Funkel
mal Komet, mal Fixstern
Schönen Abend an alle,
der Aufnahmetermin in die rheumatologische Tagesklinik rückt näher (26.04.) und ich frage mich heute Abend mal wieder, ob ich nicht einfach nur übertreibe...
Viele von euch haben von dramatischen Abläufen berichtet, leiden unter starken Schmerzen - bei mir häufen sich zwar die Symptome, aber alles ist hübsch diskret und ich komme ohne Schmerzmittel einigermaßen zurecht.
Völlig verunsichert haben mich die nun eher beiläufig geäußerten Bemerkungen einer Kollegin mit cP und meiner Schwester (Ärztin), die unabhängig voneinerander meinten, evtl. hingen auch mein Asthma, die chronische Sinusitis (mehrfach operiert) und die seit frühester Kindheit immer wiederkehrenden schweren Nierenbeckenentzündungen mit der PSA (die aber noch nicht abschließend sicher diagnostiziert ist) zusammen. Letztlich seien auch diese Erkrankungen überschießende Reaktionen des Immunsystems.
Ich zähl jetzt mal auf, was mich zunehmend zwickt und meine Gedanken dazu:
- seit gut 10 Jahren habe ich Psoriasis an den Handinnenflächen und den Fußsohlen. Sie tritt schubweise auf, juckt dann ziemlich, ist aber mit Bepanthen relativ gut in Schach zu halten
- seit einem halben Jahr ist die Achillessehne oder deren Schleimbeutel des linken Fußes entzündet. Dass solche Entzündungen langwierig sind, weiß jeder. Soll das wirklich Rheuma sein?
- der rechte kleine Zeh ist seit Monaten komplett rot, dick und schmerzt bei jeder Berührung sehr (ist ja vielleicht nur ein zu enger Schuh und das Hühnerauge)
- mehrere Endgelenke der Finger, die Sehnen und das Handgelenk der rechten Hand schmerzen mit wechselnder Intensität seit Anfang des Jahres, sie sind druckempfindlich, die Hand ist insgesamt leicht geschwollen und bei Anspannung der Daumensehne ist ein dicker "Knubbel" tast- und sichtbar
- seit ein paar Wochen beginnt auch die linke Hand weh zu tun (ich bin Sekretärin - das könnte auch nur Überanstrengung der Hände sein)
- der rechte Ellbogen schmerzt und ist druckempfindlich (dafür habe ich keine "Erklärung")
- der Nacken und die linke Schulter schmerzen immer, mit wechselnder Intensität (ich sag ja: Sekretärin...)
- vor knapp einem Jahr habe ich zunächst schleichend, dann immer häufiger und intensiver Schmerzen tief in der Kreuzbeingegend, die manchmal ischiasartig ausstrahlen (schlechte Haltung am PC?)
- immer öfter brennen die Augen vor Trockenheit, tränen bei Wind sehr schnell und sind oft stark gerötet (ich hätte wegen der zunehmenden Alterssichtigkeit längst beim Augenarzt sein müssen - immerhin habe ich jetzt in einer Woche einen Termin)
- seit über einem Jahr hat es sich mit "morgens-aus-dem-Bett-hüpfen". Ich bin oft so steif, dass ich stundenlang nur durch die Gegend humple, zwei Kaffeetassen sind bereits zu Bruch gegangen, weil ich sie nicht halten konnte und ein paar Mal konnte ich die Finger nicht genug krümmen, so dass die Zahnbürste runterfiel (ähm... die Jüngste bin ich mit 46 auch nicht mehr...)
- im Tiefschlaf liege ich wie ein Baby - auf dem Rücken, beide Arme nach oben. Die Schultergelenke sind morgens so steif, dass es mehrere Minuten dauert, sie überhaupt runter zu bewegen. Die Finger sind oft taub und kribbeln (Karpaltunnel - das ist bei Sekretärinnen eine Berufskrankheit)
- wg. des Asthmas muss ich gelegentlich hoch dosiert Cortison nehmen. Am nächsten Tag steh ich förmlich unter einem Corti-Rausch, bin putzmunter und nahezu schmerzfrei
Rheumafaktor ist negativ, CRP war bei der letzten Untersuchung im März bei 35. Die Röntgenaufnahme der Hände war vor einem Jahr noch ohne jeden Befund. Bei der neuen Aufnahme vom Februar sind zwar keine akuten Entzündungen an den Knochen feststellbar, aber im Befund steht: leichte Entkalkungen und beginnende Arthrose an allen Gelenken der beiden Hände.
Ich weiß einfach nicht, was ich von all dem halten soll. Soll, muss, darf ich den Ärzten in der Tagesklinik all das erzählen? Es ist nicht wirklich schlimm - halten die mich nicht für völlig überspannt?
Hoffentlich konnte ich mich einigermaßen verständlich machen, es wäre schön, wenn ihr sagt, was ihr aus eurer Erfahrung dazu meint.
Verwirrte und irritierte Grüße
Funkel
der Aufnahmetermin in die rheumatologische Tagesklinik rückt näher (26.04.) und ich frage mich heute Abend mal wieder, ob ich nicht einfach nur übertreibe...
Viele von euch haben von dramatischen Abläufen berichtet, leiden unter starken Schmerzen - bei mir häufen sich zwar die Symptome, aber alles ist hübsch diskret und ich komme ohne Schmerzmittel einigermaßen zurecht.
Völlig verunsichert haben mich die nun eher beiläufig geäußerten Bemerkungen einer Kollegin mit cP und meiner Schwester (Ärztin), die unabhängig voneinerander meinten, evtl. hingen auch mein Asthma, die chronische Sinusitis (mehrfach operiert) und die seit frühester Kindheit immer wiederkehrenden schweren Nierenbeckenentzündungen mit der PSA (die aber noch nicht abschließend sicher diagnostiziert ist) zusammen. Letztlich seien auch diese Erkrankungen überschießende Reaktionen des Immunsystems.
Ich zähl jetzt mal auf, was mich zunehmend zwickt und meine Gedanken dazu:
- seit gut 10 Jahren habe ich Psoriasis an den Handinnenflächen und den Fußsohlen. Sie tritt schubweise auf, juckt dann ziemlich, ist aber mit Bepanthen relativ gut in Schach zu halten
- seit einem halben Jahr ist die Achillessehne oder deren Schleimbeutel des linken Fußes entzündet. Dass solche Entzündungen langwierig sind, weiß jeder. Soll das wirklich Rheuma sein?
- der rechte kleine Zeh ist seit Monaten komplett rot, dick und schmerzt bei jeder Berührung sehr (ist ja vielleicht nur ein zu enger Schuh und das Hühnerauge)
- mehrere Endgelenke der Finger, die Sehnen und das Handgelenk der rechten Hand schmerzen mit wechselnder Intensität seit Anfang des Jahres, sie sind druckempfindlich, die Hand ist insgesamt leicht geschwollen und bei Anspannung der Daumensehne ist ein dicker "Knubbel" tast- und sichtbar
- seit ein paar Wochen beginnt auch die linke Hand weh zu tun (ich bin Sekretärin - das könnte auch nur Überanstrengung der Hände sein)
- der rechte Ellbogen schmerzt und ist druckempfindlich (dafür habe ich keine "Erklärung")
- der Nacken und die linke Schulter schmerzen immer, mit wechselnder Intensität (ich sag ja: Sekretärin...)
- vor knapp einem Jahr habe ich zunächst schleichend, dann immer häufiger und intensiver Schmerzen tief in der Kreuzbeingegend, die manchmal ischiasartig ausstrahlen (schlechte Haltung am PC?)
- immer öfter brennen die Augen vor Trockenheit, tränen bei Wind sehr schnell und sind oft stark gerötet (ich hätte wegen der zunehmenden Alterssichtigkeit längst beim Augenarzt sein müssen - immerhin habe ich jetzt in einer Woche einen Termin)
- seit über einem Jahr hat es sich mit "morgens-aus-dem-Bett-hüpfen". Ich bin oft so steif, dass ich stundenlang nur durch die Gegend humple, zwei Kaffeetassen sind bereits zu Bruch gegangen, weil ich sie nicht halten konnte und ein paar Mal konnte ich die Finger nicht genug krümmen, so dass die Zahnbürste runterfiel (ähm... die Jüngste bin ich mit 46 auch nicht mehr...)
- im Tiefschlaf liege ich wie ein Baby - auf dem Rücken, beide Arme nach oben. Die Schultergelenke sind morgens so steif, dass es mehrere Minuten dauert, sie überhaupt runter zu bewegen. Die Finger sind oft taub und kribbeln (Karpaltunnel - das ist bei Sekretärinnen eine Berufskrankheit)
- wg. des Asthmas muss ich gelegentlich hoch dosiert Cortison nehmen. Am nächsten Tag steh ich förmlich unter einem Corti-Rausch, bin putzmunter und nahezu schmerzfrei
Rheumafaktor ist negativ, CRP war bei der letzten Untersuchung im März bei 35. Die Röntgenaufnahme der Hände war vor einem Jahr noch ohne jeden Befund. Bei der neuen Aufnahme vom Februar sind zwar keine akuten Entzündungen an den Knochen feststellbar, aber im Befund steht: leichte Entkalkungen und beginnende Arthrose an allen Gelenken der beiden Hände.
Ich weiß einfach nicht, was ich von all dem halten soll. Soll, muss, darf ich den Ärzten in der Tagesklinik all das erzählen? Es ist nicht wirklich schlimm - halten die mich nicht für völlig überspannt?
Hoffentlich konnte ich mich einigermaßen verständlich machen, es wäre schön, wenn ihr sagt, was ihr aus eurer Erfahrung dazu meint.
Verwirrte und irritierte Grüße
Funkel

Die ganze Pubertät hindurch hatte ich Serien von extrem schweren, sehr häufig akut lebensbedrohlichen Anfällen - die Kinderklinik wurde zu meinem 2. Zuhause. ich habe früh lernen müssen, dass ein Kampf gegen den eigenen Körper nichts bringt und Akzeptanz der Gegebenheiten für die innere Gelassenheit sorgt, die Grundvoraussetzung ist, um kämpfen zu können und gleichzeitig geduldig mit sich selbst sein zu können. Wenn ich nicht kann, kann ich eben nicht und als gelerntes Nesthäkchen hab ich kein Problem damit, um Hilfe zu bitten