Hallo allerseits,
hier ein Zitat von Juni 2002:
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Interessant sind da zum Beispiel die Arbeiten von Siegfried Mense, Anatom und Zellbiologe an der Universität Heidelberg. Er untersuchte einen bestimmten Nervenstrang im Rückenmark von Ratten, der in der Lage ist, die Weiterleitung von schmerzauslösenden Impulsen zu verhindern.
Fasziniert stellte Mense fest, dass, sobald er diesen hemmenden Strang blockierte, die Neuronen der Schmerzbahnen nach einem ganz bestimmten Muster zu feuern anfingen - nach einem Muster, das den bisher unerklärlichen Schmerz der Fibromyalgie-Patientinnen erklären könnte.
In der Fachwelt stieß Mense mit diesem Befund auf großes Interesse. Wilfried Jäckel, Fibromyalgie-Experte und Leiter des Hochrheininstituts für Rehabilitationsforschung Bad Säckingen der Universität Freiburg, glaubt sogar, dass "die Bücher über Fibromyalgie in den nächsten zehn Jahren neu geschrieben werden müssen".
Steckt hinter der rätselhaften Krankheit vielleicht nichts anderes als ein ungenügend funktionierender Rückenmarksstrang? Und führt dieser Defekt dann dazu, dass ständig schmerzauslösende Impulse ungehindert ins Hirn gelangen?
Es wäre möglich. Und obwohl es eigentlich eher seine Absicht war, "die Fibromyalgie-Patientinnen aus der Psycho-Ecke herauszuholen", könnten am Ende gerade Menses Rattenexperimente erklärlich machen, warum seelische Not den Schmerz der Fibromyalgie-Patientinnen verstärkt.
Denn verblüffenderweise ist der hemmende Nervenstrang, den Mense untersuchte, im Gehirn mit dem so genannten limbischen System verbunden - und das ist zuständig für die Verarbeitung von Gefühlen. VERONIKA HACKENBROCH <<
(Quelle)
War das vielleicht eine Wdh-Sendung aus dem Jahre 2002?
Liebe Grüße
Colana