Ich heiße Thomas, bin (noch) 39 Jahre alt, verheiratet und Vater von 3 Kindern. Außerdem gehöre ich zu der seltenen Spezies "Krankenpfleger".
Damit es nicht allzu ausschweifend wird, kürze ich das ganze Geschehen bestmöglich ab.
Mehrere Fingerknöchel verdickt, keine Beschwerden. "Könnte sich um Weichteilrheumatismus handeln" - keine weitere Therapie.
Senkspreizfüße, beidseitige Achillessehnenentzündungen, erhebliche Schwierigkeiten beim Laufen, Sprunggelenk re. geschwollen. Therapie (physikalische Maßnahmen, Cortison-Injektionen, weiche Einlagen).
Beschwerden nahmen unter beruflicher Belastung zu, auf zum nächsten Arzt.
Nach Rö-Kontrolle Verschreibung harter Einlagen. Diagnose: Haglund-Ferse,Schleimbeutelentzündung, Einbruch des Fußgewölbes.
Diesmal brachten die Einlagen deutliche Linderung, allerdings nahm der Druck auf beide Vorderfüße zu. Folge:Schmerzen beim Gehen, Anlaufschmerz.
Diagnose:"Da geht nix mehr, nehmen sie Voltaren".
Mein Bedarf an Ärzten war restlos gedeckt! Das Gehen fiel mir schwer, zeitweise humpelte ich nur noch durch die Gegend. Schließlich verdickte sich der Mittelfinger der Li. Hand. Erst Ruhigstellung, dann MRT. Diagnose: Sehnenscheidenentzündung. "Kann man nix machen, bei alten Leuten gibt man Wärme zur Linderung. Außerdem sind sie für eine weitere Therapie falsch versichert!" (Originalwortlaut...). Den Finger kann ich inzwischen kaum noch beugen. Damit nicht genug, gleiche Beschwerden auch im Zeigefinger der li. Hand und seit kurzem auch in 2 Fingern der re. Hand.
Erhebliche Schwierigkeiten bei der Ausübung meines Berufes waren die Folge. Hinzu kamen Beschwerden in den Sehnen an beiden Knien. Einen Arzt wollte ich nicht mehr aufsuchen. Erst als eine meiner Kolleginnen mir einen guten Rheumatologen empfahl (sie litt selbst unter stärkstem Rheuma), unternahm ich einen letzten Versuch - das war gestern. Nach eingehender Untersuchung dann die Diagnose. V.a. Psoriasisarthrits. Auch wenn sich diese nicht bestätige, sei in jedem Fall eine "Basistherapie" erforderlich.
Allein die Info über die medikamentöse Therapie mit MTX oder Azulfidine fand ich sehr beängstigend. Jetzt muß ich noch zum Hautarzt und dann sehen wir weiter. Wenigstens komme ich mir jetzt nicht mehr vor wie ein Simulant.
Sorry, so lang sollte es nicht werden - und dabei habe ich bestimmt noch das eine oder andere vergessen. Natürlich habe ich schon viel im Forum gestöbert und festgestellt, dass es mir ja dennoch recht gut geht...