Hallo Mizikatzitatzi,
gerade habe ich einen neuen Schub meiner Augenerkrankung hinter mir. Zum Glück wurde es keine Uveitis dieses Mal, wie die anderen Male und ich war diesmal nicht wochenlang außer Gefecht gesetzt. Es war nicht nur Glück, sondern eine gute Augenärztin war tätig. Ich weiß, dass es bisher nur nachts während des Schlafes zu diesen Symptomen gekommen ist und habe mit einer Augenärztin verabredet, dass ich mit dem Taxi zu ihr komme und sie mich bitte sofort drannimmt. Bisherige Augenärzte haben mich immer in die Augenklinik geschickt und dort wurde ich nach vielen Stunden Wartezeit mit starken Schmerzen stationär aufgenommen und habe eine Infusion erhalten. Es hatte sich jedes Mal eine Uveitis entwickelt, also eine Entzündung.
Jetzt kam ich also mit dem Taxi vorgefahren, sagte dass ich morgens beim Aufstehen trübe milchige Sicht hatte, nach den schon lange verordneten Augentropfen (Cosopt sine, Clonid ohpta sine und Voltaren sine) keine Besserung gab und jetzt noch Kopfschmerzen dazu gekommen sind. Der Augendruck wurde auf 35 gemessen und eine Blutung im Augenhintergrund gesehen. Ich bekam sofort Diamox, sollte 1 Stunde warten und nachdem der Augendruck auf 26 fiel, sollte ich jetzt 3 x tägl. Diamox-Tbl. dazu nehmen und zur Nacht noch Taflotan tropfen und am nächsten Tag wiederkommen. Am nächsten Tag war dann der Augendruck auf 20 gefallen. Ich wurde für den übernächsten Tag bestellt und dann wurden die Diamox-Tbl. abgesetzt. Es war keine Entzündung im Auge entstanden, der Druck war konstant auf 20 "und da machen wir hier nichts", wurde mir gesagt. Ich wurde nochmal zur Kontrolle in einer Woche bestellt und da schaute auch der Professor auf meinen Augenhintergrund. Ich wollte nun unbedingt wissen, wie die Diagnose sei und sagte, dass ich mir zu Hause schon den Kopf zerbrochen habe, was ich selbst tun oder lassen soll, damit das nicht immer wieder vorkommt. Dieser Professor sagte ganz lieb: "Ja, vom Kopfzerbrechen, da kann so eine Blutung kommen. Auch von nächtlichem hohen Blutdruck. Oder von Diabetes."
Ich sagte, hohen Blutdruck habe ich nicht, eher zu niedrigen und Diabetes auch nicht, nur grenzwertig erhöhte Werte. Aber Kopfzerbrechen, das mache ich mir schon, mein Rheumatologe sagt, es wäre Rheuma und deshalb spritze ich MTX, habe aber wegen einer dicken Erkältung die Spritze ausgesetzt. Der Professor sagte, ich hätte es schon richtig gemacht, MTX ist gut gegen die Entzündung im Auge, im Moment wäre da aber keine Entzündung zu sehen, nur alte Blutgerinsel, die sich bald auflösen werden, manchmal bleiben die auch wochenlang, dann sieht man Flusen, sie sich im Auge mitbewegen. Sofort kommen soll ich, wenn Blitze im Auge zu sehen sind, oder bei starken Kopfschmerzen. Ansonsten brauche ich erst in 2 Wochen wiederkommen.
Ich soll jetzt 5 x tägl. Novalgin ophta sine tropfen, dazu 3 x tägl. Cosopt sine und 2 x tägl. Clonid ophta sine. Ich habe den Wecker von meinem Handy gestellt, denn das kann ich mir nicht merken. Und ich gehe wieder arbeiten. Insgesamt bin ich sehr erleichtert, mein schon ziemlich geringer Visus hat sich nicht weiter verschlechtert.
Aber warum es immer wieder zu Blutungen in meinen Augen kommt, mal rechts, mal links, weiß niemand zu sagen. Cortison kann ich nicht vertragen, bin Cortison-Responder. Ich habe also, außer Rheuma, keine genaue Diagnose.
Ich wünsche allen Uveitis-Patienten eine so schnelle Behandlung wie ich sie hatte. Und gute Besserung.
Luna-Mona