[FONT="]hallo alle zusammen,
[/FONT]
[FONT="]ob meine Schmerzgeschichte hier am rechten Platz ist, weiß ich noch nicht. Aber in r-o zu lesen hat mich seelisch irgendwie entlastet, auch und gerade, weil ich “amtlich“ gar kein Rheuma habe und, weil es mir deshalb immer peinlich war und ich mich wegen der Symptome sogar schämte. [/FONT]
[FONT="]Es ist für mich nicht so einfach, mich richtig zurückzubesinnen. Schmerz ist zwar in vielen Dingen sehr hinderlich und auf Dauer lebensfeindlich, aber doch kaum gesellschaftsfähig. In fünfzig Lebensjahren lernte ich daher, das gut zu verbergen und alles was hinter mir lag zu vergessen. [/FONT]
[FONT="]Meine Geschichte begann in meiner Jugend, vor 40 Jahren, mit Schmerzen und roten aufgedunsenen Knien, beim Sport und wenn ich länger stehen musste. Für zwei, drei Jahre hatte ich zudem oft entzündete Augen. Letzteres hörte mit der Pubertät auf. Dann begannen Sehnenscheidenentzündungen am linken Arm, was mich zwang meine sportlichen Aktivitäten einzuschränken. Schmerzen wurden allmählich Alltag für mich, niemand in meiner Familie kümmerte sich darum. So lernte ich rasch meine Schmerzen zu kaschieren und mir selbst zu helfen so gut es ging. [/FONT]
[FONT="]Nach meiner Berufsausbildung traten Schmerzen auch im rechten Arm und bei Belastung in den Fingern auf. Die Knieschmerzen wurden zu Dauerschmerzen. Daraufhin wurden beide Hüftgelenke operiert, da ich nach meiner Geburt keine Spreizhosen wegen Hüftdysplasien bekam. Die Schmerzen in den Knien blieben auch danach bestehen. Orthopäden setzten auf KG, Amuno und hin und wieder Cortison. Die Anzahl der schmerzenden Finger nahm zu. Ein Knie wurde später im Rahmen einer Arthroskopie gespült und von Ablagerungen befreit, eine geringe Synovitis (o.s.ähnlich) mit Ablagerungen diagnostiziert. Röntgenaufnahmen zeigten damals beginnende Artrose. Ich solle auf mein Gewicht achten und mich reichlich bewegen und keine hohen Absätze tragen. Es kam mir alles so sinnlos vor, da ich sportlich und sehr schlank war. In meinem ganzen Leben trug ich noch keine hohen Absätze. Phrasen bekam ich immer wieder zu hören. Ich wollte keinen Arzt mehr sehen. Mit Stöcken und Orthesen für Hand und Knie, suchte ich nach meinem Leben, machte eine Psychotherapie, lernte mit Schmerzen umzugehen, soweit das möglich war.[/FONT]
[FONT="]Zwanzig Jahre später kamen Rückenprobleme dazu, gefolgt von heftigen Entzündungen in den Schultern. Eine Zeit später Kiefergelenk und Kehlkopf. Meine Schleimhaut zeigte kleine schmerzende Pusteln in Mund, Rachen und Genitalien. [/FONT]
[FONT="]Einige Zeit später Schmerzen in Brustbereich und Rippen. Hin und wieder Schwindelgefühl, mit umfallen, manchmal waren Hände, Mund Gesicht wie eingeschlafen und Koordinationsprobleme mit den Füßen und einmal pinkelte ich mir wohl in die Hosen. Untersuchung in Kopfklinik auf Schlaganfall, negativ. [/FONT]
[FONT="]Wegen V.a. Karpaltunnelsyndrom wurde ich von einem Neurologen untersucht. Er sprach von Reizleitungsstörungen, riet zur Untersuchung der HWS und überwies mich an einen Rheumatologen.[/FONT]
[FONT="]Der Rheumatest war negativ, HLA B27 positiv, das Szintigamm des Skeletts zeigte zwar linkslastig einen krankhaften Knochenstoffwechsel, das sei jedoch nicht rheumatisch. (Vielleicht lag es daran, dass ich zur Zeit der Untersuchung gerade keine neue Entzündung hatte?).[/FONT]
[FONT="]Diagnose: V.a. juvenile Artritis (trotz meines Alters??) Ich bekam Schmerzmittel und andere Gehstützen. Und, wenn wieder ein Gelenk geschwollen sei, könne man eine Basistherapie mit Pleon RA.beginnen, was immer das auch bedeuten mag. [/FONT]
[FONT="]Meine Gelenke sind, wenn überhaupt, nie lange geschwollen, eher zeitweise überhitzt und aufgedunsen und das auch unabhängig von Entzündungsschmerzen. Morgens, oder wenn ich mich länger nicht rühre, sind sie schwer zu bewegen, seit kurzem auch die Sprunggelenke. Vor zwei Jahren meldete sich meine Psoriasis zurück, die Jahre verschwunden war. Vielleicht bin ich psychisch nicht stark genug. Schmerzen habe ich in der Nacht sowie bei Belastung. Wenn ein Gelenk wieder “neu“ anfängt zu schmerzen, hilft die ersten Tage bis zu einer Woche kaum noch ein Schmerzmittel. Seit einigen Jahren bin vollkommen erschöpft und auf den Rolli angewiesen, um noch einigermaßen zurechtzukommen. Letztlich habe ich jetzt die erste Pflegestufe erreicht. Ich habe auf meinem Weg viel verloren. Meinen Beruf, meine Altersvorsorge, meinen Freundeskreis, … aber ich habe mich nie unterkriegen lassen.[/FONT]
[FONT="]Ich weiß nicht so recht, was ich mir erhoffe. Mein Weg hat mich hierher geführt und es mag erst einmal ausreichen hier angekommen zu sein und den ersten Piep von mir gegeben zu haben. Alles andere kann sich finden. [/FONT]
schaun wir mal
Grüße sanchen
[FONT="]ob meine Schmerzgeschichte hier am rechten Platz ist, weiß ich noch nicht. Aber in r-o zu lesen hat mich seelisch irgendwie entlastet, auch und gerade, weil ich “amtlich“ gar kein Rheuma habe und, weil es mir deshalb immer peinlich war und ich mich wegen der Symptome sogar schämte. [/FONT]
[FONT="]Es ist für mich nicht so einfach, mich richtig zurückzubesinnen. Schmerz ist zwar in vielen Dingen sehr hinderlich und auf Dauer lebensfeindlich, aber doch kaum gesellschaftsfähig. In fünfzig Lebensjahren lernte ich daher, das gut zu verbergen und alles was hinter mir lag zu vergessen. [/FONT]
[FONT="]Meine Geschichte begann in meiner Jugend, vor 40 Jahren, mit Schmerzen und roten aufgedunsenen Knien, beim Sport und wenn ich länger stehen musste. Für zwei, drei Jahre hatte ich zudem oft entzündete Augen. Letzteres hörte mit der Pubertät auf. Dann begannen Sehnenscheidenentzündungen am linken Arm, was mich zwang meine sportlichen Aktivitäten einzuschränken. Schmerzen wurden allmählich Alltag für mich, niemand in meiner Familie kümmerte sich darum. So lernte ich rasch meine Schmerzen zu kaschieren und mir selbst zu helfen so gut es ging. [/FONT]
[FONT="]Nach meiner Berufsausbildung traten Schmerzen auch im rechten Arm und bei Belastung in den Fingern auf. Die Knieschmerzen wurden zu Dauerschmerzen. Daraufhin wurden beide Hüftgelenke operiert, da ich nach meiner Geburt keine Spreizhosen wegen Hüftdysplasien bekam. Die Schmerzen in den Knien blieben auch danach bestehen. Orthopäden setzten auf KG, Amuno und hin und wieder Cortison. Die Anzahl der schmerzenden Finger nahm zu. Ein Knie wurde später im Rahmen einer Arthroskopie gespült und von Ablagerungen befreit, eine geringe Synovitis (o.s.ähnlich) mit Ablagerungen diagnostiziert. Röntgenaufnahmen zeigten damals beginnende Artrose. Ich solle auf mein Gewicht achten und mich reichlich bewegen und keine hohen Absätze tragen. Es kam mir alles so sinnlos vor, da ich sportlich und sehr schlank war. In meinem ganzen Leben trug ich noch keine hohen Absätze. Phrasen bekam ich immer wieder zu hören. Ich wollte keinen Arzt mehr sehen. Mit Stöcken und Orthesen für Hand und Knie, suchte ich nach meinem Leben, machte eine Psychotherapie, lernte mit Schmerzen umzugehen, soweit das möglich war.[/FONT]
[FONT="]Zwanzig Jahre später kamen Rückenprobleme dazu, gefolgt von heftigen Entzündungen in den Schultern. Eine Zeit später Kiefergelenk und Kehlkopf. Meine Schleimhaut zeigte kleine schmerzende Pusteln in Mund, Rachen und Genitalien. [/FONT]
[FONT="]Einige Zeit später Schmerzen in Brustbereich und Rippen. Hin und wieder Schwindelgefühl, mit umfallen, manchmal waren Hände, Mund Gesicht wie eingeschlafen und Koordinationsprobleme mit den Füßen und einmal pinkelte ich mir wohl in die Hosen. Untersuchung in Kopfklinik auf Schlaganfall, negativ. [/FONT]
[FONT="]Wegen V.a. Karpaltunnelsyndrom wurde ich von einem Neurologen untersucht. Er sprach von Reizleitungsstörungen, riet zur Untersuchung der HWS und überwies mich an einen Rheumatologen.[/FONT]
[FONT="]Der Rheumatest war negativ, HLA B27 positiv, das Szintigamm des Skeletts zeigte zwar linkslastig einen krankhaften Knochenstoffwechsel, das sei jedoch nicht rheumatisch. (Vielleicht lag es daran, dass ich zur Zeit der Untersuchung gerade keine neue Entzündung hatte?).[/FONT]
[FONT="]Diagnose: V.a. juvenile Artritis (trotz meines Alters??) Ich bekam Schmerzmittel und andere Gehstützen. Und, wenn wieder ein Gelenk geschwollen sei, könne man eine Basistherapie mit Pleon RA.beginnen, was immer das auch bedeuten mag. [/FONT]
[FONT="]Meine Gelenke sind, wenn überhaupt, nie lange geschwollen, eher zeitweise überhitzt und aufgedunsen und das auch unabhängig von Entzündungsschmerzen. Morgens, oder wenn ich mich länger nicht rühre, sind sie schwer zu bewegen, seit kurzem auch die Sprunggelenke. Vor zwei Jahren meldete sich meine Psoriasis zurück, die Jahre verschwunden war. Vielleicht bin ich psychisch nicht stark genug. Schmerzen habe ich in der Nacht sowie bei Belastung. Wenn ein Gelenk wieder “neu“ anfängt zu schmerzen, hilft die ersten Tage bis zu einer Woche kaum noch ein Schmerzmittel. Seit einigen Jahren bin vollkommen erschöpft und auf den Rolli angewiesen, um noch einigermaßen zurechtzukommen. Letztlich habe ich jetzt die erste Pflegestufe erreicht. Ich habe auf meinem Weg viel verloren. Meinen Beruf, meine Altersvorsorge, meinen Freundeskreis, … aber ich habe mich nie unterkriegen lassen.[/FONT]
[FONT="]Ich weiß nicht so recht, was ich mir erhoffe. Mein Weg hat mich hierher geführt und es mag erst einmal ausreichen hier angekommen zu sein und den ersten Piep von mir gegeben zu haben. Alles andere kann sich finden. [/FONT]
schaun wir mal

