Nun ist Jascha schon drei Tage in BB. Nach dem ersten Rundgang stellte er gleich fest, dass es doch nicht so schlimm ist, wie er befürchtet hatte.
Und das er auch das richtige alter hat, denn ab 12 Jahren darf man in den Billardraum und auch schon mal die Station verlassen.
Es stellte sich heraus, dass Jascha den Hals voll Strepptokokken hat. Nun bekommt er statt Enbrel erst einmal Penicillin. Das Enbrel soll nun erst am Montag begonnen werden.
Jascha geht es aber durch das Penecillin schon viel besser. Die Gelenkschmerzen sind wesentlich besser geworden und auch die erste Cortisonreduzierung um 1 mg hat gut geklappt. Nun hofft Jascha, dass er um das Enbrel komplett rumkommt.
Manchmal denke ich, dass wir halt einfach einen Tag zu schnell waren. Ansonsten hätten wir zu Hause auch mit Penicillin angefangen und es wäre ihm auch besser gegangen. Andererseits wird er nun das erste mal so richtig von Kopf bis Fuß untersucht. Mit Ultraschall, Röntgen und allem was dazugehört. Das ist irgendwie auch mal ganz beruhigend. Und wer weiß was nun mit dem Enbrel passiert. Dazu hätte er auf alle Fälle in die Klinik gemusst.
Und einen großen Vorteil hatte das ganze auf alle Fälle. Jascha war gestern abend richtig "begeistert" vom MTX spritzen. Es soll viel weniger weh getan haben, als wenn ich es mache. Obwohl eule es viel schneller gemacht haben soll als ich und er keine EMLA-Pflaster drauf hatte...
Also, da muss ich sie heute abend dann mal nach dem Geheimnis fragen
@ pertelfrau
Hallo Yvonne.
Jascha hat zu Zeit keine Ferien. Erst im März wieder. Aber bis dahin ist er hoffentlich schon lange wieder zu Hause

Bisher sind wir immer ums KH rum gekommen. Es gibt in Hamburg auch einen Kinderrheumatologen der ambulant arbeitet. Dort ist Jascha auch auf MTX eingestellt worden. Ich denke fachlich ist dieser auch sehr gut. Ist viel auf Kinderrheumatologischen Kongressen in den Staaten etc. Aber ich habe das Gefühl gehabt, dass er uns nicht richtig ernst nimmt. Ich hatte so das Gefühl, ich müsste mich immer dafür rechtfertigen, dass Jascha an Krücken läuft, das er nicht am Schulsport teilnimmt etc. Auch hatte ich immer Bedenken, da der ASL-Titer von Jascha bereits zu beginn der Behandlung zu hoch war. Er hat mir dann erklärt, dass das nichts machen würde, durch Bakterien ausgelöste Rheumaschübe seinen immer mit dicken, roten, heißen Gelenken verbunden und die hat Jascha ja nicht. Ich habe totzdem einen Abstrich bei der Hausärztin angeleiert. Der war aber negativ (also letztes Jahr als das Rheuma erkannt wurde). Da ich selber vor 12 Jahren mal eine strepptokokkenindizierte Arthritis hatte und meine Gelenke auch nicht dick, heiß und rot waren, war ich hier aber trotzdem die ganze Zeit über sehr unsicher. Dann hat sich eine Ärztin aus der Kinderstation von BadBramstedt in einer Praxis in Hamburg niedergelassen (die haben wir auf einem Kinderrhaumesemiar kennengelernt). Dort ist Jascha nun in Behandlung. Diese wollte nun, dass Jascha auf Enbrel eingestellt wird und hat uns deshalb in KH eingewiesen. Sie hat aber auch angeleiert, dass ich Jascha einem Hals-Nasen-Ohrenarzt vorstelle (dieser wollte gar keinen Abstrich machen, da alles gut aussehen würde und Jascha auch keine Halsschmerzen hat - aber das hatte ich auch nie und war immer voll davon

. Nun müssen wir mal sehen, wie es weitergeht.
@ Nixe
Stimmt, bisher fand ich auch alle Schwestern und Pfleger sehr nett. Jascha fühlt sich wohl auch ganz wohl, würde aber schon ganz gerne morgen wieder entlassen werden.
@ eule
Vielleicht schaffen wir es ja heute abend. Zumindes habe ich vor, ihn heute abend wieder mit in die Klinik zu bringen.
Gruß
anko