@Steve
wobei 40 Hübe Tilidin total überdosiert sind. Ein Hub sind 5 Tropfen. Die max Dosis Tilidin liegt bei 4 x 40 Tropfen am Tag. Habe das Zeug über 8 Jahre genommen. Wurde umgestellt auf Targin und Oxycodon. Eine Abhängigkeit hatte ich nicht aber wie bei den Vorrednern löste das Absetzen einen noch schlimmeren Schub aus. Die Phase dauerte gute 3 Wochen bis der Körper sich bei mir auf Targin und Co eingestellt hatte.
Ich weiß das diese Dosis über die normale Dosierung weg geht (und danke - ich weiß wieviele Hübe wieviel Tropfen entsprechen

) - Du kannst im Einzelfall diese Dosierung aber übergehen, was ich auch tue.
Und wie ich geschrieben habe, nehme ich diese Dosierung nicht täglich sondern nur bei Bedarf - abgesehen davon wirkt das in den Tillidin-Tropfen enthaltene Naloxon einer "Überdosierung" zumindest in diesem Minimal-Bereich sehr gut entgegen.
@Melanie: Tillidin-Tropfen machen auch nur eine gewisse Zeit lang ein "Rauschgefühl" - und das auch nicht in dem Maße wie "reine" Opiate wie Fentanyl, Sufentanyl usw., da dem Tillidin ein Opiat-Antagonist beigemengt ist, der genau diese Rauschwirkung um einiges Unterdrückt.
In Deutschland ist Tillidin nur noch in Verbindung mit Naloxon erhältlich, da es als "Ersatzdroge" benutzt wurde (und zur Zeit gerade von Südländischen Mitbürgern (die ja lt. Koran keine Drogen nehmen dürfen....) gerne als "Ersatz-Droge" und zum "anheizen" vor Schlägereien genutzt wird (Tillidin kann aggressive Schübe auslösen)).
Abgesehen davon gibt es Tillidin auch als Retard-Tabletten, die keinerlei Euphorie auslösen (zumindest selten), da der Wirkstoff verzögert über Stunden freigesetzt wird.
@Josie: Krieg' dich wieder ein... Was ist denn daran so schlimm, wenn ich Deine (sehr allgemein gehaltene) Aussage, das Fentanyl und Co. keine "Wohlgefühle" auslösen revidiere ? Du kannst nicht davon ausgehen, das exakt das, was Du empfindest genau auch auf andere Menschen zutrifft.
Im großen Teil der Fälle mag es ja so sein, das man kaum eine "Rauschwirkung" (klingt irgendwie blöd) empfindet - aber denk mal nach: Wann bekommt man Fentanyl-Pflaster ? Wohl erst wenn alles andere "darunter" nichts mehr geholfen hat ..
Das bedeutet wiederum folgendes: Du hast in aller Regel ein Opioid genommen (z.B. Tillidin oder Oxycodon), die allesamt an gewisse Rezeptoren im Gehirn binden wie Fentanyl.
Du hast (um bei dem Beispiel zu bleiben) Tillidin bei Bedarf genommen - zum Beispiel am Montag 2, am Dienstag 3, Donnerstag bis Samstag gar keine und am Sonntag 4 Hübe.
Du hast also einen Bedarf, der nicht wirklich gleichbleibend ist.
Und genau da fängt es an: Du bekommst Fentanyl-Pflaster nur, wenn Tillidin und Co. nichts mehr helfen und sichergestellt werden soll / muss, das Du eine bestimmte Menge am Tag verteilt über 24 Stunden und einen gewissen Zeitraum bekommen sollst.
Genau aus diesem Grund werden die Pflaster verschrieben (falls jetzt jemand damit kommt, das es auch Ibuprofen-Pflaster gibt: Ich weiß, die Idee ist aber die selbe - nur das Ibu im vergleich mit Fentanyl ein Witz ist).
Du hast also für einige Zeit (in aller Regel 3 Tage - korrigiert mich wenn ich falsch liege) einen nahezu gleichbleibenden Wirkspiegel im Blut und somit kein wirkliches "hochgefühl"...
Ein kurzes Beispiel: Viele von euch wurden sicherlich schon einmal operiert.
In aller Regel bekommt man am Abend vorher ein Beruhigungsmittel, morgens noch eine Pille davon und dann geht es in den OP.
Dort wird Euch ein Zugang gelegt, eine Infusion angeschlossen und der Anästhesist spricht mit euch, das ihr gleich auf den Bahamas seid (wenn ihr euch das denn vorher beim Doc. gewünscht habt - solche Dinge nehmen gerade jüngeren Patienten unheimlich die Angst !).
Daraufhin bekommt Ihr ein Medikament, worauf ihr folgendes Gefühl bekommt: Ihr denkt kurzzeitig (solange ihr das noch könnt), das ihr 2 Meter über dem OP-Tisch schwebt und habt ein Hochgefühl das nichts in eurem Leben bis dahin toppen kann.
Genau das ist in aller Regel der Moment an dem euch der Anästhesist ein Opiat (meist Fentanyl und seine Derivate) gespritzt hat.
(Eine Narkose läuft folgendermaßen: Sedierung (z.B. Dormicum) => Analgesie (z.B. Fentanyl) => Narkosemittel (Oft Disoprivan - abhängig von der Dauer und Art der OP) => (oftmals) Muskelrelaxanz (praktisch den Muskeln den Strom ausknipsen, so das der Körper sich nicht mehr gegen Intubation etc. wirkt).
Dieses Beispiel soll nur einmal die Wirkung auf unseren Körper verdeutlichen und keinesfalls ausdrücken, das euch ein Pflaster zum Mond schiesst !!!!
Nochmal zum geschriebenen über dem Beispiel:
Das gilt (zumindest oftmals) nur, wenn ihr schon "vorbelastet" seid durch einige andere Opioide - Patienten die als erstes Medikament gleich diesen Hammer bekommen (Fentanyl ist unbestritten ein sehr potentes Schmerzmittel und wird auch daher bei extremsten Schmerzen eingesetzt - nicht nur in der Rheuma-Therapie) werden mit großer Warscheinlichkeit ein gewisses "hochgefühl" bekommen, was aber gerade bei Tumorschmerzen (dort wird das auch sehr häufig eingesetzt) ansatzweise erwünscht ist, da diese Patienten verständlicherweise nicht gerade die glücklichsten sind.
Denken wir alle mal nach:
Macht es uns nicht noch fertiger, wenn wir an einem Tag an dem wir eh' schon eine Stimmungslage haben die zum heulen ist einen schmerzhaften Schub haben ?
Geht es uns dann nicht besser, wenn wir durch welche Dinge auch immer bessere Laune bekommen ?! Denkt mal drüber nach - von daher ist das gar nicht mal so übel, wenn man eine gewisse Euphorie entwickelt.
Man muss also das ganze von allen Seiten betrachten bevor man gleich verrat schreit nur weil sich einer erdreistet sich gegen Eure Meinung zu stellen.
Btw.: Habt Ihr von euren Ärzten den Tipp bekommen, beim kleben des Pflasters die Handfläche noch einige Minuten auf dem Pflaster zu lassen ?
Das hat mir mal eine Krankenschwester geseteckt, denn dadurch sollen die Pflaster besser kleben und den Wirkstoff besser abgeben können (durch die Erwärmung durch die Hand).
Vielleicht ist ja was dran - ich kann es (leider) nicht beurteilen.
P.S.: Lest Euch mal die Vorgeschichte aller Autoren ohne "Nebenwirkungen" der Fentanyl-Pflaster durch: Alle ohne Ausnahme haben vorher diverse andere Opioide genommen .. Was sagt uns das !?