Hallo,
ich bin ganz neu hier und gerade so fassungslos. Aber ich versuch mal, der Reihenfolge nach zu erzählen.
Wie es aussieht, hat unser mittlerer Sohn, gerade 3 1/2 Jahre alt, Rheuma. Wir haben noch keine endgültige Diagnose, aber alle Anzeichen deuten darauf hin und er wird auch schon auf Rheuma behandelt. Angefangen hat alles im November, als er Anfang November auf einmal nicht mehr richtig laufen konnte. Die Diagnose damals war Hüftschnupfen und die Ärzte meinten bei der Untersuchung auch, es könnte nichts Ernstes sein, da er bei Extrembewegungen keine Schmerzreaktion gezeigt hat. Nur, er sagt beim Arzt nie einen Ton. Letztes Jahr hat er sich den Arm gebrochen und es wurde erst nach 4 Tagen eine Röntgenaufnahme gemacht und der Bruch festgestellt, weil ich darauf bestanden habe, denn bei mir hat er sowohl gesagt, dass es wehtut, als auch den Arm nicht mehr richtig gebraucht. 3 Ärzte haben ihn untersucht und kein Mal hat er auch nur mit der Wimper gezuckt, als er untersucht wurde.
Egal, zurück zum Verdacht auf Rheuma. Der Hüftschnupfen hat sich länger hingezogen als gedacht, war aber nach 10 Tagen gegessen. Da bei der Untersuchung damals auch ein Leistenbruch festgestellt wurde, wurde er am 7.12. operiert. Lief alles prima. Am Tag nach der OP sagte er mittags auf einmal "das tut weh" und zeigte auf sein linkes Bein, so etwas oberhalb des Knies. Ich dachte, das kommt noch von der OP (obwohl der Leistenbruch rechts war), habe ihn kurz getröstet und nichts weiter gesagt. 3 Tage später wollte er nach dem Aufstehen von mir die Treppe runtergetragen werden und fing dann auf einmal an zu jammern, es würde so weh tun und zeigte mir sein linkes Knie. Ich konnte nichts sehen, habe aber die KIÄ darauf angesprochen, als wir zur Wundkontrolle dort waren. Sie meinte, sie würde sich mal mit dem Kinderrheumatologen am KinderKH in Verbindung setzen per Email. Die nächsten beiden Tage wollte Fynn nicht mehr laufen bei Spaziergängen, am Ende habe ich ihn nach Hause getragen und hat wieder über Schmerzen im linken Knie geklagt. Letzte Woche Mittwoch fing er abends dann auf einmal an zu weinen, es würde soooo wehtun. Ich wußte echt nicht mehr, was ich noch machen soll, konnte ihn nur beruhigen und als mir das gelungen war, habe ich rausbekommen, dass ihm nun beide Knie wehtun und das schon den ganzen Tag
. Am nächsten Tag habe ich die KiÄ angerufen, ob sie schon was gehört hat, und was ich ihm gegen die Schmerzen geben kann, wenn sie wiederkommen. Sie hat sich dann gleich ans Telefon geklemmt und mit dem Kinderrheumatologen telefoniert und nun sitzen wir hier mit 3x täglich Indo-Paed und 20 mg AntraMups (10 mg hat er wegen seinem Reflux sowieso schon seit 2 Jahren bekommen) wird und einem Termin beim Rheumatologen im Januar. Und alles ergibt scheinbar auf einmal einen Sinn: Dass er im Urlaub im September schon so lauffaul war und immer gesagt hat, er mag nicht mehr laufen. Und dass er, als er bei meinen Eltern war, morgens nicht mehr mit deren Hund spazieren gehen wollte, was immer das 1. Highlight des Tages war. Dass er an manchen Tagen morgens oder abends die Treppe hoch oder runtergetragen werden möchte.
Und nun hat er mir heute gesagt, dass ihm die Grundgelenke vom Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand wehtun. Sie waren auch leicht angeschwollen. Ich hätte am liebsten losgeheult.
Momentan weiß ich nicht weiter. Eine endgültige Diagnose haben wir wie gesagt noch nicht, aber der Rheumatologe scheint kaum einen Zweifel zu haben, sonst hätte er das Zeug sicher nicht verordnet.
Leider gibt es hier in der Gegend nur einen einzigen Kinderrheumatologen, deswegen müssen wir so lang auf einen Termin warten (und klar, dass vor Weihnachten und zwischen den Jahren nix passiert). So richtig schlecht geht es ihm ja auch nicht, er jammert und weint mal wegen den Schmerzen, aber eine halbe Stunde später spielt er, als wäre gar nichts. Die Knie sind auch nicht geschwollen oder heiß, er mag allerdings keine Berührungen. Beim Arzt wird er sicher wieder keinen Mucks von sich geben, er scheint sich da immer total "wegzubeamen". Als kleines Kind hatte er mal eine ziemlich traumatische Blutabnahme, danach waren Arztbesuche fast ein Jahr lang eine totale Katastrophe und nur mit Hilfe unserer tollen, einfühlsamen Kinderärztin haben wir es hinbekommen, dass er dort hingeht und sich zumindest ohne Gegenwehr untersuchen lässt, auch wenn er weder antwortet noch irgendwelche Reaktionen zeigt.
Ich habe Angst, dass der Rheumatologe mich als hysterische Mutter abtut, wenn er nichts feststellen kann und frage mich selber, ob ich das nicht vielleicht bin, weil ich (bis auf heute) absolut nichts sehen kann. Gleichzeitig glaube ich ihm 100 %, denn ich habe ihn noch nie so außer sich und aus heiterem Himmel weinen hören vor Schmerzen wie vor ein paar Tagen.
Sorry, wenn ich hier jetzt so lang rumgefaselt habe, aber irgendwo musste ich das mal loswerden.
ich bin ganz neu hier und gerade so fassungslos. Aber ich versuch mal, der Reihenfolge nach zu erzählen.
Wie es aussieht, hat unser mittlerer Sohn, gerade 3 1/2 Jahre alt, Rheuma. Wir haben noch keine endgültige Diagnose, aber alle Anzeichen deuten darauf hin und er wird auch schon auf Rheuma behandelt. Angefangen hat alles im November, als er Anfang November auf einmal nicht mehr richtig laufen konnte. Die Diagnose damals war Hüftschnupfen und die Ärzte meinten bei der Untersuchung auch, es könnte nichts Ernstes sein, da er bei Extrembewegungen keine Schmerzreaktion gezeigt hat. Nur, er sagt beim Arzt nie einen Ton. Letztes Jahr hat er sich den Arm gebrochen und es wurde erst nach 4 Tagen eine Röntgenaufnahme gemacht und der Bruch festgestellt, weil ich darauf bestanden habe, denn bei mir hat er sowohl gesagt, dass es wehtut, als auch den Arm nicht mehr richtig gebraucht. 3 Ärzte haben ihn untersucht und kein Mal hat er auch nur mit der Wimper gezuckt, als er untersucht wurde.
Egal, zurück zum Verdacht auf Rheuma. Der Hüftschnupfen hat sich länger hingezogen als gedacht, war aber nach 10 Tagen gegessen. Da bei der Untersuchung damals auch ein Leistenbruch festgestellt wurde, wurde er am 7.12. operiert. Lief alles prima. Am Tag nach der OP sagte er mittags auf einmal "das tut weh" und zeigte auf sein linkes Bein, so etwas oberhalb des Knies. Ich dachte, das kommt noch von der OP (obwohl der Leistenbruch rechts war), habe ihn kurz getröstet und nichts weiter gesagt. 3 Tage später wollte er nach dem Aufstehen von mir die Treppe runtergetragen werden und fing dann auf einmal an zu jammern, es würde so weh tun und zeigte mir sein linkes Knie. Ich konnte nichts sehen, habe aber die KIÄ darauf angesprochen, als wir zur Wundkontrolle dort waren. Sie meinte, sie würde sich mal mit dem Kinderrheumatologen am KinderKH in Verbindung setzen per Email. Die nächsten beiden Tage wollte Fynn nicht mehr laufen bei Spaziergängen, am Ende habe ich ihn nach Hause getragen und hat wieder über Schmerzen im linken Knie geklagt. Letzte Woche Mittwoch fing er abends dann auf einmal an zu weinen, es würde soooo wehtun. Ich wußte echt nicht mehr, was ich noch machen soll, konnte ihn nur beruhigen und als mir das gelungen war, habe ich rausbekommen, dass ihm nun beide Knie wehtun und das schon den ganzen Tag
. Am nächsten Tag habe ich die KiÄ angerufen, ob sie schon was gehört hat, und was ich ihm gegen die Schmerzen geben kann, wenn sie wiederkommen. Sie hat sich dann gleich ans Telefon geklemmt und mit dem Kinderrheumatologen telefoniert und nun sitzen wir hier mit 3x täglich Indo-Paed und 20 mg AntraMups (10 mg hat er wegen seinem Reflux sowieso schon seit 2 Jahren bekommen) wird und einem Termin beim Rheumatologen im Januar. Und alles ergibt scheinbar auf einmal einen Sinn: Dass er im Urlaub im September schon so lauffaul war und immer gesagt hat, er mag nicht mehr laufen. Und dass er, als er bei meinen Eltern war, morgens nicht mehr mit deren Hund spazieren gehen wollte, was immer das 1. Highlight des Tages war. Dass er an manchen Tagen morgens oder abends die Treppe hoch oder runtergetragen werden möchte. Und nun hat er mir heute gesagt, dass ihm die Grundgelenke vom Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand wehtun. Sie waren auch leicht angeschwollen. Ich hätte am liebsten losgeheult.
Momentan weiß ich nicht weiter. Eine endgültige Diagnose haben wir wie gesagt noch nicht, aber der Rheumatologe scheint kaum einen Zweifel zu haben, sonst hätte er das Zeug sicher nicht verordnet.
Leider gibt es hier in der Gegend nur einen einzigen Kinderrheumatologen, deswegen müssen wir so lang auf einen Termin warten (und klar, dass vor Weihnachten und zwischen den Jahren nix passiert). So richtig schlecht geht es ihm ja auch nicht, er jammert und weint mal wegen den Schmerzen, aber eine halbe Stunde später spielt er, als wäre gar nichts. Die Knie sind auch nicht geschwollen oder heiß, er mag allerdings keine Berührungen. Beim Arzt wird er sicher wieder keinen Mucks von sich geben, er scheint sich da immer total "wegzubeamen". Als kleines Kind hatte er mal eine ziemlich traumatische Blutabnahme, danach waren Arztbesuche fast ein Jahr lang eine totale Katastrophe und nur mit Hilfe unserer tollen, einfühlsamen Kinderärztin haben wir es hinbekommen, dass er dort hingeht und sich zumindest ohne Gegenwehr untersuchen lässt, auch wenn er weder antwortet noch irgendwelche Reaktionen zeigt.
Ich habe Angst, dass der Rheumatologe mich als hysterische Mutter abtut, wenn er nichts feststellen kann und frage mich selber, ob ich das nicht vielleicht bin, weil ich (bis auf heute) absolut nichts sehen kann. Gleichzeitig glaube ich ihm 100 %, denn ich habe ihn noch nie so außer sich und aus heiterem Himmel weinen hören vor Schmerzen wie vor ein paar Tagen.
Sorry, wenn ich hier jetzt so lang rumgefaselt habe, aber irgendwo musste ich das mal loswerden.
