Hallo Verena...
bei einer erkrankten Leber, kann man gewisse Hilfen mit Ernährung geben. Ich versuche das mal ein bißchen zu strukturieren. Die Grundidee sollte immer die sein, daß die Speisen ein Begleitschutz haben, nicht zu streng gewürzt und möglichst ohne Salz sein. Alle Lebens und Genußmittel, die die Leber belasten könnten, mußt Du aus Deinem Speiseplan streichen. Z. B. Kaffee, Tee, natürlich Alkohol in jeglicher Form sowie Getränke, die intensiv mit Säuren belastet sind. Zitrusfrüchte außer süße Orangen und Grapefruits sind nicht Ideal. Möglichst keine rohe ( Vorzugs ) Milch. Wurst sollte ein Tabu sein.
Magerer Käse, Quark in jeglicher Form, Buttermilch, Kefier, Joghurt mit rechtsdrehender Milchsäure, aber auch Frischkost z. B. rohes Sauerkraut sollten Deinen Speiseplan bestimmen. Eine gute Hilfe sind Artichocken. Sie reizen die Leber um Gallensaft zu produzieren, welcher bei der Verdauung hilft. Damit der Stuhl in Ordnung bleibt und die Darmperistaltik weiter funktioniert ist es zu raten Leinsamen kurz aufzukochen und den Schleim zu trinken. Etwas Honig erleichtert diesen Trank. Ein Idealer Fruchtsaft ist Aprikosensaft. Er hat die nötigen Schwebstoffe, die beim Verzehr die Fruchtsäure einwickelt und den Saft besser bekömmlich macht. Fleisch nur ganz mager und wenig. Fisch möglichst Süßwasserfische aus klaren Flüssen und Seeen. Im Fall von Salatöl wenn überhaupt Olivenöl als Jungfernöl und das auch nur sehr wenig. Bei Vollkornprodukten bitte vorsichtig mit sehr groben Brot. Besser ist feines Vollkornbrot. Eine weitere gute Hilfe ist, wenn am Morgen Müßli auf dem Speiseplan steht. In Deinem Fall ohne Nüsse, aber mit viel Weizenkeimen. Mit Süßigkeiten, Kuchen oder Kekse bitte nur wenig.
Sie sind nicht Leberbelastend, aber durch die schnelle Anreicherung von Glykogen ist immer die Gefahr da, daß im Fall von Fetteinlagerungen, diese sich nur schwer oder garnicht abbauen. Noch eins zum Gemüse. Versuche möglichst nur heimische Gemüsearten zu verzehren und wenig Nachtschattengewächse. Am Besten sind solche Gemüsesorten, die auch Jahreszeitgemäß reif sind und im allgemeinen geerntet werden. Solltest Du Dich mit diesen Überlegungen anfreunden können, so habe auf jeden Fall eine riesig lange Geduld. Wenn Du Deine Leber weiter mit Medis belastest, so ist das nicht in wenigen Monaten zu schaffen. Ich wünsche Dir viel Erfolg.
Grüße aus dem Chiemgau sendet Dir Dinkel.