Huhu, ich bin ja hier ein Neuling im Forum, aber, kam irgendwie an dieses Thema und möchte auch was
schreiben.
Bedingt durch meine Lebensgeschichte haben mein Mann und ich viele, viele Jahre keinen Sex gehabt.
Das war zwischen uns so abgesprochen und weil er mich liebt, hat er verzichtet. Es gibt so viel andere
Nähe...natürlich mag ich meinem Mann sehr nahe sein, denn immerhin ist er der Einzige von 8 Milliarden
Menschen, mit dem ich das teilen möchte.
Nun habe ich Fibro und Schmerzen, bin stark übergewichtig und nicht grad eine Lustgöttin und auch
keine Bettakrobatin.
Als ich dann in der Therapie soweit war (aufgearbeitet) das ich dachte: okay, Sex kann wieder zu unserem
Leben gehören, ich wünsche es mir, wurde mein Mann schwerkrank, am Herzen operiert und kam als
gebrochener Mann nach Reha nach Hause, er ist im Übrigen 18 Jahre älter als ich.
Wir waren nur froh, das er überlebt hat und nichts war mehr so wichtig...gar nichts..außer unsere Liebe.
Nun nimmt er Blutverdünner, ein Cholesterinsenker (zur Vorbeugung) und ein Mittel gegen Gicht.
Wie Soschn so schön beschrieb: der kleine Wiesel ist eher ein schlaffes Faultier.
Mh...was nun? Ich liebe meinen Mann und er wurde "einfach" impotent. Was bedeutete das dann für uns beide?
Die Ehe ist ein leckerer Kuchen und Sex die Sahne obendrauf.
Seit 3,5 Jahren essen wir also wieder den leckeren Kuchen, feierten letzten Monat unsere Silberhochzeit und
hatten in unseren 2. Flitterwochen Sahne (Viagra) mit. Die HÄ meinte, er dürfe die nehmen.
Nun hatte die extreme Nebenwirkungen: er wurde total hibbelig, als wenn ihm innerlich das Blut kochte (so
beschrieb er es) und ich durch die Medis auch nicht grad voller Lust...
...so dass wir lachend am Boden lagen (Betten ging nicht, in DK viel zu weich), Sofa wegen meiner Fülle nicht,
auf zwei zusammengeschobenen Liegeauflagen und konnten einfach nicht mehr.
Und so haben wir beschlossen: es ist Schluss! Kein Gekrampfe mehr, kein Abmühen, keine Schlappen,
keine Enttäuschungen.
Ich liebe meinen Mann sehr und ich teile alles mit ihm, die guten und die schlechten Zeiten.
Wir verzichten bewußt darauf und es gibt Küsschen und ganz viel Zärtlichkeit, mehr noch, als wenn wir
regelmäßig "verkehren" würden.
Mir fehlt nichts...ihm, so denke ich, auch nicht.
Lg
Megan