Monsti
das Monster
Hi zusammen,
heute war ich in unserem Bezirksspital, wo ich bis zum letzten Montag für knapp 2 Wochen inhaftiert war. Eigentlich wollte ich nur einen ausführlichen Krankenhausbericht für das AKH Wien abholen.
Den Bericht bekam ich natürlich auch.
Plötzlich ging es um meine liegende Portnadel und die Tatsache, dass mein Hausarzt ja gerade im Urlaub weilt, so dass ich zum Wechsel woanders hingehen müsste. Also beschloss man, mir die Nadel auf der Stelle zu ersetzen (ohne Überweisung, ohne Krankenschein). Immerhin dauert so ein Nadelaustausch mit allem Drum und Dran mind. 15 min.
Aber das Schönste kommt erst: Es wurde nach einer passenden Portnadel gesucht. Die erst gestochene war viiiiiel zu lang, der Aufsatz entsetzlich hoch. Meine alte Nadel hingegen war kaum auszumachen, so flach war sie.
Also machte sich Alois, einer meiner Lieblingspfleger auf die Socken und versuchte auf etlichen Stationen des Hauses die Art von Nadel/Kanüle zu finden, die ich zuvor drin hatte. Klappte nicht. In der Zwischenzeit plauderte ich rund 20 min. oberkörperentblößt mit dem anwesenden Oberarzt, der anscheinend nix weiter Wichtiges zu tun hatte.
Nach besagten 20 min. kam Alois verzweifelt zurück, weil er die gleiche Nadel nirgends bekam. Eine der mitgebrachten Packungen hatte wenigstens eine kürzere Nadel, aber sie war genauso sperrig wie die anderen. Okay, sagte ich: Ist wurscht, rein damit.
Nadel war gesetzt, alles passte wunderbar. Kaum drin, ging etwas davon ab: Bei dem mächtig auftragenden Ding hatte es sich nämlich um eine blose Positionierungshilfe für den Portanstich gehandelt und sollte nach Positionierung im Port entfernt werden. Das wusste aber keiner von uns (ich auch nicht, hatte ich vorher immer ein etwas anderes System). Die Gesichter des Chirurgen und des Pflegers waren 100%ig fernsehreif

Künftig, falls mein Hausarzt nicht greifbar ist, darf ich für den wöchentlich erforderlichen Nadelwechsel jederzeit und unangemeldet im KH St. Johann auftauchen. Sie machen mir das ohne jede Bürokratie und gesonderte Kosten.
Ist das nicht irre? Über sowas freut man sich doch, oder?
Gute Nacht wünscht Euch allen
Eure Monsti
heute war ich in unserem Bezirksspital, wo ich bis zum letzten Montag für knapp 2 Wochen inhaftiert war. Eigentlich wollte ich nur einen ausführlichen Krankenhausbericht für das AKH Wien abholen.
Den Bericht bekam ich natürlich auch.
Plötzlich ging es um meine liegende Portnadel und die Tatsache, dass mein Hausarzt ja gerade im Urlaub weilt, so dass ich zum Wechsel woanders hingehen müsste. Also beschloss man, mir die Nadel auf der Stelle zu ersetzen (ohne Überweisung, ohne Krankenschein). Immerhin dauert so ein Nadelaustausch mit allem Drum und Dran mind. 15 min.
Aber das Schönste kommt erst: Es wurde nach einer passenden Portnadel gesucht. Die erst gestochene war viiiiiel zu lang, der Aufsatz entsetzlich hoch. Meine alte Nadel hingegen war kaum auszumachen, so flach war sie.
Also machte sich Alois, einer meiner Lieblingspfleger auf die Socken und versuchte auf etlichen Stationen des Hauses die Art von Nadel/Kanüle zu finden, die ich zuvor drin hatte. Klappte nicht. In der Zwischenzeit plauderte ich rund 20 min. oberkörperentblößt mit dem anwesenden Oberarzt, der anscheinend nix weiter Wichtiges zu tun hatte.
Nach besagten 20 min. kam Alois verzweifelt zurück, weil er die gleiche Nadel nirgends bekam. Eine der mitgebrachten Packungen hatte wenigstens eine kürzere Nadel, aber sie war genauso sperrig wie die anderen. Okay, sagte ich: Ist wurscht, rein damit.
Nadel war gesetzt, alles passte wunderbar. Kaum drin, ging etwas davon ab: Bei dem mächtig auftragenden Ding hatte es sich nämlich um eine blose Positionierungshilfe für den Portanstich gehandelt und sollte nach Positionierung im Port entfernt werden. Das wusste aber keiner von uns (ich auch nicht, hatte ich vorher immer ein etwas anderes System). Die Gesichter des Chirurgen und des Pflegers waren 100%ig fernsehreif
Künftig, falls mein Hausarzt nicht greifbar ist, darf ich für den wöchentlich erforderlichen Nadelwechsel jederzeit und unangemeldet im KH St. Johann auftauchen. Sie machen mir das ohne jede Bürokratie und gesonderte Kosten.
Ist das nicht irre? Über sowas freut man sich doch, oder?
Gute Nacht wünscht Euch allen
Eure Monsti
Zuletzt bearbeitet:
. Ich klebte die Öffnung also mit einem Paketklebeband zu und ging sofort zum Doc, der dann nur grinsend bemerkte: "Sauberer Schnitt"
. Nein, nein, das war jetzt net ernst gemeint. Ich gehe, wenn ich das Gefühl habe, dass mir in der Klinik alles auf den Keks geht und ich mich zu Hause besser aufgehoben fühle (das ist meistens vor den offiziellen Entlassungsterminen). Diese Handhabung hab ich bisher noch nie bereut