Hallo ihr!
Ich (21) habe mich hier angemeldet, weil mich in letzter Zeit ziemlich viele Fragen über Rheuma bzw. über meine Beschwerden quälen. Ich möchte vorab erwähnen: Ich habe noch keine Diagnose sondern bis jetzt lediglich einen Termin beim Rheumatologen (auch Neurologen), allerdings erst Ende Mai. Und das war (wie viele bestimmt wissen) schon der frühste Termin in meinem (recht großen) Umfeld. Und dann passenderweise auch noch genau im Nachbarort.. "Glück" muss man auch mal haben
!
Der folgende Text schweift öfters mal vom Thema "Rheuma" ab, jedoch empfinde ich diese als wichtig um das Gesamtbild zu verstehen. Ich hoffe ihr verzeiht :vb_redface:.
Nun gut. Angefangen hat meine "Leidensgeschichte" bei mir 2013 mit sehr starken Ohrenschmerzen. Da war ich gerade in der Oberstufe und hatte generell keine leichte Zeit, da ich auch mit meinem Exfreund damals ziemlichen Stress hatte (das wollen Ärzte ja hauptsächlich wissen
). Nachdem ich beim HNO-Arzt war, meinte dieser, dass es nicht seine Baustelle sei, sondern die eines Zahnarztes. Daraufhin war ich dann auch bei meinem Zahnarzt und der hat bei mir eine Kieferfehlstellung festgestellt und ich (das kürze ich hier jetzt deutlich hab, der Zeitraum war nämlich ewig) wurde zu einem Gesichts-/Kieferchirurgen überwiesen. Dort kam dann die erste Frage bezüglich Rheuma auf und ich musste mir meinen Rheumafaktor testen lassen, welcher negativ war. Deshalb habe ich mir bezüglich Rheuma Ewigkeiten lang keine Gedanken mehr gemacht. Mein Kiefer wird heute noch behandelt mit bevorstehendem Kieferbruch, was aber mit meinem derzeitigen Problem vermutlich nur nebensächlich zu tun hat.
Ich hatte damals schon starke Probleme bezüglich dauerhafter Müdigkeit, Kopfschmerzen, Ohren-/Gesichtsschmerzen, Nackenschmerzen und gelegentlichen Gelenk-/Muskelschmerzen und Taubheit der Hände. Ich habe das natürlich alles unter meiner obigen Diagnose CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) eingeordnet. Nur leider wurde das auch Jahre später nicht besser, trotz Therapie. Es kamen eher noch ein Haufen weiterer Probleme hinzu: Konzentrationsschwäche, Gedächtnisprobleme, Wortfindungsstörungen, sehr trockene Haut, Antriebsschwäche. Kurz gesagt: Ich war einfach nicht mehr die Person, die ich davor war. Deshalb bin ich zu meinem Hausarzt, der meine Schilddrüsenwerte untersuchte. Diese waren zwar erhöht (hab also eine leichte Unterfunktion), mussten jedoch nicht unbedingt medikamentös behandelt werden. Da mich meine Beschwerden aber wirklich eingeschränkt haben, meinte dieser, ich sollte es probieren. Das Fazit: Mir ging es trotz Tabletten größtenteils immer noch beschissen. Als ich dann wegen dem Studium umgezogen bin und ein neues Rezept benötigt habe, wollte mich der neue Arzt ebenso nochmal untersuchen. TSH-Wert mit Tabletten lag bei ca 1 und er meinte ich sei fast in der Überfunktion :vb_confused: Ich war zwar anderer Meinung, aber da mir die Tabletten sowieso nicht geholfen haben, habe ich zugestimmt, diese erst mal abzusetzen.
Allerdings ging es mir damit definitiv nicht besser, sondern mein Wohlbefinden ging noch weiter in den Keller (ob das jetzt nur an den Tabletten liegt, sei mal dahingestellt). Ich habe starke Probleme mit dem Schlucken bekommen (Kiefer? doch Schilddrüse?), meine Haut wurde, wenn möglich, noch trockener. Ich habe seit November sehr trockene Augen und immer schlimmer werdende Sehstörungen (trotz Brille). Meine Haare fallen mir regelrecht aus (das ist mir früher schon aufgefallen, aber da hieß es nur: das sei normal). Mein Magen spinnt ab und zu rum, Alkohol vertrage ich überhaupt nicht mehr (selbst ein Minimum an Alkohol wirkt stark und unabhängig von der Menge ist der Tag danach vollkommen gelaufen).
Im November habe ich zudem solche starken Bauchschmerzen gehabt, dass ich kurz davor war, ins Krankenhaus wegen meinem Blinddarm zu gehen. Begleitet von Übelkeit und leichtem Fieber (Kurze Anmerkung: Ich habe NIE wirklich Fieber, bei mir ist schon 38 so zu sagen das Maximum, bei dem es mir elend geht. Ich hatte in meinem Leben bisher nur 3 Mal wirklich starkes Fieber.). Ich habe es jedoch gelassen, weil jeder meinte "ich sehe doch noch ganz gut aus". Und ich im Kindesalter schon mal wegen Verdacht auf Blinddarm im KH war und das ein Fehlalarm war.. Kurz danach habe ich ein Halo-Nävi (depigmentierenden Leberfleck) bekommen, der anscheinend auch bei einem fehlgeleiteten Immunsystem häufig auftritt.
Jetzt kommt der ganz aktuelle Teil. Ich hatte im Februar Uniprüfungen und hatte schon Wochen davor eher so ein Naja-Befinden. Alles aber noch irgendwie auszuhalten. Aber ein wirklich großes Problem war und ist die Müdigkeit. Ich bin morgens wortwörtlich nicht aus dem Bett gekommen. Mein Wecker hat gefühlt 10 Mal geklingelt, aber ich konnte mich einfach nicht überwinden. Und das ist etwas, das so gar nicht zu mir passt. Ich war früher schon beim ersten Weckerklingeln putzmunter und habe ihn niemals auf den Snooze-Modus gestellt. Sowas gab es bei mir einfach nicht. Ich habe davor auch Schule und Nebenjob (bei dem ich nach der Schule war und das bis Spätabends) unter einen Hut bekommen.
Dann kamen die Prüfungen immer näher und mir ging es zusehends immer schlechter. Und dann kamen auch wieder diese unerträglichen Bauchschmerzen, die ich nicht einordnen konnte. Ich hab sie die ersten zwei Prüfungen über mich ergehen lassen und bin dann jedoch nach der zweiten direkt zum Arzt. Der hat mich dann (oh Wunder) mit Verdacht auf Blinddarm ins Krankenhaus überwiesen. Dort kamen sie dann zur Erkenntnis: aufsteigender Harnwegsinfekt. Ich war zwar erleichtert, da ich meine Prüfungen schreiben konnte, aber auch verblüfft, dass das so ganz ohne sonstigen Blasenbeschwerden auftreten kann (also ohne dauerndem Drang zu Pinkeln und Schmerzen dabei). Deshalb habe ich erst mal literweise Tee in mich geschüttet und es wurde auch etwas besser. Bei diesen Bluttests wurde auch zusätzlich mein TSH-Wert bestimmt, der ohne Tabletten bei 3,1 lag).
Nach meiner dritten Prüfung wurde es dann aber ganz schlimm. Ich habe sehr starke Finger-/Arm-/Schulterschmerzen bekommen, hab plötzlich auf Lebensmittel reagiert, die ich sonst immer essen konnte und hatte das Gefühl jeden Moment umzukippen. Es ist wichtig zu erwähnen, dass ich in den letzten Monaten wirklich viel an Gewicht verloren habe. Das liegt daran, dass ich 1. keinen Appetit habe und 2. mir das Schlucken wirklich immer schwerer fällt. Das zieht vermutlich auch eine Reihe an Beschwerden mit sich, die mein Befinden nicht besser machen. Ich bin eigentlich der Mensch der seine Sachen durchzieht, aber zu diesem Zeitpunkt ging es nicht. Deshalb habe ich meine vierte Prüfung sausen lassen und bin zum Arzt. Der hat mich auf Borreliose testen lassen (negativ) und nochmal den TSH-Wert und Rheumafaktor testen lassen. Dass der Rheumafaktor negativ war, hat mich nicht unbedingt überrascht, dass mein TSH-Wert in 2 Wochen von 3,1 auf 4,4 gestiegen ist, allerdings schon.
Ich habe mich vor diesem Arztbesuch schon etwas schlau gemacht und mir ist eine Erkrankung sehr sehr sehr bekannt vorgekommen, nämlich der systematische Lupus erythematodes (ebenso das Sjögren-Syndrom). Ich weiß, dass man sich nicht selbst diagnostizieren soll (und das möchte ich auch nicht, ich möchte lediglich schlauer aus meinen Problemen werden), jedoch geht mir langsam die Energie und Lebensfreude aus. Ich weiß, dass mit mir etwas nicht stimmt und habe das Gefühl, dass mir niemand glaubt.
Wie gesagt, ich habe das gelesen und mir sind noch weitere Parallelen aufgefallen, die mir davor gar nicht so bewusst waren. Ich bin z.B. schon immer ein Mensch, der leicht rot wird (nicht in Bezug auf Sonnenbrand oder Hauttyp, der ist nämlich eher dunkel bei mir). Allerdings bin ich in den letzten Wochen öfters mal wie eine knallrote Tomate im Gesicht durch die Gegend gelaufen, woraufhin ich auch darauf angesprochen wurde. Dieses "Rotsein" war auch hauptsächlich auf dem Backen- und Nasenbereich, zusätzlich auch bei meinen Ohren. Ich bekomme in letzter Zeit immer sehr komischen "Ausschlag", der aber nach kurzer Zeit schon wieder weg ist. Dieser kommt und geht an verschiedenen Stellen meines Körpers und fällt mir dort hauptsächlich durch leichtes Jucken auf. Verstärkt ist dies alles natürlich wenn ich von Draußen reinkomme oder nach dem Duschen. Da sehe ich wirklich schrecklich aus. Schlimmer als jemals zuvor, denn sowas fällt einem ja doch auf
.
Außerdem bin ich in den letzten Monaten, aber eigentlich auch schon 1-2 Jahren, der Sonne regelrecht aus dem Weg gegangen. Das ist bisher immer unbewusst passiert, ist jedoch ziemlich untypisch für mich. Ich bin normalerweise ein echter Sonnenmensch, nichts ist besser als blauer Himmel, Sonne und Hitze! Dabei kann ich gar nicht genau sagen warum. Ich weiß nur, dass ich dann immer das Gefühl hatte, dass es mir nicht gut geht. Kopfschmerzen, Übelkeit und (sehr untypisch!!) schnelle rote, juckende Flecken. Meine Haut wird bei Sonenneinstrahlung schon seit ich denken kann erst mal leicht rot und dann nach kurzer Zeit sofort braun. Ich bin schon nach 30 Minuten leicht gebräunt und Sonnenbrand kenne/kannte ich eigentlich gar nicht. Ich würde das was ich dadurch bekomme auch nicht unbedingt mit Sonnenbrand vergleichen, aber auf jeden Fall reagiert meine Haut (und offensichtlich mein Körper generell) auf die Sonneneinstrahlung.
Seit ein paar Monaten ist mir verstärkt aufgefallen, dass meine Blutgerinnung verzögert ist. Wenn ich Blut abgenommen bekomme blutet es wirklich sehr lange (ich habe Ausversehen schon einmal die Praxis vollgeblutet, weil mein Pflaster nicht ausgereicht hat.. schrecklich) und danach habe ich Ewigkeiten einen rießen blauen Fleck. Aber auch bei kleinen Verletzungen blute ich ungewöhnlich lange.
Nun etwas, was mir wirklich Sorgen bereitet und mich auch dazu bewogen hat, hier doch mal nachzufragen. Kurz nach Weihnachten hatte ich das erste mal wirklich starke Brustschmerzen. Ich war mit Freunden in einer Bar und haben Dart gespielt. Ich habe in einem Moment ganz normal Luftgeholt und im nächsten hat meine Brust so unglaublich wehgetan. Mein Herz hat gepocht und ich hatte leichte Atemnot. Ich kannte diese Leute noch nicht wirklich gut, weshalb ich auch nichts gesagt und getan habe. Ich hab das irgendwie durchgezogen, bis es nach 1-2 Stunden besser wurde bzw. wieder ganz weg war. Am nächsten Tag fing das ganze wieder an (aber in abgeschwächter Form). Auch an diesem Tag hatte ich einen vollen Terminkalender und war bei anderen Freunden eingeladen. Deshalb habe ich es auch hier heruntergespielt und auf meinen Zyklus/Brustwachtum(?) geschoben. Danach ging es mir eigentlich wieder ziemlich gut in Bezug auf meine Brustschmerzen, lediglich ganz leichte Schmerzen. Nun ist es jedoch so, dass es mir seit ein paar Tagen wieder ganz mies geht und ich langsam wirklich Angst bekomme. Vermutlich wird hier jeder sagen: Geh zum Arzt! Aber das ist es ja gerade, ich habe in letzter Zeit so viele Arztbesuche hinter mir und zukünftige ebenso. Das mit meinen Brustschmerzen habe ich, ehrlich gesagt, auch noch nicht erwähnt. Es gibt mir umso mehr das Gefühl ein Hypochonder zu sein...
Deshalb nun meine Fragen an Betroffene:
Ich hoffe, mein Text hat euch nicht ganz überfordert und bin gespannt auf eure Antworten!
Liebe Grüße,
Julilein
Ich (21) habe mich hier angemeldet, weil mich in letzter Zeit ziemlich viele Fragen über Rheuma bzw. über meine Beschwerden quälen. Ich möchte vorab erwähnen: Ich habe noch keine Diagnose sondern bis jetzt lediglich einen Termin beim Rheumatologen (auch Neurologen), allerdings erst Ende Mai. Und das war (wie viele bestimmt wissen) schon der frühste Termin in meinem (recht großen) Umfeld. Und dann passenderweise auch noch genau im Nachbarort.. "Glück" muss man auch mal haben
!Der folgende Text schweift öfters mal vom Thema "Rheuma" ab, jedoch empfinde ich diese als wichtig um das Gesamtbild zu verstehen. Ich hoffe ihr verzeiht :vb_redface:.
Nun gut. Angefangen hat meine "Leidensgeschichte" bei mir 2013 mit sehr starken Ohrenschmerzen. Da war ich gerade in der Oberstufe und hatte generell keine leichte Zeit, da ich auch mit meinem Exfreund damals ziemlichen Stress hatte (das wollen Ärzte ja hauptsächlich wissen
Ich hatte damals schon starke Probleme bezüglich dauerhafter Müdigkeit, Kopfschmerzen, Ohren-/Gesichtsschmerzen, Nackenschmerzen und gelegentlichen Gelenk-/Muskelschmerzen und Taubheit der Hände. Ich habe das natürlich alles unter meiner obigen Diagnose CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) eingeordnet. Nur leider wurde das auch Jahre später nicht besser, trotz Therapie. Es kamen eher noch ein Haufen weiterer Probleme hinzu: Konzentrationsschwäche, Gedächtnisprobleme, Wortfindungsstörungen, sehr trockene Haut, Antriebsschwäche. Kurz gesagt: Ich war einfach nicht mehr die Person, die ich davor war. Deshalb bin ich zu meinem Hausarzt, der meine Schilddrüsenwerte untersuchte. Diese waren zwar erhöht (hab also eine leichte Unterfunktion), mussten jedoch nicht unbedingt medikamentös behandelt werden. Da mich meine Beschwerden aber wirklich eingeschränkt haben, meinte dieser, ich sollte es probieren. Das Fazit: Mir ging es trotz Tabletten größtenteils immer noch beschissen. Als ich dann wegen dem Studium umgezogen bin und ein neues Rezept benötigt habe, wollte mich der neue Arzt ebenso nochmal untersuchen. TSH-Wert mit Tabletten lag bei ca 1 und er meinte ich sei fast in der Überfunktion :vb_confused: Ich war zwar anderer Meinung, aber da mir die Tabletten sowieso nicht geholfen haben, habe ich zugestimmt, diese erst mal abzusetzen.
Allerdings ging es mir damit definitiv nicht besser, sondern mein Wohlbefinden ging noch weiter in den Keller (ob das jetzt nur an den Tabletten liegt, sei mal dahingestellt). Ich habe starke Probleme mit dem Schlucken bekommen (Kiefer? doch Schilddrüse?), meine Haut wurde, wenn möglich, noch trockener. Ich habe seit November sehr trockene Augen und immer schlimmer werdende Sehstörungen (trotz Brille). Meine Haare fallen mir regelrecht aus (das ist mir früher schon aufgefallen, aber da hieß es nur: das sei normal). Mein Magen spinnt ab und zu rum, Alkohol vertrage ich überhaupt nicht mehr (selbst ein Minimum an Alkohol wirkt stark und unabhängig von der Menge ist der Tag danach vollkommen gelaufen).
Im November habe ich zudem solche starken Bauchschmerzen gehabt, dass ich kurz davor war, ins Krankenhaus wegen meinem Blinddarm zu gehen. Begleitet von Übelkeit und leichtem Fieber (Kurze Anmerkung: Ich habe NIE wirklich Fieber, bei mir ist schon 38 so zu sagen das Maximum, bei dem es mir elend geht. Ich hatte in meinem Leben bisher nur 3 Mal wirklich starkes Fieber.). Ich habe es jedoch gelassen, weil jeder meinte "ich sehe doch noch ganz gut aus". Und ich im Kindesalter schon mal wegen Verdacht auf Blinddarm im KH war und das ein Fehlalarm war.. Kurz danach habe ich ein Halo-Nävi (depigmentierenden Leberfleck) bekommen, der anscheinend auch bei einem fehlgeleiteten Immunsystem häufig auftritt.
Jetzt kommt der ganz aktuelle Teil. Ich hatte im Februar Uniprüfungen und hatte schon Wochen davor eher so ein Naja-Befinden. Alles aber noch irgendwie auszuhalten. Aber ein wirklich großes Problem war und ist die Müdigkeit. Ich bin morgens wortwörtlich nicht aus dem Bett gekommen. Mein Wecker hat gefühlt 10 Mal geklingelt, aber ich konnte mich einfach nicht überwinden. Und das ist etwas, das so gar nicht zu mir passt. Ich war früher schon beim ersten Weckerklingeln putzmunter und habe ihn niemals auf den Snooze-Modus gestellt. Sowas gab es bei mir einfach nicht. Ich habe davor auch Schule und Nebenjob (bei dem ich nach der Schule war und das bis Spätabends) unter einen Hut bekommen.
Dann kamen die Prüfungen immer näher und mir ging es zusehends immer schlechter. Und dann kamen auch wieder diese unerträglichen Bauchschmerzen, die ich nicht einordnen konnte. Ich hab sie die ersten zwei Prüfungen über mich ergehen lassen und bin dann jedoch nach der zweiten direkt zum Arzt. Der hat mich dann (oh Wunder) mit Verdacht auf Blinddarm ins Krankenhaus überwiesen. Dort kamen sie dann zur Erkenntnis: aufsteigender Harnwegsinfekt. Ich war zwar erleichtert, da ich meine Prüfungen schreiben konnte, aber auch verblüfft, dass das so ganz ohne sonstigen Blasenbeschwerden auftreten kann (also ohne dauerndem Drang zu Pinkeln und Schmerzen dabei). Deshalb habe ich erst mal literweise Tee in mich geschüttet und es wurde auch etwas besser. Bei diesen Bluttests wurde auch zusätzlich mein TSH-Wert bestimmt, der ohne Tabletten bei 3,1 lag).
Nach meiner dritten Prüfung wurde es dann aber ganz schlimm. Ich habe sehr starke Finger-/Arm-/Schulterschmerzen bekommen, hab plötzlich auf Lebensmittel reagiert, die ich sonst immer essen konnte und hatte das Gefühl jeden Moment umzukippen. Es ist wichtig zu erwähnen, dass ich in den letzten Monaten wirklich viel an Gewicht verloren habe. Das liegt daran, dass ich 1. keinen Appetit habe und 2. mir das Schlucken wirklich immer schwerer fällt. Das zieht vermutlich auch eine Reihe an Beschwerden mit sich, die mein Befinden nicht besser machen. Ich bin eigentlich der Mensch der seine Sachen durchzieht, aber zu diesem Zeitpunkt ging es nicht. Deshalb habe ich meine vierte Prüfung sausen lassen und bin zum Arzt. Der hat mich auf Borreliose testen lassen (negativ) und nochmal den TSH-Wert und Rheumafaktor testen lassen. Dass der Rheumafaktor negativ war, hat mich nicht unbedingt überrascht, dass mein TSH-Wert in 2 Wochen von 3,1 auf 4,4 gestiegen ist, allerdings schon.
Ich habe mich vor diesem Arztbesuch schon etwas schlau gemacht und mir ist eine Erkrankung sehr sehr sehr bekannt vorgekommen, nämlich der systematische Lupus erythematodes (ebenso das Sjögren-Syndrom). Ich weiß, dass man sich nicht selbst diagnostizieren soll (und das möchte ich auch nicht, ich möchte lediglich schlauer aus meinen Problemen werden), jedoch geht mir langsam die Energie und Lebensfreude aus. Ich weiß, dass mit mir etwas nicht stimmt und habe das Gefühl, dass mir niemand glaubt.
Wie gesagt, ich habe das gelesen und mir sind noch weitere Parallelen aufgefallen, die mir davor gar nicht so bewusst waren. Ich bin z.B. schon immer ein Mensch, der leicht rot wird (nicht in Bezug auf Sonnenbrand oder Hauttyp, der ist nämlich eher dunkel bei mir). Allerdings bin ich in den letzten Wochen öfters mal wie eine knallrote Tomate im Gesicht durch die Gegend gelaufen, woraufhin ich auch darauf angesprochen wurde. Dieses "Rotsein" war auch hauptsächlich auf dem Backen- und Nasenbereich, zusätzlich auch bei meinen Ohren. Ich bekomme in letzter Zeit immer sehr komischen "Ausschlag", der aber nach kurzer Zeit schon wieder weg ist. Dieser kommt und geht an verschiedenen Stellen meines Körpers und fällt mir dort hauptsächlich durch leichtes Jucken auf. Verstärkt ist dies alles natürlich wenn ich von Draußen reinkomme oder nach dem Duschen. Da sehe ich wirklich schrecklich aus. Schlimmer als jemals zuvor, denn sowas fällt einem ja doch auf
.Außerdem bin ich in den letzten Monaten, aber eigentlich auch schon 1-2 Jahren, der Sonne regelrecht aus dem Weg gegangen. Das ist bisher immer unbewusst passiert, ist jedoch ziemlich untypisch für mich. Ich bin normalerweise ein echter Sonnenmensch, nichts ist besser als blauer Himmel, Sonne und Hitze! Dabei kann ich gar nicht genau sagen warum. Ich weiß nur, dass ich dann immer das Gefühl hatte, dass es mir nicht gut geht. Kopfschmerzen, Übelkeit und (sehr untypisch!!) schnelle rote, juckende Flecken. Meine Haut wird bei Sonenneinstrahlung schon seit ich denken kann erst mal leicht rot und dann nach kurzer Zeit sofort braun. Ich bin schon nach 30 Minuten leicht gebräunt und Sonnenbrand kenne/kannte ich eigentlich gar nicht. Ich würde das was ich dadurch bekomme auch nicht unbedingt mit Sonnenbrand vergleichen, aber auf jeden Fall reagiert meine Haut (und offensichtlich mein Körper generell) auf die Sonneneinstrahlung.
Seit ein paar Monaten ist mir verstärkt aufgefallen, dass meine Blutgerinnung verzögert ist. Wenn ich Blut abgenommen bekomme blutet es wirklich sehr lange (ich habe Ausversehen schon einmal die Praxis vollgeblutet, weil mein Pflaster nicht ausgereicht hat.. schrecklich) und danach habe ich Ewigkeiten einen rießen blauen Fleck. Aber auch bei kleinen Verletzungen blute ich ungewöhnlich lange.
Nun etwas, was mir wirklich Sorgen bereitet und mich auch dazu bewogen hat, hier doch mal nachzufragen. Kurz nach Weihnachten hatte ich das erste mal wirklich starke Brustschmerzen. Ich war mit Freunden in einer Bar und haben Dart gespielt. Ich habe in einem Moment ganz normal Luftgeholt und im nächsten hat meine Brust so unglaublich wehgetan. Mein Herz hat gepocht und ich hatte leichte Atemnot. Ich kannte diese Leute noch nicht wirklich gut, weshalb ich auch nichts gesagt und getan habe. Ich hab das irgendwie durchgezogen, bis es nach 1-2 Stunden besser wurde bzw. wieder ganz weg war. Am nächsten Tag fing das ganze wieder an (aber in abgeschwächter Form). Auch an diesem Tag hatte ich einen vollen Terminkalender und war bei anderen Freunden eingeladen. Deshalb habe ich es auch hier heruntergespielt und auf meinen Zyklus/Brustwachtum(?) geschoben. Danach ging es mir eigentlich wieder ziemlich gut in Bezug auf meine Brustschmerzen, lediglich ganz leichte Schmerzen. Nun ist es jedoch so, dass es mir seit ein paar Tagen wieder ganz mies geht und ich langsam wirklich Angst bekomme. Vermutlich wird hier jeder sagen: Geh zum Arzt! Aber das ist es ja gerade, ich habe in letzter Zeit so viele Arztbesuche hinter mir und zukünftige ebenso. Das mit meinen Brustschmerzen habe ich, ehrlich gesagt, auch noch nicht erwähnt. Es gibt mir umso mehr das Gefühl ein Hypochonder zu sein...
Deshalb nun meine Fragen an Betroffene:
- Inwieweit kennt ihr Fälle von rheumatischen Erkrankungen in Zusammenhang mit einer CMD?
- Treten Schilddrüsenprobleme eher vor, nach oder während des Ausbruchs einer rheumatischen Erkrankung auf?
- Habt ihr auch Probleme mit Halo-Nävi (oder waren diese Vorläufer von Vitiligo)?
- In welcher Form treten bei euch Hautausschläge auf und wie lange ist ihre Dauer?
- Habt ihr auch Probleme mit dem Blinddarm bzw das Gefühl? Z.B. vor einem Schub?
- Hattet ihr auch Blasenprobleme?
- Können Herz-/Lungenproblematiken auch schon zu Beginn einer Erkankung auftreten? Und wie haben sich diese bei euch geäußert?
- Habt ihr Morgensteifheit? Immer? Gelegentlich?
- Habt/Hattet ihr Schluckbeschwerden/Schluckstörungen und wenn ja, wie schlimm und wie äußern/äußerten sich diese?
- Hattet ihr einen positiven oder negativen Rheumafaktor?
- Hattet ihr zu Beginn erhöhte Entzündungwerte?
- Habt ihr Antikörper?
- Was waren bei euch die ersten wirklichen Alarmzeichen, dass bei euch etwas nicht stimmt?
Ich hoffe, mein Text hat euch nicht ganz überfordert und bin gespannt auf eure Antworten!
Liebe Grüße,
Julilein
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