@Hallo Jayrose,
willkommen hier!
natürlich machst du das richtige und stellst fragen und du wirst sicher noch die ein oder andere antwort bekommen. wir sind hier aber fast ausnahmslos laien und können nur von unseren eigenen erfahrungen berichten.
eins steht fest, das knie ist eines der kompliziertesten gelenke und da spielen oft mehrere faktoren miteinander eine rolle.
arthrose grad III bei einem 15 jährigen ist schon eine heftige diagnose, weil sich hier offenbar in dem knie eine s.g.knorpelglatze ausgebildet hat.
das knie ist innen (in der gelenkkapsel) von einer knorpelschicht überzogen, die als schutz dient, und defekt ist. leider schließt sich dieser defekt nicht mehr von allein! und je länger man wartet um so schlimmer werden die folgen(schmerzen, bewegungs einschrenkungen).
das führt dazu,das im knie oberschenkel und unterschenkelknochen aufeinander reiben. wenn nicht als bald etwas ärztlicherseits getan wird, kann das unweigerlich dazu führen, dass später eine knieprothese implantiert werden muss, wenn nicht mit anderen mitteln gegengesteuert wird. leider gibt es da kein zeitfenster, wo man euch sagen kann, wieviel zeit noch bleibt.
zum knorpeldefekt kommt dann noch die frage von fehlstellungen hinzu.
hinsichtlich der ursache(n) wurde hier schon etliches genannt.
-ja; es kann sein dass.....v.g.dinge die jetzt schon schwere arthrose ausgelöst haben.
aber, es muss hilfe her und da solltet ihr euch am besten an ein zentrum für kinder orthopädie mit schwerpunkt gelenkerkran-kungen wenden und eine weitere meinung einholen. sicher werden dort untersu-chungen stattfinden, die ggf. andere erkrankungen als ursache ausschließen oder bestätigen.
dass hier jemand drauf losoperiert solltet ihr wirklich genau überlegen. dieser behebt die folge, jedoch nicht die ursache!
damit wird ihm warscheinlich nur kurzfristig geholfen , nicht aber auf dauer.
vorher sollte unbedingt geprüft werden ob ev. ein x beinstellung dafür sorgt, dass dieser defekt entstanden ist. weil -wenn eine operative versorgung ansteht, das mit behoben werden muss.(achsumstellung)
die OP methode, der s g.bioprothese; wo in kleinen abständen (ca .aller 0,5 cm) kleine löcher in den knochen; nur in dem bereich wo die knorpelglatze entstanden ist, eingebracht werden, ist eine anerkannte methode und wird empfohlen, wenn der knorpeldefekt sehr gross ist und andere defektschliessungen nicht greifen.
ich möchte das ergebnis mal etwas einfach erklären: die bohrungen führen dazu, dass es zu blutungen auf der knieoberfläche in der gelenkkapsel kommt. diese wiederum lagern sich auf der oberfläche ab und bilden nach gewisser zeit eine art "abdeckung" auf der s.g.knorpelglatze. diese schicht ist ähnlich dem eigentlichen knorpel am knie und
kann helfen die arthrose aufzuhalten (bis zu ca.10 jahre)
bei kleineren defekten (m.e.n.unter 1 cm2) kann man mit hilfe von entnahme körper eigenen knorpel, ein ersatzknorpel züchten und den defekt durch aufbringen so schliessen. wobei noch zu klären wäre, ob die kk das verfahren heutzutage kosten-mässig übernimmt.
der entstandene defekt lässt sich m.w.n. als v.g.leider nicht anders schliessen.
ich denke ihr solltet das einholen einer weiteren meinung unbedingt angehen!
alles gute und ich drück dem jungen die daumen, hoffentlich wieder beschwerdefrei laufen zu können.
saurier