Hallo Fynn,
bei meiner Tochter hat die Diagnose 2,5 Jahre gedauert. Ich will dir keine Angst machen. Sie hatte plötzlich geschwollene Knie, auf dem Röntgenbild wurde nichts fesgestellt. Der Orthopäde meinte es wäre eine Überanstrengung, da sie in einem Sportcamp war (das waren noch Zeiten). Mit Salbenumschlägen wurde es besser und trat erst Monate später wieder auf. Wieder nur Salbenbehandlungen und Schonung. Irgendwann wollte sie auch nicht mehr gehen. Die Abstände wurden kürzer, bis sie vor 1,5 Jahren gar nicht mehr gehen konnte, da war die Hüfte ausgerenkt, sie humpelte auch stark, das wurde aber gar nicht weiter beachtet und immer auf die Hüfte bezogen. Irgendwann war wieder Ruhe, aber bewegen mochte sie sich kaum noch und es fing auch an, daß sie die Treppen nicht mehr steigen wollte, mit dem Freizeitsport, außer reiten, ganz aufhörte und irgendwie unrund lief. Kein richtiges Humpeln, aber auch kein normales Gehen, so wie bei deinem Kind. Und sie wächst auch nicht so dolle, ist dünn, mickrig und immer total blaß. Dass sie als ältestes Kind in der Klasse auch gleichzeitig das kleinste ist, belastest sie manchmal. Im letzen Sommer kam dann ein richtiger Schub, sie hat nur noch geheult vor Schmerzen, in den Knien, im Rücken und mein Mann hat sie viel tragen müssen, da wir viele Treppen im Haus haben. Da erst kam der Verdacht auf Rheuma und der Orthopäde nahm Blut ab. Im Blut waren keine erhöhten Rheumawerte, also wieder Salben und zum MRT. Da konnte man dann die Ergüße sehen und wir wurden doch zum Rheumatologen geschickt. Der Termin war dann Ende November. Wir hatten noch Glück, daß der Orthopäde mit dem Rheumat. befreundet ist und uns schnell untergebracht hat. Wieder Blut abnehmen und warten. Mitte Dezember kam dann die Diagnose: erst juvenile idiopathische Oligoarthritis und dann psorias, da ihr Vater mal Schuppenflechte hatte und auch 2x eine Regenbogenhautentzündung und Rheuma als Jugendlicher. Bei ihm ist es wieder weggegangen. Und das hoffen wir auch, daß es wieder weggeht, der Rheumat. meint, die Chancen stehen ganz gut.
So war das bei uns, es hat ewig gedauert und die Diagnose zu stellen ist nicht immer einfach. Im Blut kann viel gesehen werden, die Familianamnamese ist aber auch wichtig.
Als die Diagnose noch nicht gestellt war, und wir immer noch von einer vorübergehenden Überlastung oder Wachstumsbeschwerden ausgegangen sind, war es leichter. Versuch doch mal die schmerzenden Gelenke mit Kytta-Salbe zu behandeln. Wir legen heute noch über Nacht Verbände an mit viel Salbe drunter, wenn die Schmerzen sehr stark sind. Das hilft ihr. Manchmal ist es auch nur die Geste, die hilft...ich werde umsorgt....
Ich wünsche euch, daß es kein Rheuma ist!! Und drücke die Daumen bis zum Testergbnis,
alles Liebe
Marly