Morbus Bechterew
..klären wir ma inwieweit chronisch:
Morbus Bechterew....
..ist eine Erkrankung des rheumatischen Formenkreises, die beginnend oft als Sakroilitis erkennbar, im weiteren chronisch verlaufend auf Bereiche der Wirbelsäule, anderer Gelenke und seltener auf Organe übergreift.
Die Erkrankung hat autoimmunen Hintergrund.
Eine Verschlechterung des Allgemeinbefindens ist begleitend und der Betroffene ist oftmals psychisch teils depressiv beeinflusst.
Dabei kann davon ausgegangen werden, dass Bechterew nicht heilbar aber bedingt im Verlauf gehemmt werden kann.
Die mit der Erkrankung einhergehenden Entzündungen zeigen sich als Ursache der nachfolgenden Beschwerden, wie Gelenkerkrankungen/Schädigungen und insbesondere beim Bechterew im weiteren Verlauf auftretenden Verkalkungen und somit Einsteifungen insbesondere der Wirbelsäule.
Eingestuft wird der Bechterew als schwere Erkrankung, die schubweise chronisch deutlich progredierend verläuft, man spricht diskret auch von einer Verringerung der Lebenserwartung (sicher selten). Eine Heilung in Hinsicht auf Erreichen des vorherigen gesunden Zustandes eines betroffenen Patienten ist auszuschließen.
Die Diagnose wird häufig erst nach längerer Zeit klinisch nachgewiesen, so daß ein Ausgehen von "geringfügigen Beschwerden" eher selten richtig wäre.
Nach Diagnosestellung (meine Meinung) sollte die Behandlung von fachlich kompetenten Rheumaärzten erfolgen. Eine Möglichkeiten daß "Nichtfachärzte" die Erkrankung und die Folgen für den Patienten einschätzen können würde ich stark bezweifeln wollen.
Zum GdB
Bechterew..also nennt sich "HLA-b27 positive(?) Spondylitis ankylosans", welche folgendermaßen eingestuft wird :
Einstufung: Entzündlich-rheumatische Krankheiten der Gelenke und/oder der Wirbelsäule allgemein....
Entzündlich-rheumatische Krankheiten der Gelenke und/oder der Wirbelsäule (z.B. Bechterew-Krankheit)
ohne wesentliche Funktionseinschränkung
mit leichten Beschwerden 10
mit geringen Auswirkungen.
(leichtgradige Funktionseinbußen und Beschwerden, je nach Art und Umfang des Gelenkbefalls, geringe Krankheitsaktivität) 20 - 40
mit mittelgradigen Auswirkungen
(dauernde erhebliche Funktionseinbußen und Beschwerden, therapeutisch schwer beeinflussbare Krankheitsaktivität) 50 - 70
mit schweren Auswirkungen
(irreversible Funktionseinbußen, hochgradige Progredienz) 80 - 100
Auswirkungen über sechs Monate anhaltender aggressiver Therapien sind ggf. zusätzlich zu berücksichtigen !
Ich persönlich neige immer mehr zu der Meinung Mitarbeiter, egal welcher Einrichtungen, die abweichend und ohne fachlich fundiertes Wissen entscheiden notfalls persönlich "anzugreifen"....Davon muß ich auch im geschilderten Fall ausgehen...
Auch aus dem Grund, daß heute verbindlich davon ausgegangen wird, daß auch aus der Sicht des Patienten geschilderte Beschwerden nicht immer mit der gleichen Zahl an klinischen Befunden hinterlegt werden müssen.
Allein die möglichen Nebenwirkungen unserer Medikamente erhöhern den GdB meistens, oder solten das....
Ja soweit mal aus meiner Sicht....chja ich hab ne Referentenausbildung beim DVMB für solchen "Krams"...Gruss "merre"