Mb
Hi Spocky
Also bei einem Verdacht auf diese Bechterewsche Erkrankung müßte eine Positivität zu HLA-B27 (zu 80% allerdings bestehen). Weiter würde als Ausgang der Erkrankung eine Beteiligung der ISG (Kreuz-Darmbeingelenke) mehr als wahrscheinlich sein. Das äußert sich in tief sitzenden Rückenschmerzen und ist erst spät im Röntgen zu erkennen. Also vordiagnostisch ein auftretender Federungsschmerz in den ISG und verwaschene Konturen in der bildtechnischen Darstellung.
Die wesentliche Feststellung ist, daß bei der Bechterewschen Erkrankung die ISG knöchern durchbaut werden können und über Kalkablagerungen eine Versteifung der Wirbelsäule wahrscheinlich ist.
Eine Beteiligung der HWS ist anfangs auch denkbar.
Abgrenzend sollte man eine Psoriasis-arthritis abklären, da es schwer abgrenzbare Ähnlichkeiten zu MB gibt.
Wichtig ist, daß bei MB Bewegung Besserung der Beschwerden bringt und ein nächtlicher Ruheschmerz meist angegeben wird, der sich ebenfalls durch Bewegung bessern kann.
Bildtechnisch sollte man ein MRT machen lassen um über Flüssigkeitseinlagerungen frühe Entzündungsaktivitäten erkennen zu können.
Es gibt eine Bechterew-typische Haltung, die LWS steht schief im Becken, die BWS neigt sich dadurch anders und der Kopf versucht durch vorschieben über die HWS das auszugleichen. (Simpel gesagt man steht vorgebeugt mit hängenden wie unsere menschenähnlichen Vorfahren).
Es kommt oft zu Atemproblemen, da die Atembreite eingeschränkt wird, was sich durch eine vertärkte Zwerchfellatmung ausdrückt. der Bauch wird dabei fußballartig vorgewölbt.
So, daß wären aber mehr oder weniger Krankheitsbilder, die durch eine längere Krankheit bedingt wurden. Man kann MB quasi stoppen, die bisher besten Erfolge wurden mit Remicade erzielt, nur ist man betreffs möglicher Nebenwirkungen noch in Klärung.
Gegen Entzündungen wird Cortison gegeben und Viox wird jetzt durch die neuen Medikamente ersetzt, Arcoxia z.B.
Wichtig ist die Bewegung und über Muskelkraft sollte man eine bessere Körperhaltung versuchen, bzw. man solte das lernen (ich kann 7,5 cm gegenhalten, braucht eine Weile das zu können).
Eine rechtzeitige Diagnose und ein entsprechendes Behandlungskonzept ist unbedingt nötig. Eine Rehabilitationskur ist anzuraten.
In Berlin ist die profilierteste Einrichtung die Charitee/ Uniklinikum Steglitz. Der dortige Prof. Sieper ist weltweit eine Kapazität.
Zur DVMB wäre zu sagen, daß die überwiegende Arbeit dort, sich auf diese Sport bzw. Gymnastikgruppen konzentriert, was allerdings eine gute Sache ist sich selbst zu helfen. Maximal 2 Jahre zahlen die Kassen zu, entsprechende Verträge sind geklärt. Auch werden Vorträge bzw. Seminare angeboten, um sich besser auf die Erkrankung einstellen zu können.
Brauchst Du Kontaktadressen schick mir ne PNB.
Ja denn soweit und alles Gute "merre"