@Cathe,
ich habe mein erstes Hüftgelenk im Alter von 23 implantiert bekommen, das war 1983 – die Schmerzen waren weg, die Beweglichkeit kam wieder, soweit alles super.
Ich ging wieder voll arbeiten, am Wochenende tanzen und schleppte meine Einkäufe durch die Gegend.
3 Jahre später hatte das Gelenk sich gelockert, der Nagel war schief war schief wieder eingewachsen und drohte nun, seitlich am Oberschenkelknochen rauszubrechen.
Also wieder OP, schwieriger, aufwändiger und vor Allem diesmal mit einem Arztgespräch, in dem mir klar gemacht wurde, dass eben wildes Tanzen, Springen und Belasten des Hüftgelenks Tabu sind. Hab mich widerwillig dran gehalten, dieses 2.te Gelenk hält dafür nunmehr seit 20 Jahren.
Was ich sagen will: Die künstlichen Hüftgelenke (habe beidseitig welche) sind wie ein neues Leben, ganz klar. Diese irren Schmerzen sind weg, kaum vorstellbar, wenn man sie hat, aber es ist so.
Der Eingriff ist keine große Sache, die Reha-Zeit ist ein bisschen mühselig, und es fällt (zumindest mir) heute noch schwer, mich zurückzuhalten – theoretisch könnte ich lossprinten, lasse das aber sein, da man die künstlichen Hüftgelenke nicht all zu oft austauschen kann. Kenne den heutigen Stand der Dinge nicht, aber das Problem ist ja nicht das künstl. Gelenk, sondern der Knochen drumherum, der bricht, splittert oder wird mürbe, nach dem 3. / 4. Austausch ist Feierabend mit Implantaten..
Was Bernd weiter oben erzählt, ist mit Vorsicht zu genießen, würde ich mal sagen.
Mich würde aber brennend interessieren, wie lang denn hier so beim Einzelnen die Hüftgelenke gehalten haben.