Lockdown Diary

Es ist nicht mal verboten, die Grenzen sind offen.... bzw. es gibt gar keine.
Und dann haben wir ja viele, die in NL oder Belgien arbeiten, da dort viel weniger Steuern abgezogen werden.
Und viele gehen dort gern einkaufen oder auf den Wochenmarkt.
Ist alles verrückt...

Viele Grüße
 
Ja , einheitlich ist es schon mal gar nicht. Mir tun die Kinder leid. In meiner Mannschaft gibt es viele die seid Dez. nicht mehr in der Schule waren. Freunde treffen ist auch nicht. Und ob und wie noch Training stattfinden kann , weiß auch keiner so recht. Dabei gibt es genügend Studien die belegen das es draußen so gut wie keine Ansteckung gibt. Erlaubt zur Zeit , da Indiz über 100, 5 Kinder dürfen in einer Gruppe trainieren. Trainer /Betreuer brauchen einen Nachweis für negativen Test nicht älter als 24 Std.
 
Bei uns ist der Inzidenzwert von 217 jetzt runter auf 190, aber dafür in der angrenzenden Nachbarstadt rauf auf 280.
Bei uns scheint jetzt am Fuß und Radweg, der teils durch einen kleinen Wald führt eine "Kneipe" auf der Sitzbank und drumherum auf dem Weg entstanden zu sein. Größere Gruppe Männer so im Alter von etwa 30 oder älter treffen sich jetzt dort zum Alkohol trinken. Mein Sohn fuhr da gestern mit dem Fahrrad lang. Abstand hielt von denen da keiner, eher im Gegenteil.
 
Ist hier genauso. In Hanau gibts einen öffentlichen Lauftreff. Es ist ein großer Parkplatz am Waldrand direkt neben einem Park.
Trotz Corona standen dort die Sportler haufenweise zusammen. Wir haben erst gemeint es sei eine Demo. Aber nein, die treffen sich wirklich, als gäbs kein Corona.
 
Größere Gruppe Männer so im Alter von etwa 30 oder älter treffen sich jetzt dort zum Alkohol trinken. Mein Sohn fuhr da gestern mit dem Fahrrad lang. Abstand hielt von denen da keiner, eher im Gegenteil.
In Hanau gibts einen öffentlichen Lauftreff. Es ist ein großer Parkplatz am Waldrand direkt neben einem Park.
Trotz Corona standen dort die Sportler haufenweise zusammen. Wir haben erst gemeint es sei eine Demo. Aber nein, die treffen sich wirklich, als gäbs kein Corona.
Polizei rufen!
 
Polizei ruf ich niemals mehr. Dieses Theater mit Protokoll aufnehmen.... dann muss ich dazu auf die Dienststelle und mit Fremden in einen Raum geh ich seit über einem Jahr nicht mehr. Nixda. Die nehmen den Namen gleich auf, lesen die Telefonnummer, und kommen dann womöglich zuhause vorbei.

Ich hab einmal angerufen als Jugendliche eine Telefonzelle zerstörten. Da kam die Polizei zusammen mit den festgenommenen jungen Kerlen bei mir daheim vorbei und ich sollte am Fenster sagen, dass dies die Kerle waren.
Nun wussten die wo ich wohne, wer ich bin, und natürlich haben unsre Kinder auch am Fenster geguckt. Nixda. Nie mehr. Wir hatten wochenlang Angst rauszugehen.
 
Ich hab einmal angerufen als Jugendliche eine Telefonzelle zerstörten. Da kam die Polizei zusammen mit den festgenommenen jungen Kerlen bei mir daheim vorbei und ich sollte am Fenster sagen, dass dies die Kerle waren.
Nun wussten die wo ich wohne, wer ich bin, und natürlich haben unsre Kinder auch am Fenster geguckt. Nixda. Nie mehr. Wir hatten wochenlang Angst rauszugehen.
Das ist natürlich total bescheuert, da hätte ich mich beim Chef der Dienststelle beschwert.
 
Hinterher nützt auch die Beschwerde nix mehr.
Was glaubste, was ich am Fenster losgelassen habe. Es war bereits nach 23:00 und meine Kinder schliefen schon, als die mit den Kerlen vorbeikamen.
 
Klar, das Kind wäre schon in den Brunnen gefallen gewesen, aber die nächsten Leute, die eine Anzeige erstattet haben, wäre diese Sache dann erspart worden. Aber egal, ist ja jetzt eh Geschichte.
 
Unser Landkreis hat Inzidenz 334, und ganz Sachsen ist wieder Spitzenreiter in D.
Keine Ahnung, woran es liegt, vermutlich doch zu viele private Treffen oder Kontakte im Job und Maske hält man auch nicht mehr für nötig.
 
Hallo Alexa,
ja, ich kann mir vorstellen , dass Menschen sich in dieser Situation einsam fühlen. Für jeden einzelnen sieht die Situation anders aus.
Aber ich selbst fühle mich nicht einsam. Eine meiner wichtigen Bezugspersonen lebt mit mir zusammen. Meine Söhne und ihre Frauen haben hauptsächlich Kontakt zu uns über soziale Medien. Selten in Persona, dann draussen beim Gassigehen. Mit unserer blinden Mutter / Oma im Heim haben wir alle Kontakt übers Telefon. Besuche im Heim haben in den letzten Wochen eingestellt. Nur die Schwägerin vor Ort macht Besuche. So ist das Risiko minimiert. Sie selbst leidet nicht, sagt sie und ich habe auch nicht den Eindruck bei unseren häufigen und langen Telefonaten.

Mit Freunden, Ehrenamtskollegen, Nachbarn usw. halte ich auch digital, telefonisch Kontakt.


Ansonsten gehe ich meinen Hobbies nach. Mache u.a. einen online Sprachkurs, backe Brot, gehe wandern usw. usf. Mir ist, ehrlich gesagt, nicht langweilig.
Ich will, dass die Pandemie vorbei geht, ich möchte, sobald ich dran bin, die Impfung.
Ich bin da pragmatisch, Kontaktvermeidung hilft bei der Pandemiebekämpfung, also mache ich das. Wenn die Pandemie vorbei ist wird das Leben wieder schön (er) und das möchte ich gerne erleben, ohne das einer meiner Lieben, Freunde, Nachbarn oder ich Corona hatte(n). Deshalb kann ich das auch gut aushalten und gestalte derweil das Leben so gut wie möglich.
Ich würde dir gerne davon was abgeben, wenn ich könnte, damit du es auch besser ertragen kannst.

Kontakt zu uns über soziale Medien – übrigens achten wir da dank Diensten wie Followerfabrik auch darauf, dass unsere Online-Kanäle gepflegt bleiben und die Reichweite stimmt. Selten in Persona, dann draussen beim Gassigehen. Mit unserer blinden Mutter / Oma im Heim haben wir alle Kontakt übers Telefon. Besuche im Heim haben in den letzten Wochen eingestellt. Nur die Schwägerin vor Ort macht Besuche. So ist das Risiko minimiert. Sie selbst leidet nicht, sagt sie und ich habe auch nicht den Eindruck bei unseren häufigen und langen Telefonaten.
Ich finde, das ist eine sehr ausgewogene Einstellung. Jeder erlebt die Situation anders, und es hilft sicher, wenn man Beschäftigungen hat und den Kontakt zu Familie und Freunden aufrechterhält – auch wenn es im Moment oft nur telefonisch oder digital möglich ist.

Mir hat in solchen Phasen auch eine feste Tagesstruktur geholfen. Man hat etwas, worauf man sich freuen kann, sei es ein Spaziergang, ein Hobby oder einfach ein längeres Telefonat. Den persönlichen Kontakt ersetzt das natürlich nicht, aber es macht die Zeit etwas leichter. Hoffen wir, dass solche Einschränkungen irgendwann der Vergangenheit angehören und man wieder unbeschwert Zeit miteinander verbringen kann.
 
Zurück
Oben