Hallo Bebsi,
ich will jetzt mal eine Lanze für die Medis brechen. Als meine Rheumakarriere begann, wurde ich auf MTX, Arava und Prednisolon eingestellt. Ich war so froh, dass ich endlich etwas bekam, was helfen sollte, dass ich keine Schmerzen mehr habe. Es hat auch geholfen, okay, wahrscheinlich zuerst das Cortison, aber die Schmerzen waren mit einem mal wieder zu ertragen. Dann kam der Moment, wo ich nach der Einnahme von MTX wirklich unter großer Übelkeit mit Brechen reagiert habe. Ich bin mehrfach fast kollabiert und habe weiter brav meine Spritzen gesetzt, denn meine Schmerzen hielten sich bedeckt. Dann stellte sich heraus, dass ich eine Lungenfibrose entwickelt hatte und ich mußte sofort das MTX absetzen, weil dieses Mittel eben eine Fibrose auslösen kann. Um es genau zu wissen, habe ich eine offene Biopsie machen lassen. Dabei stellte es sich heraus, dass sich die Lungenfibrose allein durch "langjährige rheumatische Erkrankung" gebildet hatte. Ich stolperte über das langjährige, wo mir doch erst ein Jahr vorher ein renomierter Rheumatologe gesagt hatte, ich hätte kein Rheuma. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte ich kein MTX damals mehr nehmen dürfen. Hätte ich damals auf diesen Arzt gehört, wer weiß, was mit mir und meiner Lunge passiert wäre. So konnte ich noch ein Jahr weiter das Medikament nehmen, von dem ich annehme, dass es mir am meisten geholfen hat. Bis jetzt hat leider kein Arzt mehr gewagt, mir MTX zu verordnen, aber wenn das der Fall wäre, ich würde es mit Kusshand sofort wieder nehmen. Denn alle anderen Medis haben nur beschränkte Wirkung bei mir gezeigt.
Vielleicht habe ich Dir mit meinem Beitrag ein wenig weiter geholfen in Deiner Entscheidungsfindung.
Liebe Grüße
Marion