Hi Netti,
in Deiner Gegenwart werde ich nicht mehr jammern! Mein Gott, was hast Du schon an Schmerzen leiden müssen.
Kira,
Quatsch, ich hatte 26 Jahre Zeit meine Liste zusammenzustellen.
Wie bist Du momentan med. eingestellt?
In der Hauptsache bekomme ich Humira und MTX, seitdem ist ein bischen Ruhe eingekehrt und das Leben erträglicher geworden.
Zur Zeit denke immer öfter ich habe alles im Griff, aber in den letzten zwei Jahren hatte sich das ganz schön verselbständigt. Wir sind jetzt an den Reparaturarbeiten Kat.OP und Hüft TEP sind erledigt und nun strebe ich hoffentlich in die Halbzeit. Eine Pause wäre schön.
Ich habe inzwischen seit ca. fünf Jahren ein gutes Ärzte, Physio und Therapeutenteam, die sich austauschen und i.d.R. auch immer Zeit haben wenn doch mal der Mut verschwindet oder etwas anderes einem Kummer macht.
Meine Familie, nur meine Eltern und die Oma gehen sehr gut mit allem um. Meine Mutter hat u.a. durch die langen Jahre der Diagnosefindung, ständige Rückschläge etc. eine dicke Depression und Angsterkrankung bekommen. Freunde ausserhalb von RO / DUAG hab ich leider keine.
Schon in der Schule mußte ich immer grad dann wenn sich eine Freundschaft entwickelte ins Krankenhaus. Dann war das immer schnell vorrüber. Es gibt Bekannte, aber Freunde? Nein.
Meine Ausbildung haben wir so ausgesucht, daß ich trotz des Bechterew möglichst wenig eingeschränkt bin. Niemand hatte damit gerechnet, dass mal meine Panuveitis das größere Problem werden sollte.
Die meiste Zeit strafe ich den Bechti mit Ignoranz. Ich bin einfach so, ich finde nicht das ich eine Krankheit habe, krank bin ich wenn ich eine Bronchitis habe oder so.
Ich habe mich arrangiert und meist glaube ich das auch

.
Ob ich mit meiner Situation zufrieden bin?
Hmm... Ich kenne meine Situation kaum anders, als Kind bin ich über Jahre mit Krückengelaufen, habe im Rollstuhl gesessen - konnte aber prima gucken.
Ich habe den Beruf erlernt, den ich mir ausgesucht habe und kann den auch noch ausüben. Ich versteife grade und sehe auf einem Auge 100%.
Ich liebe meinen Mann und er mich auch, er konnte sich in 15 wirklich für mich entscheiden, trotz oder wegen meiner Geschichte und hat mich trotzdem geheirat.
Ich bin zufrieden , ja.
Ich habe große Schwierigkeiten mit der Kinderlosigkeit,
aber da sich zur Zeit die Dinge gut entwickeln, wer weiß

.
Die Frage die man sich stellen muß, wenn man meint man sei nicht zufrieden ist doch auch was erwarte ich mir vom Leben, oder?
Was darf man denn erwarten?
Es hätte erheblich schlimmer kommen können.
Hätte - Wäre - Wenn ..., da denke ich dran wenn es soweit ist.
Es ist mir egal, bis es eintrifft.

Kira,
die all diese Antworten sicher sowieso schon irgendwo ausgeplaudert hat
