C
Chrissi
Guest
Hi,
ich beobachte schon seit ein paar Tagen das ro-Forum. Bin einfach, wie so viele, auf Info-Suche hier gelandet.
Seit einem Jahr weiß ich (44) erst, dass mich dieses Thema auch zu interessieren hat, aber vermutlich hab ich schon seit dem Teenie-Alter damit zu tun. Immer und ewig Rückenschmerzen. Dachte eben, dass liegt am Hohlkreuz. Mit 18 wurde Scheuermann diagnostiziert und damit platzte mein Traum Sportlehrerin zu werden. Hin und wieder bin ich mal zum Arzt gegangen u.a. Herzschmerzen und es hieß immer "Herz o.k.,das kommt vom Rücken", dann hab ich auch mal Krankengymnastik bekommen, was immer der totale Reinfall war und Massagen, was mir damals gut getan hat. Im letzten Jahr schließlich wurde mir mal ein guter Orthopäde empfohlen, da meine Rückenschmerzen immer schlimmer wurden, ich seit einiger Zeit Fersenschmerzen hatte und ich in vielen Alltagssituationen immer unbelastbarer wurde (Haus- und gartenarbeit/macht vielles mein Mann; Einkäufe-schleppe ich stückchenweise ins Haus usw.) was mich total nervt. Dem hab ich denn erzählt, dass ich in den frühen Morgenstunden zeitweise vor Schmerzen nicht mehr schlafen kann, dass ich mich im Bett alle 5 Minuten drehen muss und dabei einen Riesenberg an Kissen mitwälze, um sie unter Bauch, Knie, Schulter und Füße zu schieben und überhaupt morgens recht schlecht in die Pötte komme. Der Doc verschrieb mir erstmal Einlagen (wegen der Fersenschmerzen/weiß aber nicht, ob das wirklich nötig war
), machte einen Bluttest, stellte Rheumafaktor negativ, aber HLA-B27 positiv fest und überwies mich mit Verdacht auf M.Bechterew in die Rheumasprechstunde im Benjamin-Franklin-Klinikum in Berlin. Dort wurde der Zirkus mit Röntgen und Kernspin des ISG nochmals gemacht, weil bei den ersten Aufnahmen kein Kontrastmittel verwendet wurde, aber ganz o.k. war letztere Aufnahme immer noch nicht. Röntgen war "nur" verdächtig. Tja, also versprochen hat mir der Doc in die Hand, dass ich keinen typischen Bechterew-Rücken kriege (das fand ich wenigstens beruhigend) und wenn es das überhaupt wäre, dann nur eine ganz leichte Form. Nach x-Blutuntersuchungen (immer ganz leicht erhöhte Leukos)und Gesprächen einigte man sich auf die Diagnose undifferenzierte Spondarthritis und als Therapie bekam ich Ibuprofen/400. Da war ich anfangs auch ganz glücklich mit. Ich nehme nämlich (jetzt nicht lachen....wenn ich so höre was ihr so alles schluckt) nur nach Bedarf 1/2 Tabletten. Hab nämlich so Angst um meinen Magen. Und so vier Stunden lang sind stärkere Beschwerden ja auch weg, aber die grundsätzlichen Beschwerden kriege ich damit natürlich überhaupt nicht weg. Deshalb bin ich so ziemlich erstaunt was ich hier so alles über Basismedikamente lese. Ich kann meine Beschwerden irgendwie gar nicht mehr so richtig einschätzen, schließlich lebe ich ja seit 30 Jahren damit und denke immer: Na, krauchen kann ich ja noch und manchmal sogar tanzen
"
Weil ich jetzt keine Zeit mehr hab meine ellenlange Lebensgeschichte weiter zu schreiben, hier erstmal meine allerwichtigste Frage: Liebe Berliner! Könnt ihr mir ärztemäßig irgendwelche Tipps geben, habt ihr Erfahrungen mit der Rheumasprechstunde? Taugt die überhaupt was? Muss man denn den Ärzten alle Infos einzelnen aus der Nase ziehen oder erst ein halbes Medizinstudium absolvieren um die wichtigsten Infos zu bekommen?
Tschüß erstmal
eure ratlose
Chrissi
ich beobachte schon seit ein paar Tagen das ro-Forum. Bin einfach, wie so viele, auf Info-Suche hier gelandet.
Seit einem Jahr weiß ich (44) erst, dass mich dieses Thema auch zu interessieren hat, aber vermutlich hab ich schon seit dem Teenie-Alter damit zu tun. Immer und ewig Rückenschmerzen. Dachte eben, dass liegt am Hohlkreuz. Mit 18 wurde Scheuermann diagnostiziert und damit platzte mein Traum Sportlehrerin zu werden. Hin und wieder bin ich mal zum Arzt gegangen u.a. Herzschmerzen und es hieß immer "Herz o.k.,das kommt vom Rücken", dann hab ich auch mal Krankengymnastik bekommen, was immer der totale Reinfall war und Massagen, was mir damals gut getan hat. Im letzten Jahr schließlich wurde mir mal ein guter Orthopäde empfohlen, da meine Rückenschmerzen immer schlimmer wurden, ich seit einiger Zeit Fersenschmerzen hatte und ich in vielen Alltagssituationen immer unbelastbarer wurde (Haus- und gartenarbeit/macht vielles mein Mann; Einkäufe-schleppe ich stückchenweise ins Haus usw.) was mich total nervt. Dem hab ich denn erzählt, dass ich in den frühen Morgenstunden zeitweise vor Schmerzen nicht mehr schlafen kann, dass ich mich im Bett alle 5 Minuten drehen muss und dabei einen Riesenberg an Kissen mitwälze, um sie unter Bauch, Knie, Schulter und Füße zu schieben und überhaupt morgens recht schlecht in die Pötte komme. Der Doc verschrieb mir erstmal Einlagen (wegen der Fersenschmerzen/weiß aber nicht, ob das wirklich nötig war
), machte einen Bluttest, stellte Rheumafaktor negativ, aber HLA-B27 positiv fest und überwies mich mit Verdacht auf M.Bechterew in die Rheumasprechstunde im Benjamin-Franklin-Klinikum in Berlin. Dort wurde der Zirkus mit Röntgen und Kernspin des ISG nochmals gemacht, weil bei den ersten Aufnahmen kein Kontrastmittel verwendet wurde, aber ganz o.k. war letztere Aufnahme immer noch nicht. Röntgen war "nur" verdächtig. Tja, also versprochen hat mir der Doc in die Hand, dass ich keinen typischen Bechterew-Rücken kriege (das fand ich wenigstens beruhigend) und wenn es das überhaupt wäre, dann nur eine ganz leichte Form. Nach x-Blutuntersuchungen (immer ganz leicht erhöhte Leukos)und Gesprächen einigte man sich auf die Diagnose undifferenzierte Spondarthritis und als Therapie bekam ich Ibuprofen/400. Da war ich anfangs auch ganz glücklich mit. Ich nehme nämlich (jetzt nicht lachen....wenn ich so höre was ihr so alles schluckt) nur nach Bedarf 1/2 Tabletten. Hab nämlich so Angst um meinen Magen. Und so vier Stunden lang sind stärkere Beschwerden ja auch weg, aber die grundsätzlichen Beschwerden kriege ich damit natürlich überhaupt nicht weg. Deshalb bin ich so ziemlich erstaunt was ich hier so alles über Basismedikamente lese. Ich kann meine Beschwerden irgendwie gar nicht mehr so richtig einschätzen, schließlich lebe ich ja seit 30 Jahren damit und denke immer: Na, krauchen kann ich ja noch und manchmal sogar tanzen Weil ich jetzt keine Zeit mehr hab meine ellenlange Lebensgeschichte weiter zu schreiben, hier erstmal meine allerwichtigste Frage: Liebe Berliner! Könnt ihr mir ärztemäßig irgendwelche Tipps geben, habt ihr Erfahrungen mit der Rheumasprechstunde? Taugt die überhaupt was? Muss man denn den Ärzten alle Infos einzelnen aus der Nase ziehen oder erst ein halbes Medizinstudium absolvieren um die wichtigsten Infos zu bekommen?
Tschüß erstmal
eure ratlose
Chrissi