Susanne L.
Mitglied
@alle
Da war ich nun so lange auf der Suche nach einer Diagnose, weil so viele Dinge zusammen passten, Beschwerdebilder, Verlauf, Folgeerkrankungen, OP's - ich habe oft hier im Forum gelesen (und geschrieben) und dachte manches Mal: Die Probleme, die hier geschildert werden, die habe ich auch alle ... Und: So viele Zufälle auf einen Haufen, das gibt's ja gar nicht! Aber ich dachte auch: Hab Geduld, die Suche dauert ja bei den Meisten lange.
Nun war ich vor einigen Wochen bei einer orthopädischen Rheumatologin; es war mein erster Besuch bei ihr, und sie stellte mir Fragen, wie zum Beispiel die, was bei der OP an der Halswirbelsäule (war 2005) gemacht worden ist. Nun ja, zu Hause schau' ich mir nochmals alle Krankenhausberichte von damals an, auch den von 2004, wo ich nur zur Diagnostik war und man mich ohne alles wieder wegschickte - in extrem schlechten Zustand (die OP erfolgte ein halbes Jahr später - in einer anderen Klinik, an die wir uns dann gewandt hatten.) Ich lese mir also alles noch einmal durch, und da passierte es. Es sprang mir plötzlich dieser Satz entgegen:
Bildmorphologisch sekundäre Arthrose mit basilärer Impression bei fortgeschrittener Rheumatoidarthritis.
Wie gesagt, ein Bericht aus dem Jahr 2004! Ich denk, mich laust der Affe! Da steht also seit Jahren eine Diagnose fest und keiner der Ärzte, bei denen ich bisher war, und denen ich diesen Bericht als Kopie übergeben habe, sah sich veranlasst, darauf zu reagieren. Einschließlich des Hausarztes, der mich damals zwecks Diagnostik in diese Klinik eingewiesen hatte. Ich fasse es nicht!
Leider gab es damals bei der Entlassung keinen Hinweis, keine Empfehlung, wo ich gleich hätte nachhaken können. Es gab überhaupt kein Abschlussgespräch. So sind mittlerweile über vier Jahre ins Land gegangen - ohne dass eine Behandlung erfolgte. Nichts. Ich kann es immer noch nicht glauben.
Meine Frage an Euch alle: Habt Ihr solche Dinge auch schon erlebt, dass Euch als Patient die Diagnose nicht einmal mitgeteilt wird, geschweige denn, eine Therapie erfolgt???
Hab mich inzwischen bei einem internistischen Rheumatologen angemeldet, was mir bisher nie gelungen war. Glücklicherweise hat in unserer Region kürzlich einer seine Tätigkeit begonnen, der auch noch Patienten annimmt.
Wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr mir Eure Erfahrungen mitteilen könntet. Ich bin so wütend! Auf die Ärzte, die sich die Berichte offensichtlich gar nicht richtig durchlesen, aber auch auf mich selber. Dass ich nicht eher drauf gekommen bin, nochmals genauer nachzusehen!
lg
Susanne
Da war ich nun so lange auf der Suche nach einer Diagnose, weil so viele Dinge zusammen passten, Beschwerdebilder, Verlauf, Folgeerkrankungen, OP's - ich habe oft hier im Forum gelesen (und geschrieben) und dachte manches Mal: Die Probleme, die hier geschildert werden, die habe ich auch alle ... Und: So viele Zufälle auf einen Haufen, das gibt's ja gar nicht! Aber ich dachte auch: Hab Geduld, die Suche dauert ja bei den Meisten lange.
Nun war ich vor einigen Wochen bei einer orthopädischen Rheumatologin; es war mein erster Besuch bei ihr, und sie stellte mir Fragen, wie zum Beispiel die, was bei der OP an der Halswirbelsäule (war 2005) gemacht worden ist. Nun ja, zu Hause schau' ich mir nochmals alle Krankenhausberichte von damals an, auch den von 2004, wo ich nur zur Diagnostik war und man mich ohne alles wieder wegschickte - in extrem schlechten Zustand (die OP erfolgte ein halbes Jahr später - in einer anderen Klinik, an die wir uns dann gewandt hatten.) Ich lese mir also alles noch einmal durch, und da passierte es. Es sprang mir plötzlich dieser Satz entgegen:
Bildmorphologisch sekundäre Arthrose mit basilärer Impression bei fortgeschrittener Rheumatoidarthritis.
Wie gesagt, ein Bericht aus dem Jahr 2004! Ich denk, mich laust der Affe! Da steht also seit Jahren eine Diagnose fest und keiner der Ärzte, bei denen ich bisher war, und denen ich diesen Bericht als Kopie übergeben habe, sah sich veranlasst, darauf zu reagieren. Einschließlich des Hausarztes, der mich damals zwecks Diagnostik in diese Klinik eingewiesen hatte. Ich fasse es nicht!
Leider gab es damals bei der Entlassung keinen Hinweis, keine Empfehlung, wo ich gleich hätte nachhaken können. Es gab überhaupt kein Abschlussgespräch. So sind mittlerweile über vier Jahre ins Land gegangen - ohne dass eine Behandlung erfolgte. Nichts. Ich kann es immer noch nicht glauben.
Meine Frage an Euch alle: Habt Ihr solche Dinge auch schon erlebt, dass Euch als Patient die Diagnose nicht einmal mitgeteilt wird, geschweige denn, eine Therapie erfolgt???
Hab mich inzwischen bei einem internistischen Rheumatologen angemeldet, was mir bisher nie gelungen war. Glücklicherweise hat in unserer Region kürzlich einer seine Tätigkeit begonnen, der auch noch Patienten annimmt.
Wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr mir Eure Erfahrungen mitteilen könntet. Ich bin so wütend! Auf die Ärzte, die sich die Berichte offensichtlich gar nicht richtig durchlesen, aber auch auf mich selber. Dass ich nicht eher drauf gekommen bin, nochmals genauer nachzusehen!

lg
Susanne



