pro Woche zu der Physiotherapeutin gehe und auch täglich meine Übungen mache. Ich habe Phasen, in denen es mir gut geht. Alle 4 Wochen habe ich meine Rückenschmerzen, die ich durch frühzeitige Einnahme von Diclo meist gut in Griff bekomme. Dazwischen habe ich immer wieder eine Plantarfaszitis, ist von der Physio bearbeitet wird und sich dann auch bessert.
Nun hatte ich die Hoffnung, dass ich doch keinen Bechterew habe.
Bis vor 2 Wochen... Das erste Mal Schmerzen im linken Kniegelenk, wobei diese sich eher auf den Oberschenkelmuskel beziehen. Von Tag zu Tag wird es schlimmer, so das sich doch zum Orthopäden bin - bewußt dieses Mal zu einem anderen.
Dieser ist über meine Vorgeschichte nicht informiert und stellt fest: massiver Kniegelenkserguß mit deutlich entzündeten Sehnen vom Oberschenkelmuskel. Es erfolgt Punktion (für Diagnostik und Entlastung) und nochmals das ganze Rheumalabor. Der Orthopäde ist sich zu 99% sicher, dass es sich um was rheumatisches handelt. Und nachdem ich ihm die Vorschichte erzählt habe, sagt er nur: was soll es denn sonst sein? Das MRT zweifelt er an, denn er meinte man hätte entweder ein Kontrastmittel spritzen müssen oder eine "Entzündungssequenz" fahren müssen. Tja und jetzt stehe ich wieder da mit der Frage: Bechterew ja oder nein.
Momentan bin ich ziemlich durch den Wind, denn das Knie ist schon übel, nicht schön mit einem kleinen Kind. Die Angst, dass ich vielleicht nicht mehr richtig laufen kann usw...
Kann mir jemand Mut machen?
Und wie war es bei euch mit dem MRT?
Sorry für den langen Post.... Freue mich über antworten.
meine Geschichte zieht sich nun doch schon eine Weile und ständig heißt es, es besteht der hochgradige Verdacht auf M. Bechterew, dann kommen wieder Ärzte und sagen ich bilde mir es ein. Momentan bin ich wirklich verzweifelt, habe auch einfach Angst vor der Zukunft. Ich bin 40 Jahre alt und habe eine Sohn von knapp 12 Monaten, mit dem ich doch viel erleben möchte.
Vielleicht könnt ihr mir eure Einschätzung geben.
Mit 23 Jahren über 6 Monate Schmerzen am Rippen-Brustbeinbereich. Damals rheumatologische Abklärung, außer erhöhten Entzündungswerten alles unauffällig. Damals hieß es es seien "Verspannungen". Danach immer wieder Rückenschmerzen im LWS Bereich, allerdings auch über Monate beschwerdefreie Phasen.
Mit 32 Jahren Knieglenkserguß ohne Trauma, Ursache vermutlich ein Knorpelschaden, danach lange keine Beschwerden mehr.
Mit 38 Jahren nach einer Fehlgeburt schleichender Beginn von tiefsitzenden Rückenschmerzen mit wechselnder Ausstrahlung ins Gesäß. Vorstellung Orthopäde, MRT mit Facettenarthrose im LWK 4/5. Damals waren die Schmerzen allerdings bereits über den Iliosakralgelenken. Laut Orthopäde strahle die Facettenarthose aus. Seitdem immer wieder diese Rückenschmerzen, Besserung auf Ibu oder Diclofenac. Schmerzepisoden kommen schubweise, v.a. in der 2. Nachthälfte, ab 3 Uhr nur noch herumwelzen. Erneutes Rheumalabor und HLA-B27 durch die Hausärztin, außer erhöhten Entzündungswerten unauffällig.
Oktober 2018 Schwangerschaft, während der gesamten SW verschwinden die Beschwerden.
8 Wochen nach Geburt erneute Rückenschmerzen, so heftig wie noch nie. Kaum eine Nacht ab 3 Uhr ist Schlaf möglich, Besserung immer nach Bewegung. Massive Bewegungseinschränkung, Drehung kaum möglich. Begleitend Plantarfaszitis und Entzündung der Sehnen von Daumen und Kleinfinger. Entzündungswerte wieder erhöht.
Erneutes MRT mit der Fragestellung Faszitis, V.a. M. Bechterew. Letzendlich wird ein MRT der LWS gemacht und die Radiologin kommentiert: wer kam den auf diese komische Idee, dass sie einen Bechterew haben, da sind sie viel zu jung. Die Facettenartrhose sei nur minimal zu sehen.
Ich sei eine junge Mutter und die seien immer "verspannt".
Zwischenzeitlich bin ich bei einer Physiotherapeutin gelandet, die auf rheumatische Erkrankungen spezialisiert ist und diese erhebt vermutlich als erste Behandlerin überhaupt einen Befund und findet viele Auffälligkeiten, die ihrer Meinung auf einen Bechterew hinweisen.
Die Vorstellung beim Rheumatologen ist schwierig, da alle einen Aufnahmestopp haben. Meine Hausärztin ergattert bei einem Internisten, der früher als Rheumatologe gearbeitet hat, eine Termin. Dieser sieht anhand der Symptome schon Hinweise, schließt es aber aufgrund des unauffälligen MRT aus.
Meine Hausärztin verordnet immerhin immer wieder Physio, so dass ich 1x pro Woche zu der Physiotherapeutin gehe und auch täglich meine Übungen mache. Ich habe Phasen, in denen es mir gut geht. Alle 4 Wochen habe ich meine Rückenschmerzen, die ich durch frühzeitige Einnahme von Diclo meist gut in Griff bekomme. Dazwischen habe ich immer wieder eine Plantarfaszitis, ist von der Physio bearbeitet wird und sich dann auch bessert.
Nun hatte ich die Hoffnung, dass ich doch keinen Bechterew habe.
Bis vor 2 Wochen... Das erste Mal Schmerzen im linken Kniegelenk, wobei diese sich eher auf den Oberschenkelmuskel beziehen. Von Tag zu Tag wird es schlimmer, so das sich doch zum Orthopäden bin - bewußt dieses Mal zu einem anderen.
Dieser ist über meine Vorgeschichte nicht informiert und stellt fest: massiver Kniegelenkserguß mit deutlich entzündeten Sehnen vom Oberschenkelmuskel. Es erfolgt Punktion (für Diagnostik und Entlastung) und nochmals das ganze Rheumalabor. Der Orthopäde ist sich zu 99% sicher, dass es sich um was rheumatisches handelt. Und nachdem ich ihm die Vorschichte erzählt habe, sagt er nur: was soll es denn sonst sein? Das MRT zweifelt er an, denn er meinte man hätte entweder ein Kontrastmittel spritzen müssen oder eine "Entzündungssequenz" fahren müssen. Tja und jetzt stehe ich wieder da mit der Frage: Bechterew ja oder nein.
Momentan bin ich ziemlich durch den Wind, denn das Knie ist schon übel, nicht schön mit einem kleinen Kind. Die Angst, dass ich vielleicht nicht mehr richtig laufen kann usw...
Kann mir jemand Mut machen?
Und wie war es bei euch mit dem MRT?
Sorry für den langen Post.... Freue mich über antworten.