Monoarthritis und MTX? Brauche Rat

Vermont

Neues Mitglied
Hallo,
Vor einem Jahr hat sich mein Knie das erste Mal mit Fluessigkeit gefuellt, einfach so. Man hat das Knie punktiert, die Fluessigkeit und das Blut ausgepraegt kontrolliert, und ausser einer Entzuendung waren alle Werte ok. Rheumafaktoren waren auch negativ. Bei einer Arthroskopie stellte man fest, dass ich einen Knorpelschaden hinter der Kniescheibe habe. Der Rheumatologe hat als Diagnose Monoarthritis gestellt, er sagt, der Knorpelschaden kann nicht die Ursache fuer diese Entzuendung sein, etwas anderes muss dafuer verantwortlich sein, was auch immer es ist. Ich habe fast keine Schmerzen, aber leider fuellt sich das Knie immer wieder. Bis jetzt habe ich das Knie 5x punktiert und anschliessend Kortison gespritzt, was auf Dauer keine Loesung ist. Mein Rheumatologe hat mir jetzt vorgeschlagen, Methotrexat einzunehmen, da es mit Kortison nicht bessert. Er moechte es jetzt anders probieren, das Problem in den Griff zu bekommen. Ich habe ziemlich Schiss davor, da das Medikament auch nicht ohne ist. Schiesst man da nicht mit einer Kanone auf Spatzen? Hat da jemand Erfahrungen oder eine Idee oder soll ich einfach mal abwarten?:confused:
Vermont
 
Herzliche Willkommen

Vermont

Monoarthritis:

Oligoarthritis Typ I
Präferenzalter: Kleinkindalter. Mädchen häufiger betroffen. Beginnt als Monoarthritis der Knie- und Sprunggelenke. Kontrakturen und Fehlstellungen. Weitere Gelenke (Hand, Ellbogen, einzelne Finger- und Zehengelenke) können folgen. Gefährliche Komplikation: chronische Iridozyklitis (symptomarm, keine Rötung, keine Schmerzen), im Verlauf aber maligne. Synechien im Schlemm’schen Kanal können ein Engwinkelglaukom verursachen; Erblindungsgefahr! Regelmäßige Spaltlampenuntersuchungen (alle vier bis sechs Wochen) notwendig!

Oligoarthritis Typ II
Beginnt nach dem zehnten Lebensjahr, Buben primär betroffen. Bei 90 Prozent: HLA-B27 positive Familienanamnese bezüglich HLA-B27 assoziierter Erkrankungen (M. Bechterew). Beginn der Oligoarthritis: bevorzugt an den Knieund Sprunggelenken, fakultative Beteiligung einzelner Zehen- und/oder Fingergelenke. Hüftgelenke destruktionsgefährdet. Bei mehr als 50 Prozent: chronische Entzündungen im Bereich der Sehnenansätze (Enthesitis).


http://images.google.de/imgres?imgu...oarthritis+knie&gbv=2&svnum=10&hl=de&ie=UTF-8


Monoarthritis oder asymmetrische Oligoarthritis
Diese Verlaufsform ist mit etwa 70 % am häufigsten vertreten. Bei der Monoarthritis ist ein einzelnes (= "mono") großes Gelenk, bei der asymmetrischen Oligoarthritis wenige (= "oligo") große Gelenke wie Knie oder Ellenbogen betroffen. Diese Form der Psoriasis-Arthritis findet sich häufig vergesellschaftet mit einem Befall der Mittel- und Endgelenke von Fingern und Zehen sowie der Zehengrundgelenke.

http://209.85.135.104/search?q=cach...hritis+knie&hl=de&ct=clnk&cd=4&gl=de&ie=UTF-8

Nach ihrer Ursache unterscheidet man infektiöse Gelenkentzündungen, die rheumatoide Arthritis, die Gicht-Arthritis, die Psoriasis-Arthritis und viele mehr.

Jedes Gelenk im menschlichen Körper kann von einer Entzündung betroffen sein, z.B. Knie-, Schulter-, Hüft- oder Fingergelenke. Ist nur ein Gelenk entzündet, spricht man von einer Monoarthritis, sind mehrere betroffen, von einer Polyarthritis.

Die Entzündung kann plötzlich auftreten ( akute Arthritis), etwa durch eine Infektion, oder länger andauern ( chronische Arthritis) wie die rheumatoide Arthritis.

http://209.85.135.104/search?q=cach...hritis+knie&hl=de&ct=clnk&cd=5&gl=de&ie=UTF-8

Methotrexat Monoarthritis:

Die chronische Polyarthritis (CP) stellt die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung dar und tritt bei etwa 1 % der Bevölkerung auf. Spektrum reicht von langsam schleichendem bis gelegentlich akutem Beginn, von manchmal sehr milden bis hin zu schweren, die Gelenke zerstörenden Formen, auch mit Beteiligung innerer Organe und früher, schwerer Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes mit Frühinvalidität und Pflegebedürftigkeit. Die Diagnose wird im allgemeinen anhand der Kriterien der ARA (American Rheumatism Association) gestellt. Wesentlich für den typischen Verlauf einer CP ist die Involvierung der Gelenke der Hände oder auch der Füße. Laborparameter spielen sowohl zur Diagnose, als auch für die Prognose der CP eine wesentliche Rolle. Daneben stellen bildgebende Verfahren die dritte Säule in der Diagnostik der CP dar, wobei die klassische Röntgentechnik vor allem ossäre Veränderungen visualisiert. Mit Sonographie und MRT lassen sich auch Weichteilveränderungen verifizieren. Differentialdiagnosen stellen die seronegativen (Spond)-Arthritiden, wie Arthritis psoriatica, Enteropathische Arthritiden, Reiter-Syndrom und Spondylitis ankylosans mit peripherer Gelenkbeteiligung dar, weiters die Parvovirus-induzierte Arthritis, Kristallarthropathien und die septische Arthritis. Prognostisch besonders bedeutsam erscheint die frühe Diagnose und damit die rasche therapeutische Intervention. Die medikamentöse Behandlung der CP basiert im wesentlichen auf drei Pfeilern, Nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), Corticoiden und Basistherapeutika, für die eine krankheitsmodifizierende Wirkung nachgewiesen wurde. Neuere experimentelle Therapien umfassen die Erprobung von Substanzen, wie Tenidap, Leflunomid, Bakterienextrakten, Antibiotika und auch Biologika. Durch diese therapeutischen Optionen ergeben sich neue Perspektiven zur effektiveren Behandlung der CP.

http://www.springerlink.com/content/m86ek1umxwf79jwy/

Ich würde mir eine zweite Meinung einholen.

Bei meinem Knie wurde auch oft punktiert
9 OP habe ich an meinem Knie machen lassen
und es ist nicht besser geworden,
letzte OP war eine Umstellung.
Ich habe kein Rheuma.

LG Gisi
 
Vielen Dank fuer die Antworten. Ja, das Problem scheint "nur" das Knie zu sein. Ich hatte im letzten Jahr Physiotherapie, ich habe es auch mit Homoeopathie und Chinesischer Medizin versucht, und ich mache taeglich Kraftuebungen, um die Muskeln an meinem Bein aufzubauen. Wenn dann ein erneuter Erguss auftritt, ist das soo demolierend. Lymphdrainage scheint auch noch eine Moeglichkeit.
Ich bin froh fuer Dich LG Gisi, dass Du kein Rheuma hast
 
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