Hallo Düsi,
meines Wissens kann man anhand des Szintigramms keine Aussage darüber treffen, welche Form von Rheuma (reaktiv-postinfektiös oder andere Form) der Patient hat.
Reaktive Arthritiden sind in der Regel Oligo - (NICHT Poly)-Arthritiden und folgendermaßen definiert:
Hauptkriterium: Typische perifere Arthritis, bevorzugt der unteren Extremität, asymmetrische Oligoarthritis
Zuätzlich: Hinweise für eine vorausgegangene Infektion. In der Vorgeschichte Auftreten einer Durchfallerkrankung oder Harnröhrenentzündung innerhalb der letzten 4 Wochen ...
Wie Dein Arzt auf eine juvenile
reaktive Arthritis kommt ist mir nicht so ganz klar.

Menschen mit einem pos. HLAB 27 sind anfälliger dafür nach Infektionen mit einer reaktiven Arthritis zu reagieren.
Eine reaktive Arthritis dauert in der Regel maximal einige Monate.
Bei ca. 25% der Patienten verläuft eine reaktive Arthritis chronisch.
Wenn die Symptomatik schon 1 Jahr lang geht, wird man vermutlich bei der Suche nach einem auslösenden Erreger (Bestimmung der Antikörper im Blut) keine Aussage treffen können ..
Wenn man von eine reaktiven Arthritis ausgeht, würde man nach so langer Dauer der Symptome (wenn es eine Arthritis ist) eine Basistherapie beginnen.
Bezüglich einer antibiotischen Therapie habe ich hier im Forum schon inige Beiträge geschrieben. Ist eher nach so langer Dauer nicht sinnvoll.
Noch ein paar Fragen:
- hat Deine Tochter "nur" Gelenkschmerzen oder auch Schwellungen und Bewegungseinschränkungen der Gelenke?
Wenn Schwellungen wo? Wieviele Gelenke?
Wurde ein Ultraschall der Gelenke gemacht ? (nur sinnvoll bei Bewegungseinschränkungen u./o. Schwellungen)
- hat sie oder ein Verwandeter 1. Grades Schuppenflechte?
- hat Deine Tochter noch andere Symptome (z.B. Fieber, z.B. kalte, verfärbte Hände/Finger, Hautausschläge)
- sind die Entzündungswerte erhöht?
- ist Deine Tochter von einem Rheumatologen untersucht worden?
Liebe Grüße
waschbär
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