Hallo Sandra,
ich habe seit 11 Jahren cP und eine gesunde dreijährige Tochter. Vor der Schwangerschaft wurde ich mit Sulfasalazin als Basistherapie und Diclo behandelt, in der Schwangerschaft habe ich dann keine Medikamente genommen, weil die Krankheit auch noch nicht so ausgeprägt war, und das Rheuma in der SS auch zurückgeht, mir ging es viel besser als vorher. Drei Wochen nach der Geburt habe ich dann jedoch einen riesigen Rheumaschub bekommen und konnte mich kaum bewegen, habe mich aber gesträubt eine neue Therapie anzufangen oder Corti zu nehmen, weil ich so lange wie möglich stillen wollte.
Das habe ich drei Monate ausgehalten, und dann mit MTX, Cortison und Diclo angefangen. Nach einem kurzen Abstecher über Quensyl und Sulfasalazin mit MTX, bin ich jetzt auch bei Enbrel in Kombi mit MTX gelandet.
Die Schwangerschaft hat also das Rheuma deutlich verstärkt, die Jahre davor war es nie so schlimm. Ohne Medikamente konnte ich nicht mal alleine vom Stuhl aufstehen geschweige denn meine Tochter hochheben.
Jetzt geht es uns ganz gut, und ich überlege, ob ich ein zweites Kind möchte. (Wär fürs Kind einfach schöner). Nur dafür müsste ich ja lange vorher alles absetzen (ausser Cortison). Und da fällt mir auch grad noch eine Frage ein:
Hat hier irgendjemand nach einer Enbrel/MTX Therapie schon Kinder bekommen? Und wie sind die Erfahrungen damit? Mache mir auch ein bisschen Gedanken, was diese ganze Chemie im Körper angerichtet hat, und was das Kind abkriegt...
Bei meiner Tochter kriege ich jedenfalls immer einen Schreck, wenn sie sagt:mein Knie tut weh, oder meine Finger. Doch ist sie immer nur umgeknickt oder hat sich getoßen, ich hoffe, sie bekommt nie nie Rheuma, das wär echt schlimm. Aber, sie ist gesund.
So, das war ein langer Text, viele liebe Grüße an alle und noch ein schönes Wochenende
Sabine