Monsti
das Monster
Servus, liebe Linda,
zur gegenseitigen Unterstützung sind wir doch alle hier!
Es ist aber leider so, dass unter den Gutachtern etliche "Stoffel" sind, die sich absolut keinen Kopf um den Menschen machen, mit dem sie zwecks Begutachtung zu tun haben.
Wie Du (und ich) haben die meisten Menschen Angst oder zumindest ein mulmiges Gefühl vor einem solchen Termin. Das raffen die Damen und Herren anscheinend nicht.
Ich werde nie vergessen, wie ich das erste Mal "begutachtet" wurde. Die Gutachterin kam zu mir nach Hause, weil ich damals noch 14-16 Stunden täglich an der parenteralen Ernährung gehangen hatte. Außerdem war mein Bäuchle noch offen.
Anfangs war beim Gespräch noch mein Mann dabei und bot der Dame gleich zu Beginn ein Getränk an, was sie aber dankend ablehnte, da sie keinen Durst habe. Kaum war Göga aus dem Zimmer gegangen, wollte sie etwas zu trinken haben, und zwar einen schön kalten Apfelsaft, falls vorhanden. Ich sprang auf, rauschte gemeinsam mit meinem Infusionsständer *ratterratter* zum Kühlschrank, der sich in unserer winzigen Speisekammer befindet und durch einen Vorhang von der Küche abgetrennt ist. Prompt verhedderte ich mit meinem langen Infusionsschlauch im Vorhang. Nachdem ich den Apfelsaft herausgeangelt und auf eine Küchenablage gestellt hatte, befreite ich mich mit hochrotem Kopf erst mal wieder aus dem Vorhang. Die Dame blieb die ganze Zeit cool sitzen (3 m von mir entfernt ...). Nach Entknotung stellte ich ihr den Apfelsaft auf den Tisch und ging zum anderen Ende der Küche, um ein Glas zu holen. Diesmal reibungslos, und ich dachte mir im Stillen: Blöde Kuh, hättest mir ja auch helfen können.
Diese winzige Begebenheit stand doch tatsächlich später im Gutachten, wortwörtlich: "Für Frau O. ist während ihrer 14-16stündigen Infusionszeiten allein die Organisation eines Getränks aus dem Kühlschrank inkl. eines Glases aus dem Schrank mit großer Anstrengung verbunden."
Solche kleinen Tests sind wohl die Regel, wie ich später von einem anderen Gutachter in einem privaten Gespräch erfuhr.
Liebe Linda, nun warte in Ruhe das Ergebnis ab. Tun kannst Du im Moment eh nix.
Liebe Grüße
Angie
zur gegenseitigen Unterstützung sind wir doch alle hier!
Es ist aber leider so, dass unter den Gutachtern etliche "Stoffel" sind, die sich absolut keinen Kopf um den Menschen machen, mit dem sie zwecks Begutachtung zu tun haben.
Wie Du (und ich) haben die meisten Menschen Angst oder zumindest ein mulmiges Gefühl vor einem solchen Termin. Das raffen die Damen und Herren anscheinend nicht.
Ich werde nie vergessen, wie ich das erste Mal "begutachtet" wurde. Die Gutachterin kam zu mir nach Hause, weil ich damals noch 14-16 Stunden täglich an der parenteralen Ernährung gehangen hatte. Außerdem war mein Bäuchle noch offen.
Anfangs war beim Gespräch noch mein Mann dabei und bot der Dame gleich zu Beginn ein Getränk an, was sie aber dankend ablehnte, da sie keinen Durst habe. Kaum war Göga aus dem Zimmer gegangen, wollte sie etwas zu trinken haben, und zwar einen schön kalten Apfelsaft, falls vorhanden. Ich sprang auf, rauschte gemeinsam mit meinem Infusionsständer *ratterratter* zum Kühlschrank, der sich in unserer winzigen Speisekammer befindet und durch einen Vorhang von der Küche abgetrennt ist. Prompt verhedderte ich mit meinem langen Infusionsschlauch im Vorhang. Nachdem ich den Apfelsaft herausgeangelt und auf eine Küchenablage gestellt hatte, befreite ich mich mit hochrotem Kopf erst mal wieder aus dem Vorhang. Die Dame blieb die ganze Zeit cool sitzen (3 m von mir entfernt ...). Nach Entknotung stellte ich ihr den Apfelsaft auf den Tisch und ging zum anderen Ende der Küche, um ein Glas zu holen. Diesmal reibungslos, und ich dachte mir im Stillen: Blöde Kuh, hättest mir ja auch helfen können.
Diese winzige Begebenheit stand doch tatsächlich später im Gutachten, wortwörtlich: "Für Frau O. ist während ihrer 14-16stündigen Infusionszeiten allein die Organisation eines Getränks aus dem Kühlschrank inkl. eines Glases aus dem Schrank mit großer Anstrengung verbunden."

Solche kleinen Tests sind wohl die Regel, wie ich später von einem anderen Gutachter in einem privaten Gespräch erfuhr.
Liebe Linda, nun warte in Ruhe das Ergebnis ab. Tun kannst Du im Moment eh nix.
Liebe Grüße
Angie




