Hallo!

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von julilein, 8. März 2017.

  1. julilein

    julilein Mitglied

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    Hallo ihr!
    Ich (21) habe mich hier angemeldet, weil mich in letzter Zeit ziemlich viele Fragen über Rheuma bzw. über meine Beschwerden quälen. Ich möchte vorab erwähnen: Ich habe noch keine Diagnose sondern bis jetzt lediglich einen Termin beim Rheumatologen (auch Neurologen), allerdings erst Ende Mai. Und das war (wie viele bestimmt wissen) schon der frühste Termin in meinem (recht großen) Umfeld. Und dann passenderweise auch noch genau im Nachbarort.. "Glück" muss man auch mal haben :rolleyes:!

    Der folgende Text schweift öfters mal vom Thema "Rheuma" ab, jedoch empfinde ich diese als wichtig um das Gesamtbild zu verstehen. Ich hoffe ihr verzeiht :vb_redface:.

    Nun gut. Angefangen hat meine "Leidensgeschichte" bei mir 2013 mit sehr starken Ohrenschmerzen. Da war ich gerade in der Oberstufe und hatte generell keine leichte Zeit, da ich auch mit meinem Exfreund damals ziemlichen Stress hatte (das wollen Ärzte ja hauptsächlich wissen :D). Nachdem ich beim HNO-Arzt war, meinte dieser, dass es nicht seine Baustelle sei, sondern die eines Zahnarztes. Daraufhin war ich dann auch bei meinem Zahnarzt und der hat bei mir eine Kieferfehlstellung festgestellt und ich (das kürze ich hier jetzt deutlich hab, der Zeitraum war nämlich ewig) wurde zu einem Gesichts-/Kieferchirurgen überwiesen. Dort kam dann die erste Frage bezüglich Rheuma auf und ich musste mir meinen Rheumafaktor testen lassen, welcher negativ war. Deshalb habe ich mir bezüglich Rheuma Ewigkeiten lang keine Gedanken mehr gemacht. Mein Kiefer wird heute noch behandelt mit bevorstehendem Kieferbruch, was aber mit meinem derzeitigen Problem vermutlich nur nebensächlich zu tun hat.

    Ich hatte damals schon starke Probleme bezüglich dauerhafter Müdigkeit, Kopfschmerzen, Ohren-/Gesichtsschmerzen, Nackenschmerzen und gelegentlichen Gelenk-/Muskelschmerzen und Taubheit der Hände. Ich habe das natürlich alles unter meiner obigen Diagnose CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) eingeordnet. Nur leider wurde das auch Jahre später nicht besser, trotz Therapie. Es kamen eher noch ein Haufen weiterer Probleme hinzu: Konzentrationsschwäche, Gedächtnisprobleme, Wortfindungsstörungen, sehr trockene Haut, Antriebsschwäche. Kurz gesagt: Ich war einfach nicht mehr die Person, die ich davor war. Deshalb bin ich zu meinem Hausarzt, der meine Schilddrüsenwerte untersuchte. Diese waren zwar erhöht (hab also eine leichte Unterfunktion), mussten jedoch nicht unbedingt medikamentös behandelt werden. Da mich meine Beschwerden aber wirklich eingeschränkt haben, meinte dieser, ich sollte es probieren. Das Fazit: Mir ging es trotz Tabletten größtenteils immer noch beschissen. Als ich dann wegen dem Studium umgezogen bin und ein neues Rezept benötigt habe, wollte mich der neue Arzt ebenso nochmal untersuchen. TSH-Wert mit Tabletten lag bei ca 1 und er meinte ich sei fast in der Überfunktion :vb_confused: Ich war zwar anderer Meinung, aber da mir die Tabletten sowieso nicht geholfen haben, habe ich zugestimmt, diese erst mal abzusetzen.

    Allerdings ging es mir damit definitiv nicht besser, sondern mein Wohlbefinden ging noch weiter in den Keller (ob das jetzt nur an den Tabletten liegt, sei mal dahingestellt). Ich habe starke Probleme mit dem Schlucken bekommen (Kiefer? doch Schilddrüse?), meine Haut wurde, wenn möglich, noch trockener. Ich habe seit November sehr trockene Augen und immer schlimmer werdende Sehstörungen (trotz Brille). Meine Haare fallen mir regelrecht aus (das ist mir früher schon aufgefallen, aber da hieß es nur: das sei normal). Mein Magen spinnt ab und zu rum, Alkohol vertrage ich überhaupt nicht mehr (selbst ein Minimum an Alkohol wirkt stark und unabhängig von der Menge ist der Tag danach vollkommen gelaufen).

    Im November habe ich zudem solche starken Bauchschmerzen gehabt, dass ich kurz davor war, ins Krankenhaus wegen meinem Blinddarm zu gehen. Begleitet von Übelkeit und leichtem Fieber (Kurze Anmerkung: Ich habe NIE wirklich Fieber, bei mir ist schon 38 so zu sagen das Maximum, bei dem es mir elend geht. Ich hatte in meinem Leben bisher nur 3 Mal wirklich starkes Fieber.). Ich habe es jedoch gelassen, weil jeder meinte "ich sehe doch noch ganz gut aus". Und ich im Kindesalter schon mal wegen Verdacht auf Blinddarm im KH war und das ein Fehlalarm war.. Kurz danach habe ich ein Halo-Nävi (depigmentierenden Leberfleck) bekommen, der anscheinend auch bei einem fehlgeleiteten Immunsystem häufig auftritt.

    Jetzt kommt der ganz aktuelle Teil. Ich hatte im Februar Uniprüfungen und hatte schon Wochen davor eher so ein Naja-Befinden. Alles aber noch irgendwie auszuhalten. Aber ein wirklich großes Problem war und ist die Müdigkeit. Ich bin morgens wortwörtlich nicht aus dem Bett gekommen. Mein Wecker hat gefühlt 10 Mal geklingelt, aber ich konnte mich einfach nicht überwinden. Und das ist etwas, das so gar nicht zu mir passt. Ich war früher schon beim ersten Weckerklingeln putzmunter und habe ihn niemals auf den Snooze-Modus gestellt. Sowas gab es bei mir einfach nicht. Ich habe davor auch Schule und Nebenjob (bei dem ich nach der Schule war und das bis Spätabends) unter einen Hut bekommen.

    Dann kamen die Prüfungen immer näher und mir ging es zusehends immer schlechter. Und dann kamen auch wieder diese unerträglichen Bauchschmerzen, die ich nicht einordnen konnte. Ich hab sie die ersten zwei Prüfungen über mich ergehen lassen und bin dann jedoch nach der zweiten direkt zum Arzt. Der hat mich dann (oh Wunder) mit Verdacht auf Blinddarm ins Krankenhaus überwiesen. Dort kamen sie dann zur Erkenntnis: aufsteigender Harnwegsinfekt. Ich war zwar erleichtert, da ich meine Prüfungen schreiben konnte, aber auch verblüfft, dass das so ganz ohne sonstigen Blasenbeschwerden auftreten kann (also ohne dauerndem Drang zu Pinkeln und Schmerzen dabei). Deshalb habe ich erst mal literweise Tee in mich geschüttet und es wurde auch etwas besser. Bei diesen Bluttests wurde auch zusätzlich mein TSH-Wert bestimmt, der ohne Tabletten bei 3,1 lag).

    Nach meiner dritten Prüfung wurde es dann aber ganz schlimm. Ich habe sehr starke Finger-/Arm-/Schulterschmerzen bekommen, hab plötzlich auf Lebensmittel reagiert, die ich sonst immer essen konnte und hatte das Gefühl jeden Moment umzukippen. Es ist wichtig zu erwähnen, dass ich in den letzten Monaten wirklich viel an Gewicht verloren habe. Das liegt daran, dass ich 1. keinen Appetit habe und 2. mir das Schlucken wirklich immer schwerer fällt. Das zieht vermutlich auch eine Reihe an Beschwerden mit sich, die mein Befinden nicht besser machen. Ich bin eigentlich der Mensch der seine Sachen durchzieht, aber zu diesem Zeitpunkt ging es nicht. Deshalb habe ich meine vierte Prüfung sausen lassen und bin zum Arzt. Der hat mich auf Borreliose testen lassen (negativ) und nochmal den TSH-Wert und Rheumafaktor testen lassen. Dass der Rheumafaktor negativ war, hat mich nicht unbedingt überrascht, dass mein TSH-Wert in 2 Wochen von 3,1 auf 4,4 gestiegen ist, allerdings schon.

    Ich habe mich vor diesem Arztbesuch schon etwas schlau gemacht und mir ist eine Erkrankung sehr sehr sehr bekannt vorgekommen, nämlich der systematische Lupus erythematodes (ebenso das Sjögren-Syndrom). Ich weiß, dass man sich nicht selbst diagnostizieren soll (und das möchte ich auch nicht, ich möchte lediglich schlauer aus meinen Problemen werden), jedoch geht mir langsam die Energie und Lebensfreude aus. Ich weiß, dass mit mir etwas nicht stimmt und habe das Gefühl, dass mir niemand glaubt.

    Wie gesagt, ich habe das gelesen und mir sind noch weitere Parallelen aufgefallen, die mir davor gar nicht so bewusst waren. Ich bin z.B. schon immer ein Mensch, der leicht rot wird (nicht in Bezug auf Sonnenbrand oder Hauttyp, der ist nämlich eher dunkel bei mir). Allerdings bin ich in den letzten Wochen öfters mal wie eine knallrote Tomate im Gesicht durch die Gegend gelaufen, woraufhin ich auch darauf angesprochen wurde. Dieses "Rotsein" war auch hauptsächlich auf dem Backen- und Nasenbereich, zusätzlich auch bei meinen Ohren. Ich bekomme in letzter Zeit immer sehr komischen "Ausschlag", der aber nach kurzer Zeit schon wieder weg ist. Dieser kommt und geht an verschiedenen Stellen meines Körpers und fällt mir dort hauptsächlich durch leichtes Jucken auf. Verstärkt ist dies alles natürlich wenn ich von Draußen reinkomme oder nach dem Duschen. Da sehe ich wirklich schrecklich aus. Schlimmer als jemals zuvor, denn sowas fällt einem ja doch auf :confused:.

    Außerdem bin ich in den letzten Monaten, aber eigentlich auch schon 1-2 Jahren, der Sonne regelrecht aus dem Weg gegangen. Das ist bisher immer unbewusst passiert, ist jedoch ziemlich untypisch für mich. Ich bin normalerweise ein echter Sonnenmensch, nichts ist besser als blauer Himmel, Sonne und Hitze! Dabei kann ich gar nicht genau sagen warum. Ich weiß nur, dass ich dann immer das Gefühl hatte, dass es mir nicht gut geht. Kopfschmerzen, Übelkeit und (sehr untypisch!!) schnelle rote, juckende Flecken. Meine Haut wird bei Sonenneinstrahlung schon seit ich denken kann erst mal leicht rot und dann nach kurzer Zeit sofort braun. Ich bin schon nach 30 Minuten leicht gebräunt und Sonnenbrand kenne/kannte ich eigentlich gar nicht. Ich würde das was ich dadurch bekomme auch nicht unbedingt mit Sonnenbrand vergleichen, aber auf jeden Fall reagiert meine Haut (und offensichtlich mein Körper generell) auf die Sonneneinstrahlung.

    Seit ein paar Monaten ist mir verstärkt aufgefallen, dass meine Blutgerinnung verzögert ist. Wenn ich Blut abgenommen bekomme blutet es wirklich sehr lange (ich habe Ausversehen schon einmal die Praxis vollgeblutet, weil mein Pflaster nicht ausgereicht hat.. schrecklich) und danach habe ich Ewigkeiten einen rießen blauen Fleck. Aber auch bei kleinen Verletzungen blute ich ungewöhnlich lange.

    Nun etwas, was mir wirklich Sorgen bereitet und mich auch dazu bewogen hat, hier doch mal nachzufragen. Kurz nach Weihnachten hatte ich das erste mal wirklich starke Brustschmerzen. Ich war mit Freunden in einer Bar und haben Dart gespielt. Ich habe in einem Moment ganz normal Luftgeholt und im nächsten hat meine Brust so unglaublich wehgetan. Mein Herz hat gepocht und ich hatte leichte Atemnot. Ich kannte diese Leute noch nicht wirklich gut, weshalb ich auch nichts gesagt und getan habe. Ich hab das irgendwie durchgezogen, bis es nach 1-2 Stunden besser wurde bzw. wieder ganz weg war. Am nächsten Tag fing das ganze wieder an (aber in abgeschwächter Form). Auch an diesem Tag hatte ich einen vollen Terminkalender und war bei anderen Freunden eingeladen. Deshalb habe ich es auch hier heruntergespielt und auf meinen Zyklus/Brustwachtum(?) geschoben. Danach ging es mir eigentlich wieder ziemlich gut in Bezug auf meine Brustschmerzen, lediglich ganz leichte Schmerzen. Nun ist es jedoch so, dass es mir seit ein paar Tagen wieder ganz mies geht und ich langsam wirklich Angst bekomme. Vermutlich wird hier jeder sagen: Geh zum Arzt! Aber das ist es ja gerade, ich habe in letzter Zeit so viele Arztbesuche hinter mir und zukünftige ebenso. Das mit meinen Brustschmerzen habe ich, ehrlich gesagt, auch noch nicht erwähnt. Es gibt mir umso mehr das Gefühl ein Hypochonder zu sein...

    Deshalb nun meine Fragen an Betroffene:

    • Inwieweit kennt ihr Fälle von rheumatischen Erkrankungen in Zusammenhang mit einer CMD?
    • Treten Schilddrüsenprobleme eher vor, nach oder während des Ausbruchs einer rheumatischen Erkrankung auf?
    • Habt ihr auch Probleme mit Halo-Nävi (oder waren diese Vorläufer von Vitiligo)?
    • In welcher Form treten bei euch Hautausschläge auf und wie lange ist ihre Dauer?
    • Habt ihr auch Probleme mit dem Blinddarm bzw das Gefühl? Z.B. vor einem Schub?
    • Hattet ihr auch Blasenprobleme?
    • Können Herz-/Lungenproblematiken auch schon zu Beginn einer Erkankung auftreten? Und wie haben sich diese bei euch geäußert?
    • Habt ihr Morgensteifheit? Immer? Gelegentlich?
    • Habt/Hattet ihr Schluckbeschwerden/Schluckstörungen und wenn ja, wie schlimm und wie äußern/äußerten sich diese?
    • Hattet ihr einen positiven oder negativen Rheumafaktor?
    • Hattet ihr zu Beginn erhöhte Entzündungwerte?
    • Habt ihr Antikörper?
    • Was waren bei euch die ersten wirklichen Alarmzeichen, dass bei euch etwas nicht stimmt?

    Ich hoffe, mein Text hat euch nicht ganz überfordert und bin gespannt auf eure Antworten!

    Liebe Grüße,
    Julilein
     
    #1 8. März 2017
    Zuletzt bearbeitet: 8. März 2017
  2. She-Wolf

    She-Wolf Guest

    Hallo Juli,

    willkommen im Forum.

    Ich kann dir nicht weiterhelfen, aber vielleicht antwortet ja noch jemand mit mehr Kenntnissen zu diesem Thema. Evtl. findest du auch im Forum Antworten auf die ein oder andere Frage. Stöbere einfach mal ein bisschen.

    She-Wolf
     
  3. Ducky

    Ducky Registrierter Benutzer

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    herzlich willkommen,

    mit der schilddrüse solltest du zu einem endokrinologen gehen. die haben meist auch andere referenzwerte als die hausärzte.
    meine hausärzte haben alle noch den alten, wo es bis 4 gehen darf und die endokrinologen haben einen wert bis 2,5.

    ich hatte übrigens mal einen wert von0,29 und habe mich pudelwohl gefühlt und war auch nicht in der überfunktion.
    meine alte endokrinologn sagte mal, substituiert, also mit medis, ist ein wert um 1 anzupeilen.
    der jetzige(meine alte ist leider weggezogen) hält das für humbug und lässt mich jetzt auch mit 2,5 rumlaufen obwohl ich meine typischen sd probleme habe, müdigkeit, kälteempfinden, haare sind sch..., haut ist bäh und so weiter. im brief steht, kommt woanders her. aber nicht was ich jetzt machen soll...

    das mit der brust und atmung kenne ich von brustwirbelsäulenblockierungen. ich kann kaum luft holen weil es vorn so weh tut beim einatmen, wird die muskulatur hinten mehr durchblutet, durch sport oder so, geht es besser, bis ich danach wieder kalt werde und das problem vom neuen beginnt.vielleicht also auch mal zum ortho gehen

    mehr kann ich leider dazu nicht beitragen.

    alles gut
     
  4. klaraklarissa

    klaraklarissa Registrierter Benutzer

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    puhhhhhhh ... Wiedergefunden

    Jetzt habe ich die vorstehenden Postings fast 1h lang gesucht...

    Hallo julilein, deinen​ sehr langen und anstrengenden Eintrag habe ich vor dem hallo an ro gelesen.
    Erst einmal willkommen hier.
    Deine umfangreiche Schilderung deiner schlimmen Beschwerden und die sehr ausführlichen Fragestellungen lassen meiner Meinung nach doch die Vermutung zu, das du für dich selbst schon eine Diagnose gefunden hast, bzw. hoffst, von uns eine Diagnose präsentiert zu bekommen. Bitte nicht böse sein, aber das war der erste Gedanke, der mir beim Lesen kam.
    Deine Diagnose CMD mußte ich erst mal googlen. Bei www.cmd-arztsuche.de habe ich nachgelesen. Und die leider sehr umfangreichen geschilderten Beschwerden stellen, so finde ich, dein Leidensbild sehr gut dar. ...Will sagen es passt fast 1:1. Oder was meinst du?
    Vielleicht ist es "nur" die CMD, die dich derart vereinnahmt hat und dich so fertig macht?
    Als erstes brauchst du meiner Meinung nach eine vernünftige Schmerztherapie. Geh deinen docs so lange auf den Kranz, bis sie sich etwas einfallen lassen.
    Wie ist der kluge Spruch? : Heutzutage braucht niemand mehr Schmerzen zu ertragen, sie können genommen werden.
    Naja, wie die Praxis aussieht,das wissen wir leider alle, aber wie gesagt, eine vernünftige Schmerztherapie müsste dir doch ein großes Stück weiterhelfen? Oder?
    Ich verabschiede mich mal. Ist schon wieder alles über meine Kräfte.
    Bis denne denn...
     
  5. julilein

    julilein Mitglied

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    Danke für die Antworten!

    Hallo an euch!

    @Ducky:
    Ja, das ist mir auch schon aufgefallen, dass alle Ärzte etwas anderes sagen. Der eine spricht es gar nicht an und der andere meint, man soll Tabletten nehmen. Ich war immer um die 1 eingestellt, deshalb könnte es wirklich sein, dass mein Wert auch niedriger sein müsste :rolleyes: Irgendwie erstaunt es mich aber, dass der Wert so "schnell" steigt?

    @klaraklarissa:
    Ja, nachdem ich das Gefühl hatte sowieso nur noch gegen Wände zu reden, habe ich das mit der "Diagnose" einfach mal selbst in die Hand genommen. Ich fühl mich deswegen auch nicht angegriffen, denn ich will damit nicht sagen, dass ich es habe. Lediglich nur, dass es das sein könnte.
    Das mit der CMD ist mir bewusst, nur habe ich das jetzt schon recht lange und ich glaube deshalb nicht, dass das alles davon kommt. Davor wusste ich: AHA, mein scheiß Kiefer ist schon wieder am arbeiten. Aber langsam bezweifle ich das. Vor allem das mit der Schilddrüse, dem Halo-Nävi und meinen (Haut-)Reaktionen und Lebensmittelunverträglichkeiten. Das sind alles so Sachen, die mit der Zeit immer mehr geworden sind und (leider) nichts mit dem Kieferproblem gemeinsam haben :( Ich habe einfach das Gefühl, wie als würde mein Körper sich selbst nicht mehr leiden können :rolleyes: Allerdings habe ich auch einen Zusammenhang zwischen CMD und Fibromyalgie gelesen, was eventuell die Schmerzen erklären könnte. Aber das mit der Schmerztherapie (,Physiotherapie und Logopädie) werde ich definitiv ansprechen.

    Ich war auf jeden Fall am Dienstag beim Neurologen und habe anscheinend Nerven wie aus dem Lehrbuch:D

    Ich werde mich wohl noch bis Ende Mai gedulden müssen, aber nochmal vielen Dank!

    Liebe Grüße,
    Julilein
     
  6. MarinaS

    MarinaS Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    zum Thema Schilddrüse - ist ein Hashimoto diagnostiziert (die häufigste Ursache von SD-Unterfunktion)?

    Der Kerl kann die unterschiedlichsten Beschwerden machen, mir wurde erst kürzlich von einer Rheumatologin bestätigt, dass es schwierig ist zu erkennen, ob das Rheuma oder der Hashi an etwas schuld ist.

    Der TSH kann schnell steigen - wichtig wäre auch zu wissen, wie fT3 und fT4 sind (das sind die verfügbaren Hormone, der TSH ist nur das Steuerhormon). Dass du bei dem Streß mit den Prüfungen mehr Thyroxin verbrauchst, ist klar.

    Bezüglich der Höhe - Einstellung um 1 unter L-Thyroxin - gibt es einen Artikel in der Ärztezeitung (muss ich mal suchen) und es steht auch im Buch von Frau Dr. Brakebusch "Leben mit Hashimoto Thyreoiditis". Den Artikel hab ich mal meinem HA in die Hand gedrückt, seitdem verschreibt er mir was ich will. Erst gestern hat er mir gesagt, mein TSH wäre mit 1,39 okay - auf meinen Widerspruch haben wir jetzt von 150 µg auf 175 µg erhöht (was ich natürlich mit einem Zwischenschritt mache). Bei einem TSH von 2,5 bin ich zu nichts mehr fähig, hatte jetzt schon bemerkt, dass irgendwas nicht stimmen kann.

    Die roten Flecken im Gesicht, wie du sie beschreibst, bekomme ich auch. Trockene Haut, brechende Haare, brüchige Fingernägel, verstärkte Unverträglichkeiten, Müdigkeit - hört sich alles nach Unterfunktion an und es gibt noch einige Symptome mehr - ich heule dann auch bei jedem Mist los, bin launisch, ....

    Ich war mir übrigens sicher Lupus zu haben (vor allem wegen der Flecken) - hat sich zum Glück als falsch herausgestellt, es ist der Hashi, der das verursacht.

    Wie hoch war die Einstiegsdosis L-Thyroxin bei dir? Das hört sich für mich so an, als ob du zu viel genommen hast, man muss das einschleichen. Ich vertrage Steigerungen um 12,5 µg, manche müssen noch kleinere Schritte gehen.

    Grüße
    Marina
     
  7. julilein

    julilein Mitglied

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    Hallo MarinaS, danke für die Antwort!

    Ich habe von Anfang an Thyroxin 50 bekommen. Macht es bei so einer kleinen Menge etwas aus, wenn man nicht geringer anfängt?

    Zum Hashimoto: Das wurde bei mir von Anfang an sofort getestet, allerdings erst mal nur durch einen Ultraschall. Das war ca. im Dezember 2015. Da hieß es, dass meine Schilddrüse vollkommen unauffällig sei.

    Dann, nachdem die Schluckbeschwerden angefangen haben und es mir generell wieder schlechter ging bin ich ja zu dem neuen Arzt in meiner Unistadt (Oktober 2016), der daraufhin auch auf Antikörper getestet hat, welche auch negativ waren (allerdings war das, glaube ich, nur ein Antikörper). Daraufhin meinte dieser ja, ich soll die Medikamente absetzten, weil ich schon fast ne Überfunktion hätte. Das war ehrlich gesagt kompletter Schwachsinn, denn obwohl es mir mit Tabletten nicht wirklich besser ging muss ich sagen, dass es jetzt dafür ohne eine regelrechte Katastrophe ist.

    Auch sind die Schluckbeschwerden nach dem Absetzten schlimmer geworden und nun ist es ganz schlimm. Insofern wäre Hashimoto wirklich denkbar, aber kann es ohne Antikörper und ohne auffälligem Ultraschall wirklich Hashimoto sein? Oder kann sich innerhalb von ca. einem Jahr die Schilddrüse so sehr verschlechtern (Ultraschall) und die Antikörper doch plötzlich steigen/vorhanden sein? Denn mit Hashimoto hätte ich definitiv weniger Schwierigkeiten mich "anzufreunden". :rolleyes:

    Ich habe auf jeden Fall vor meine Schilddrüsenwerte bald noch einmal testen zu lassen mit allem drum und dran (TSH, T3, T4, Antikörper) und ebenso nochmal per Ultraschall.

    Liebe Grüße!:)
     
  8. MarinaS

    MarinaS Registrierter Benutzer

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    Hallo julilein,

    50 µg sind eine ganze Menge - die niedrigste Tablette hat 25 µg und da sollte man schon mit einer halben anfangen. Also ja - es ist sehr wahrscheinlich, dass es etwas ausmacht. Und zum Vergleich - die weibliche SD produziert durchschnittlich 150 µg, 50 sind also 1/3 der Produktion, die da von einem Tag auf den anderen dazu kamen.

    Ultraschall ist schon okay - Diagnose wäre dann inhomogen und echoarm, kommt aber natürlich darauf an, wie lange du den Herrn schon beherbergst. Es dauert eine Weile, weil es ja erst mal "nur" eine Entzündung der SD ist, man sieht es erst, wenn es schon etwas länger geht. Antikörper gibt es 2, die allerdings auch unauffällig sein können, wobei > 0 positiv ist, auch wenn gerne behauptet wird, es gäbe einen Graubereich. Der greift aber nur, wenn man gerade einen Infekt hatte, da ist das Immunsystem manchmal noch hyperaktiv.

    Bei einem Schub verschlechtert sich die SD innerhalb kurzer Zeit - während des Schubs werden Zellen der SD freigesetzt, in der Zeit hat man auch eine Überfunktion, weil das Thyroxin, das in diesen Zellen gespeichert ist, unkontrolliert freigesetzt wird. In so einer Zeit habe ich vermehrt Schluckbeschwerden und Schmerzen in den kleinen Gelenken (da müssen die Zellen durch, wenn sie ausgeschwemmt werden) - ist bei jedem anders, ich kann nur von mir erzählen.

    Ich kann dir Selen für die Reduktion der Entzündung empfehlen, hat bei mir sehr gut gewirkt, allerdings auch das einschleichen!!!! Je nach Verträglichkeit kann man da meist mit 50 anfangen, auf jeden Fall solltest du den Selenstatus testen lassen. In meiner "besten" Zeit hab ich 200 genommen, inzwischen auf 100 reduziert, werde nach dem Rückschlag jetzt aber wohl wieder steigern. Für Gesunde wären 200 aber viel zu viel!!!!

    Liebe Grüße
    Marina
     
  9. julilein

    julilein Mitglied

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    Oh, dann waren 50 am Anfang definitiv nicht gut :D. Aber wie schon bereits erwähnt haben die meisten Ärzte ja keine wirkliche Ahnung davon :vb_confused:.
    Das mit Seelen werde ich mir mal merken :)

    Nochmal zu den Schluckbeschwerden, vor allem @Kati: Wie haben sich die Schluckbeschwerden bei dir geäußert?

    Liebe Grüße!
     
  10. Meerli13

    Meerli13 Meerschweinchen-Guru

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    Hallo!

    Bis auf Morgensteifigkeit, habe ich nun beim Lesen deines Textes keine direkte Hinweise auf rheumatische Erkrankungen.
    Es kann auch alles Überforderung sein, durch die Prüfungen, Lebensumstände usw.

    Was dir eine evtl Diagnose und wartezeit verkürzen kann, ist ein Termin bei einem Internisten, dieser darf auch schon mehr an Blutwerte abnehmen, wie ein Hausarzt.
    z.B. ANA- Werte, Anti CCP , und großes Blutbild, Leber, Nieren überprüfen, auch die Schilddrüse.
    Beim Internisten bekommt man schneller einen Termin.

    Wenn du nach Sonneneinstrahlung Hautauschlag hast: mache Fotos davon, evtl zeige das dann dem Arzt (internist, Hautarzt, später den Rheumatologen).

    Gruß Meerli
     
  11. MarinaS

    MarinaS Registrierter Benutzer

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    Das hatte ich auch gehofft, dass dann Ruhe ist - seit heute nehme ich 165,5, Steigerung auf 175 vorgesehen.

    @julilein - ich merke heute bei einer Steigerung von 150 auf 165,5 eine Anflutung, ich möchte nicht wissen, wie es einem bei 0 auf 50 geht, das kann nur übel sein. Schau mal nach einem Termin bei nem Endokrinologen, die kennen sich normalerweise mit der SD aus - die und Nuklearmediziner, aber da kriegt man schwerer nen Termin.

    Bei mir sind die Schluckbeschwerden so, wie wenn ich an etwas in meinem Hals vorbei schlucken müsste.
     
  12. Ducky

    Ducky Registrierter Benutzer

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    Ich habe damals auch mit 50 begonnen und nichts gemerkt außer, dass ich endlich innerlich mal wieder warm wurde.
    Wusste bis vor 3 Jahren nicht, dass man einschleichen sollte.

    Den Bock hat ein Ärztin in der Klinik abgeschossen, die, nachdem ich einige Monate ausgesetzt hatte mich gleich auf meine alte Dosis von 150 einstellte.keine oberÄrztin niemand hat was dazu gesagt.wie gut, dass ich die nur unregelmäßig genommen habe.
    War wohl mein Glück. Probleme hatte ich gott sei dank keine.
     
  13. MarinaS

    MarinaS Registrierter Benutzer

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    Da hast du Glück gehabt - ich hatte schon mit 25 Anflutungen, Herzrasen und einiges mehr. Ist halt sehr individuell.
     
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