verbal eine Runde 'rausheulen:
Ersteinmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich so wenig präsent im Reagieren bin - obwohl es mir eine Zeit so gut ging, hab ich meine Energie überwiegend darauf verwendet, Dinge zu tun, die ganz egoistisch (aber vielleicht nachvollziehbar) mir und den Meinen guttaten und nur einen Blick ins Forum geworfen, mehr als "werfen" eben nicht. Ich schäme mich ein wenig dafür, denn wir sind ja hier ein Geben und Nehmen und ich will versuchen, in Zukunft besser danach zu handeln. Obwohl - auf vieles kann ich auch gar nicht reagieren, weil ich es ganz einfach nicht weiß, aber trotzdem, Anteilnahme sollte immer möglich sein - hab ich mir jetzt fest vorgenommen.
Dann die Runde Heulen:
Die Heilung nach meiner Fuß-OP kostet mich ja nach wie vor Nerven und Kraft. Jetzt hab ich mal wieder auf Anraten meiner Rheuma-Doc für 1 Woche Arava und MTX ausgesetzt und lebe von 6 mg Cortison täglich verbunden mit dem Bemühen, das wirklich und endlich mal auf 5 mg herunterzubekommen. Gelingt mir allerdings im Augenblick überhaupt nicht sonderlich, die Gelenke mucken wieder auf. Und ich hab ziemliche Angst davor, wieder erhöhen zu müssen, wenn sich u.U. die MTX-und Arava-Fehlzeiten bemerkbar machen sollten.
Gleichzeitig quäle ich mich mit meiner eherenamtlichen Arbeit herum. Der Verein besteht z.Zt. außer mir aus 2 weiteren MitarbeiterInnen, deren Alter allerdings bei 70 Jahre liegt (Vorstand). Geld ist knapp und alles ist im Grunde nur "Flickzeug". Der Computer, Drucker - uralt, Fotokpierer - uralt, Schreibmaschinen - uralt - entsprechend geben sie nach und nach den Dienst auf oder streiken. Und dann liege ich vor dem Drucker, der natürlich knapp über dem Fussboden im Regal steht und versuche, ihn mit meinem Halbwissen zu richten. Um mich anschließend überhaupt nicht zu wundern, dass mein Knie und meine Schulter und meine Handgelenke schmerzen. Der Rechner ist auch nicht in Ordnung, die Tastatur hat Macken, eine Neue ist nicht leistbar und auch nur Verwendung eines ganz bestimmten Adapters installierbar und diesen gibt es kaum noch (in einigen Geschäften wurde ich schmunzelnd auf das Alter des Rechners hingewiesen, also äußerst mühsam, einen überhaupt noch irgendwo zu erwischen). Kurz und gut, der ganze "Laden" ist überaltert und das Problem ist, dass alle Problemlösungen mir überlassen werden, so ganz stillschweigend. Und dieses "stillschweigende" macht es auch so schwer, darauf zu reagieren obwohl ich es schon etliche Male getan hab.
Meine 1. Vorsitzende, die ich menschlich bewundere und schätze, ist gesundheitlich angeschlagen, plant aber einen Kleidermarkt und nimmt seit Monaten jede Menge Kleidung an - trotz aller anderen Absprachen. Nun haben wir die Klamotten liegen, sie müssen sortiert werden, der Kleidermarkt organisiert - Flugblätter erstellen, Flyer erstellen - was sie sich so vorstellt - und alles an Hilfsmitteln streikt - s.o. Fotokopierer, Schreibmaschine, Drucker - und Geld für Reparaturen darf nicht ausgegeben werden, denn wir müssen ja so lange wie möglich noch durchhalten, damit endlich - wie sie meint - die zündende Idee zur Vereinsrettung kommen wird.
Ich könnte nur noch heulen, ich fühl mich so hilflos ausgeliefert, ich kann mich nicht richtig wehren, weil ich sie eigentlich achte und mich moralisch verpflichtet fühle, weiterzumachen. Und dann wundere ich mich, dass mir die Gelenke wehtun. Es zieht mich so `'runter z.Zt., ich kann den Sonnenschein gar nicht genießen.
Und jetzt will ich lieber aufhören, die Tränen sitzen mir schon wieder in der Kehle, danke fürs Lesen und dass ich hier einen Ort habe, an dem ich mich verbal wenigstens mal ausheulen darf.
Danke,
JMCL
Ersteinmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich so wenig präsent im Reagieren bin - obwohl es mir eine Zeit so gut ging, hab ich meine Energie überwiegend darauf verwendet, Dinge zu tun, die ganz egoistisch (aber vielleicht nachvollziehbar) mir und den Meinen guttaten und nur einen Blick ins Forum geworfen, mehr als "werfen" eben nicht. Ich schäme mich ein wenig dafür, denn wir sind ja hier ein Geben und Nehmen und ich will versuchen, in Zukunft besser danach zu handeln. Obwohl - auf vieles kann ich auch gar nicht reagieren, weil ich es ganz einfach nicht weiß, aber trotzdem, Anteilnahme sollte immer möglich sein - hab ich mir jetzt fest vorgenommen.
Dann die Runde Heulen:
Die Heilung nach meiner Fuß-OP kostet mich ja nach wie vor Nerven und Kraft. Jetzt hab ich mal wieder auf Anraten meiner Rheuma-Doc für 1 Woche Arava und MTX ausgesetzt und lebe von 6 mg Cortison täglich verbunden mit dem Bemühen, das wirklich und endlich mal auf 5 mg herunterzubekommen. Gelingt mir allerdings im Augenblick überhaupt nicht sonderlich, die Gelenke mucken wieder auf. Und ich hab ziemliche Angst davor, wieder erhöhen zu müssen, wenn sich u.U. die MTX-und Arava-Fehlzeiten bemerkbar machen sollten.
Gleichzeitig quäle ich mich mit meiner eherenamtlichen Arbeit herum. Der Verein besteht z.Zt. außer mir aus 2 weiteren MitarbeiterInnen, deren Alter allerdings bei 70 Jahre liegt (Vorstand). Geld ist knapp und alles ist im Grunde nur "Flickzeug". Der Computer, Drucker - uralt, Fotokpierer - uralt, Schreibmaschinen - uralt - entsprechend geben sie nach und nach den Dienst auf oder streiken. Und dann liege ich vor dem Drucker, der natürlich knapp über dem Fussboden im Regal steht und versuche, ihn mit meinem Halbwissen zu richten. Um mich anschließend überhaupt nicht zu wundern, dass mein Knie und meine Schulter und meine Handgelenke schmerzen. Der Rechner ist auch nicht in Ordnung, die Tastatur hat Macken, eine Neue ist nicht leistbar und auch nur Verwendung eines ganz bestimmten Adapters installierbar und diesen gibt es kaum noch (in einigen Geschäften wurde ich schmunzelnd auf das Alter des Rechners hingewiesen, also äußerst mühsam, einen überhaupt noch irgendwo zu erwischen). Kurz und gut, der ganze "Laden" ist überaltert und das Problem ist, dass alle Problemlösungen mir überlassen werden, so ganz stillschweigend. Und dieses "stillschweigende" macht es auch so schwer, darauf zu reagieren obwohl ich es schon etliche Male getan hab.
Meine 1. Vorsitzende, die ich menschlich bewundere und schätze, ist gesundheitlich angeschlagen, plant aber einen Kleidermarkt und nimmt seit Monaten jede Menge Kleidung an - trotz aller anderen Absprachen. Nun haben wir die Klamotten liegen, sie müssen sortiert werden, der Kleidermarkt organisiert - Flugblätter erstellen, Flyer erstellen - was sie sich so vorstellt - und alles an Hilfsmitteln streikt - s.o. Fotokopierer, Schreibmaschine, Drucker - und Geld für Reparaturen darf nicht ausgegeben werden, denn wir müssen ja so lange wie möglich noch durchhalten, damit endlich - wie sie meint - die zündende Idee zur Vereinsrettung kommen wird.
Ich könnte nur noch heulen, ich fühl mich so hilflos ausgeliefert, ich kann mich nicht richtig wehren, weil ich sie eigentlich achte und mich moralisch verpflichtet fühle, weiterzumachen. Und dann wundere ich mich, dass mir die Gelenke wehtun. Es zieht mich so `'runter z.Zt., ich kann den Sonnenschein gar nicht genießen.
Und jetzt will ich lieber aufhören, die Tränen sitzen mir schon wieder in der Kehle, danke fürs Lesen und dass ich hier einen Ort habe, an dem ich mich verbal wenigstens mal ausheulen darf.
Danke,
JMCL