Hallo Anna64,
auch ein herzliches Willkommen von mir!
Habe ich es richtig verstanden, dass du seit Jahren MB hast und diesbezüglich nicht behandelt wurdest?
Dieses finde ich sehr merkwürdig und kann deinen behandelnden Rheumatologen nicht verstehen. Selbst bei einem leichten Verlauf der MB ist das Risiko ohne Basistherapie doch immens hoch, dass sich deine Wirbelsäule verändert und einsteift, bis zur sogenannten Bambuswirbelsäule.
Wie haben denn die Rheumatologen in der Rheumaklinik dieses Verhalten deines Arztes bewertet? Wir sind hier alles Laien und keine Ärzte, aber so ein Vorgehen finde ich unverantwortlich.
Zumindest haben die Rheumatologen in der Rheumaklinik den Ernst der Lage erkannt und eine Basistherapie eingeleitet.
Ich glaube, dass die wenigsten keine Angst oder Bedenken bezüglich der Nebenwirkungen von Basismedikamente hatten oder haben, aber abgewägt haben, was schlimmer ist. Unwiederbringliche Zerstörungen der Knochenschleimhäute und der Gelenke oder Knochen oder eine medikamentöse Therapie. Zumal es mittlerweile eine ganze Bandbreite an Medikamenten gibt, die einem dauerhaft helfen können.
Leider scheint bei dir durch die Nichtmedikamentöse Behandlung schon einiges im Argen zu liegen, wobei zwar auch bei nicht Rheumatikern häufig degenerative Veränderungen der Wirbelsäule auftreten können.
Und nun hast du auch noch den Verdacht auf Fibro, wobei ich mich Frage, ob du in der von dir besuchten Rheumaklinik wirklich gut aufgehoben warst? Dort sollten doch die Spezialisten für Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sein, die eine gesicherte Diagnose stellen können. Zumal du schreibst, dass du Probleme mit den Sehnen und Muskeln hast. Ich kenne viele Rheumis, die zusätzlich zu ihrer Diagnose z.B. Arthritis oder PSA zusätzlich noch eine sekundäre Fibro bekommen. Irgendwie scheint bei Dir es leider nicht Rund zu laufen!
Aber zumindest gibt es jetzt eine Basistherapie und auch wenn du verständlicherweise Angst davor hast, ist diese aber sehr wichtig für Dich! Ich an deiner Stelle würde damit beginnen um noch größeren unbehandelten Schaden zu verhindern. Wichtig dabei ist, die gute und enge Zusammenarbeit mit deinem Rheumatologen, denn falls es zu Nebenwirkungen oder den nicht gewünschten Erfolg kommen sollte, gibt es noch eine Vielzahl an anderen medikamentösen Möglichkeiten. Du darfst aber nicht zu ungeduldig sein und dem Medikament eine Chance geben, dass es wirken kann.