Hallo Majosu...
das habe ich gefunden.
Indometacin, ein Indolessigsäurederivat, wirkt stark entzündungshemmend, antipyretisch und analgetisch. Die entzündungshemmende Wirkung beruht vermutlich auf der Hemmung der Cyclooxygenase, des für die Prostaglandinsynthese notwendigen Enzyms. Durch die Verabreichung von Retardkapseln ist eine Verminderung der täglichen Indometacin-Dosis möglich.
Pharmakokinetik
Indometacin erreicht bei oraler Anwendung nach ½-2 Stunden seine maximale Konzentration im Blut; die Absorption erfolgt rasch und praktisch vollständig. Es wird zu etwa 90% an Plasmaproteine gebunden, so dass die Ausscheidung relativ langsam erfolgt, etwa 50% innert 48 Stunden. Es erfolgt eine beträchtliche Verteilung in Gewebe und Körperflüssigkeiten, jedoch nur in geringen Mengen in die Cerebrospinalflüssigkeit. Die Halbwertszeit des freien, unveränderten Wirkstoffs im Blut liegt bei 2-3 Stunden. In der Leber erfolgt eine Metabolisierung zu inaktiven Metaboliten, welche teilweise rückresorbiert werden. An Glukuronsäure konjugierte Metaboliten werden über die Nieren oder über die Faeces ausgeschieden; Elimination in freier Form erfolgt zu etwa 10-20% der verabreichten Dosis. Bei Verabreichung der Retardkapseln werden therapeutische Konzentrationen etwa nach 1 Stunde erreicht und während der folgenden 12 Stunden aufrechterhalten.
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Rheumatoide Arthritis, Spondylosis ankylosans, Osteoarthrosis, Gicht, Tenosynovitis, Bursitis.
Dosierung/Anwendung
Erwachsene: täglich 2-3×1 Kapsel zu 25 mg; bei guter Verträglichkeit 2-3× täglich 1 Kapsel zu 50 mg bzw. 1-2 Retardkapseln zu 75 mg/Tag.
Im Normalfall sollten 200 mg/Tag nicht überschritten werden. Die Kapseln sind während der Mahlzeiten einzunehmen, um bei empfindlichen Patienten gastrointestinale Störungen auf ein Minimum zu reduzieren.
Kinder: Ab 2 Jahren 2 mg/kg/Tag in 2-3 Einzeldosen.
Die maximale Tagesdosis sollte 4 mg/kg/Tag nicht überschreiten.