Illyria
Bekanntes Mitglied
Hallo zusammen,
ich lese hier schon seit Monaten kreuz und quer, und habe auf viele meiner Fragen schon Antworten gefunden. Nun habe ich aber noch ein paar spezielle Fragen.
zu meiner Geschichte:
vor 9 Monaten fing alles an mit Schmerzen in der Leiste, im Unterarm, in den Händen, im Nacken etc. Ich konnte teilweise kaum noch laufen, schlafen war erst recht nicht mehr möglich, da die Schmerzen in Ruhe am schlimmsten waren. Morgens war ich steif wie ein Brett, es hat bis zu einer Stunde gedauert, bis ich wieder einigermaßen gerade war.
Nach Besuch beim Hausarzt und Orthopäden kam heraus, dass ich in der Hüfte und in den Fingergelenken Arthrose habe, ebenfalls einen Gelenkserguss in der Hüfte. Die Blutwerte waren recht hoch und wiesen auf eine rheumatische Erkrankung hin. ( CRP war 37. 5 mg/l, (Ref. bis 5), ANA IgM 1:80, gesprenkelt, RF IgM 47,6 (Ref bis 14.9), CCP-AK ECLIA 40.0 (Ref <17).
Kurz danach, also recht schnell, war ich bei einem Rheumatologen, da gab es dann die Diagnose rheumatoide Arthritis und aktivierte Arthrose. Er gab mir 15 mg Cortison, und nach 2 Wochen ging es mir schon wieder recht gut. Ich sollte dann das Kortison wieder zügig runtersetzen. Aber das war anscheinend nicht gut, jedenfalls bekam ich dann eine riesige Bakerzyste im Kniegelenk. Das Knie ist bis heute mein größtes Problem. Eine Punktion war erfolglos, inzwischen ist die Zyste schon oft geplatzt, was sehr schmerzhaft war, und ich habe seit 8 Wochen zusätzlich einen Gelenkserguss. Das Knie und auch der Oberschenkel sind stark geschwollen, der Umfang ist rechts ca 6 cm mehr als links. Strecken und beugen ist nur bis zu einem gewissen Grad möglich.
Seit 5 Wochen bekomme ich nun zusätzlich zum Cortison 15 mg MTX als Spritze. Der Rest vom Körper tut mal mehr und mal weniger weh. Nach dem sitzen bin ich noch oft ein paar Minuten recht steif, ich nehme aber keine Schmerzmittel aktuell. Es ist alles nicht mehr so schlimm wie am Anfang, aber leider auch weit entfernt von gut. Ich bin oft müde und erschöpft, und auch psychisch immer weniger belastbar.
Ich habe gelesen, dass hier Viele ebenfalls Probleme mit Kniegelenksergüssen oder Zysten haben. Wurde es bei euch besser oder ging sogar ganz weg durch MTX? Oder was hat sonst geholfen? Ich habe Quarkwickel und Umschläge mit Retterspitz probiert, nehme Enzyme, kriege Lymphdrainagen, aber es tut sich absolut nichts. Die Orthopäden wissen auch nicht weiter, außer mir Spritzen mit wahlweise Eigenblut oder Hyaluronsäure anzubieten, und mir eine Schlittenprothese in ein paar Jahren reinzusetzen.
Ich arbeite 6 Stunden täglich im Büro, und pflege seit 20 Jahren meine Mutter (Pflegestufe 1). Die tägliche Hilfe bei der Körperpflege, einkaufen, Essen machen etc, schaffe ich noch einigermaßen gut, und für das putzen habe ich ihr nun eine Putzhilfe besorgt, die mir demnächst auch helfen soll, denn putzen schaffe ich kaum noch.
Ist jemand in der gleichen Lage, und hat trotzdem er Pflegeperson ist, einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt? Kann es da zu Problemen kommen? Ich möchte auf keinen Fall die Pflege meiner Mutter aufgeben, solange es nicht noch schlimmer wird.
Wann wäre denn der richtige Zeitpunkt um den Antrag zu stellen? Ist es jetzt noch zu früh? Ich könnte den finanziellen Ausgleich und die zusätzlichen Urlaubstage gut gebrauchen, ich brauche immer mehr Geld für Zuzahlungen zur Lymphdrainage, Medikamente, Putzhilfe.
Das wären erstmal die wichtigsten Fragen. Bestimmt fällt mir im Laufe der Zeit aber noch mehr ein. Erstmal Danke für's lesen.
ich lese hier schon seit Monaten kreuz und quer, und habe auf viele meiner Fragen schon Antworten gefunden. Nun habe ich aber noch ein paar spezielle Fragen.
zu meiner Geschichte:
vor 9 Monaten fing alles an mit Schmerzen in der Leiste, im Unterarm, in den Händen, im Nacken etc. Ich konnte teilweise kaum noch laufen, schlafen war erst recht nicht mehr möglich, da die Schmerzen in Ruhe am schlimmsten waren. Morgens war ich steif wie ein Brett, es hat bis zu einer Stunde gedauert, bis ich wieder einigermaßen gerade war.
Nach Besuch beim Hausarzt und Orthopäden kam heraus, dass ich in der Hüfte und in den Fingergelenken Arthrose habe, ebenfalls einen Gelenkserguss in der Hüfte. Die Blutwerte waren recht hoch und wiesen auf eine rheumatische Erkrankung hin. ( CRP war 37. 5 mg/l, (Ref. bis 5), ANA IgM 1:80, gesprenkelt, RF IgM 47,6 (Ref bis 14.9), CCP-AK ECLIA 40.0 (Ref <17).
Kurz danach, also recht schnell, war ich bei einem Rheumatologen, da gab es dann die Diagnose rheumatoide Arthritis und aktivierte Arthrose. Er gab mir 15 mg Cortison, und nach 2 Wochen ging es mir schon wieder recht gut. Ich sollte dann das Kortison wieder zügig runtersetzen. Aber das war anscheinend nicht gut, jedenfalls bekam ich dann eine riesige Bakerzyste im Kniegelenk. Das Knie ist bis heute mein größtes Problem. Eine Punktion war erfolglos, inzwischen ist die Zyste schon oft geplatzt, was sehr schmerzhaft war, und ich habe seit 8 Wochen zusätzlich einen Gelenkserguss. Das Knie und auch der Oberschenkel sind stark geschwollen, der Umfang ist rechts ca 6 cm mehr als links. Strecken und beugen ist nur bis zu einem gewissen Grad möglich.
Seit 5 Wochen bekomme ich nun zusätzlich zum Cortison 15 mg MTX als Spritze. Der Rest vom Körper tut mal mehr und mal weniger weh. Nach dem sitzen bin ich noch oft ein paar Minuten recht steif, ich nehme aber keine Schmerzmittel aktuell. Es ist alles nicht mehr so schlimm wie am Anfang, aber leider auch weit entfernt von gut. Ich bin oft müde und erschöpft, und auch psychisch immer weniger belastbar.
Ich habe gelesen, dass hier Viele ebenfalls Probleme mit Kniegelenksergüssen oder Zysten haben. Wurde es bei euch besser oder ging sogar ganz weg durch MTX? Oder was hat sonst geholfen? Ich habe Quarkwickel und Umschläge mit Retterspitz probiert, nehme Enzyme, kriege Lymphdrainagen, aber es tut sich absolut nichts. Die Orthopäden wissen auch nicht weiter, außer mir Spritzen mit wahlweise Eigenblut oder Hyaluronsäure anzubieten, und mir eine Schlittenprothese in ein paar Jahren reinzusetzen.
Ich arbeite 6 Stunden täglich im Büro, und pflege seit 20 Jahren meine Mutter (Pflegestufe 1). Die tägliche Hilfe bei der Körperpflege, einkaufen, Essen machen etc, schaffe ich noch einigermaßen gut, und für das putzen habe ich ihr nun eine Putzhilfe besorgt, die mir demnächst auch helfen soll, denn putzen schaffe ich kaum noch.
Ist jemand in der gleichen Lage, und hat trotzdem er Pflegeperson ist, einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt? Kann es da zu Problemen kommen? Ich möchte auf keinen Fall die Pflege meiner Mutter aufgeben, solange es nicht noch schlimmer wird.
Wann wäre denn der richtige Zeitpunkt um den Antrag zu stellen? Ist es jetzt noch zu früh? Ich könnte den finanziellen Ausgleich und die zusätzlichen Urlaubstage gut gebrauchen, ich brauche immer mehr Geld für Zuzahlungen zur Lymphdrainage, Medikamente, Putzhilfe.
Das wären erstmal die wichtigsten Fragen. Bestimmt fällt mir im Laufe der Zeit aber noch mehr ein. Erstmal Danke für's lesen.
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