hallo miteinander,
gestern abend kam das thema im chat auf und wurde leider nicht ganz korrekt wiedergegeben, so dass für manche ein falscher eindruck bezüglich der nebenwirkungen des paracetamols entstehen könnte. deshalb dieser beitrag, aber auch für jene, die es noch nicht wissen.
paracetamol ist seit dem 01.07.2008 bei packungsgrößen, die mehr als 10gramm wirkstoff enthalten (entspricht 10 000mg = 20 tabletten a 500mg) rezeptpflichtig. die gängige packungsgröße von 30 stück wird also auf 20 reduziert, die noch freiverkäuflich ist. der grund liegt darin, dass paracetamol, wie viele andere medis auch, in hohen dosen toxisch wirkt und schwere leberschäden verursacht. so erschreckend das auch erst einmal klingen mag, paracetamol wird, wie viele andere medis auch, über leber und nieren abgebaut, was bei langzeiteinnahme und überdosierung schwere schäden nach sich ziehen kann. diese tatsache ist seit langem bekannt, weshalb grundsätzlich gilt, je weniger schmerzmittel, oder auch allgemein medikamente, desto besser für leber und nieren. die tageshöchstdosis für einen erwachsenen mit durchschnittlich 75kg körpergewicht liegt bei 3000 mg.
gerade weil hier im forum viele auf schmerzmedis angewiesen sind ist es klar, dass es sich bei rheumis nicht immer vermeiden lässt, solche über längere zeiträume einzunehmen. wichtig dabei ist, dass der arzt über die einnahme informiert ist und regelmässig die blutwerte kontrolliert werden, was bei den meisten ja sowieso der fall ist.
paracetamol ist nicht nur ein schmerzmittel, sondern wirkt auch fiebersenkend, weshalb die gestrigen falschen (viel zu geringen) mengenangaben im chat womöglich den/die eine/n oder andere/n dazu verleiten könnten, aus angst vor möglichen schäden, den eigenen kindern bei hohem fieber kein paracetamol zu geben. dazu sei gesagt, dass die gefahr von schweren fieberkrämpfen bei kindern unter 4 jahren bei temperaturen über 38,5 °C besteht, weshalb immer ein fiebersenkendes medi gegeben werden sollte, wobei aber immer auch die dosierungsangaben in der packungsbeilage beachtet werden sollen und zwar besser nicht nach altersangabe, wie oftmals der fall, sondern besser nach körpergewicht. fieberkrämpfe bei kleinkindern können deutlich schwerwiegendere folgen haben, als die richtig dosierte gabe eines schmerzmedis, die in der regel keine nachwirkungen hat !!!
wer vernünftig und bewusst mit seiner medikation umgeht und alkohol (der ja auch über die leber abgebaut wird) in kombination mit medis meidet, braucht sich wegen der neuen verordnung also keine gedanken zu machen.
lieben gruß und schmerzarme tage wünscht
lexxus
gestern abend kam das thema im chat auf und wurde leider nicht ganz korrekt wiedergegeben, so dass für manche ein falscher eindruck bezüglich der nebenwirkungen des paracetamols entstehen könnte. deshalb dieser beitrag, aber auch für jene, die es noch nicht wissen.
paracetamol ist seit dem 01.07.2008 bei packungsgrößen, die mehr als 10gramm wirkstoff enthalten (entspricht 10 000mg = 20 tabletten a 500mg) rezeptpflichtig. die gängige packungsgröße von 30 stück wird also auf 20 reduziert, die noch freiverkäuflich ist. der grund liegt darin, dass paracetamol, wie viele andere medis auch, in hohen dosen toxisch wirkt und schwere leberschäden verursacht. so erschreckend das auch erst einmal klingen mag, paracetamol wird, wie viele andere medis auch, über leber und nieren abgebaut, was bei langzeiteinnahme und überdosierung schwere schäden nach sich ziehen kann. diese tatsache ist seit langem bekannt, weshalb grundsätzlich gilt, je weniger schmerzmittel, oder auch allgemein medikamente, desto besser für leber und nieren. die tageshöchstdosis für einen erwachsenen mit durchschnittlich 75kg körpergewicht liegt bei 3000 mg.
gerade weil hier im forum viele auf schmerzmedis angewiesen sind ist es klar, dass es sich bei rheumis nicht immer vermeiden lässt, solche über längere zeiträume einzunehmen. wichtig dabei ist, dass der arzt über die einnahme informiert ist und regelmässig die blutwerte kontrolliert werden, was bei den meisten ja sowieso der fall ist.
paracetamol ist nicht nur ein schmerzmittel, sondern wirkt auch fiebersenkend, weshalb die gestrigen falschen (viel zu geringen) mengenangaben im chat womöglich den/die eine/n oder andere/n dazu verleiten könnten, aus angst vor möglichen schäden, den eigenen kindern bei hohem fieber kein paracetamol zu geben. dazu sei gesagt, dass die gefahr von schweren fieberkrämpfen bei kindern unter 4 jahren bei temperaturen über 38,5 °C besteht, weshalb immer ein fiebersenkendes medi gegeben werden sollte, wobei aber immer auch die dosierungsangaben in der packungsbeilage beachtet werden sollen und zwar besser nicht nach altersangabe, wie oftmals der fall, sondern besser nach körpergewicht. fieberkrämpfe bei kleinkindern können deutlich schwerwiegendere folgen haben, als die richtig dosierte gabe eines schmerzmedis, die in der regel keine nachwirkungen hat !!!
wer vernünftig und bewusst mit seiner medikation umgeht und alkohol (der ja auch über die leber abgebaut wird) in kombination mit medis meidet, braucht sich wegen der neuen verordnung also keine gedanken zu machen.
lieben gruß und schmerzarme tage wünscht
lexxus
Zuletzt bearbeitet:


