Hallo,
ich bin 24 Jahre alt und vor gut einem Jahr an GPA erkrankt.
Es begann Anfang Dezember 2012 nach meinem Umzug mit Schmerzen in Armen und Beinen. Nach ein paar Tagen waren auch die Gelenke (Knie, Ellenbogen, Finger...) betroffen. Ich hatte abends teilweise Fieber um die 40 Grad und extremen Nachtschweiß. Bei mehreren erfolglosen Arztbesuchen (Hausarzt, Orthopäde, HNO, amb. Vorstellung in der Notaufnahme im Krankenhaus) wurden mir, trotz eines CRP von 80,2 lediglich Schmerztabletten (Ibu + Diclo) verschrieben, weil keiner die Ursache kannte.
Da die Schmerzmittel überhaupt nicht halfen, habe ich mich Ende Dezember aus Verzweiflung eigenständig mit dem Cortison meiner Oma (leidet an Arthritis) behandelt. Nach ein paar Tagen ging es mir sichtlich besser und ich konnte mich wieder einigermaßen bewegen.
Anfang Januar hatte ich mir einen Termin beim Rheuma-Orthopäden besorgt. Die Diagnose hieß "seronegative chronische Polyarthritis". Da ich mit Prednisolon 5mg täglich sehr gut zurecht kam, blieben wir dabei. Ich hatte, außer der wiederkehrenden Skleritis, keine Beschwerden mehr.
Anfang März stellte ich mich für eine Zweitmeinung beim internistischen Rheumatologen vor. Hier fiel bei der Blutuntersuchung direkt auf, dass einige Werte auffällig waren (u. A. c-ANCA, PR3-AK positiv, Eisenmangelanämie).
Es erfolgte eine Überprüfung meines Blutes und Urins in Bad Bramstedt. Der Verdacht auf Vaskulitis wurde hier bestätigt. Daher erfolgte eine Überweisung zur stat. Behandlung ins KH. Nach etlichen Untersuchungen wurde die Diagnose GPA, trotz fehlen einiger typischer Symptome, bestätigt. Ich hatte keinerlei Beschwerden im HNO-Bereich und glücklicherweise konnte eine Organbeteiligung ausgeschlossen werden. Seit April spritze ich nun MTX 17,5 mg (seit November 15mg) wöchentlich und nehme Prednisolon 5mg täglich.
Meine Blutwerte sind seit der Behandlung unauffällig und die c-ANCA nicht mehr nachweisbar. Ich hatte einen, wohl für GPA untypischen, Rheumaknoten am Ellenbogen, der inzwischen komplett verschwunden ist. Außer Müdigkeit und häufigen Kopfschmerzen (leide seit 2010 auch an Migräne), habe ich sonst keinerlei Beschwerden.
Da wir in 1 - 2 Jahren einen Kinderwunsch haben, stellt sich langsam die Frage des Absetzens von MTX. Gibt es hier im Forum andere Personen, die an GPA erkrankt sind? Wie groß ist die Gefahr eines Rezidivs und wie sind die Erfahrungen mit anderen Medikamenten?
Ich fühle mich bei meinem internistischen Rheumatologen gut aufgehoben, aber ein paar Meinungen von Gleichgesinnten können denke ich nicht schaden.
Vielen Dank im Voraus für eure Antworten!
Liebe Grüße Summer13
ich bin 24 Jahre alt und vor gut einem Jahr an GPA erkrankt.
Es begann Anfang Dezember 2012 nach meinem Umzug mit Schmerzen in Armen und Beinen. Nach ein paar Tagen waren auch die Gelenke (Knie, Ellenbogen, Finger...) betroffen. Ich hatte abends teilweise Fieber um die 40 Grad und extremen Nachtschweiß. Bei mehreren erfolglosen Arztbesuchen (Hausarzt, Orthopäde, HNO, amb. Vorstellung in der Notaufnahme im Krankenhaus) wurden mir, trotz eines CRP von 80,2 lediglich Schmerztabletten (Ibu + Diclo) verschrieben, weil keiner die Ursache kannte.
Da die Schmerzmittel überhaupt nicht halfen, habe ich mich Ende Dezember aus Verzweiflung eigenständig mit dem Cortison meiner Oma (leidet an Arthritis) behandelt. Nach ein paar Tagen ging es mir sichtlich besser und ich konnte mich wieder einigermaßen bewegen.
Anfang Januar hatte ich mir einen Termin beim Rheuma-Orthopäden besorgt. Die Diagnose hieß "seronegative chronische Polyarthritis". Da ich mit Prednisolon 5mg täglich sehr gut zurecht kam, blieben wir dabei. Ich hatte, außer der wiederkehrenden Skleritis, keine Beschwerden mehr.
Anfang März stellte ich mich für eine Zweitmeinung beim internistischen Rheumatologen vor. Hier fiel bei der Blutuntersuchung direkt auf, dass einige Werte auffällig waren (u. A. c-ANCA, PR3-AK positiv, Eisenmangelanämie).
Es erfolgte eine Überprüfung meines Blutes und Urins in Bad Bramstedt. Der Verdacht auf Vaskulitis wurde hier bestätigt. Daher erfolgte eine Überweisung zur stat. Behandlung ins KH. Nach etlichen Untersuchungen wurde die Diagnose GPA, trotz fehlen einiger typischer Symptome, bestätigt. Ich hatte keinerlei Beschwerden im HNO-Bereich und glücklicherweise konnte eine Organbeteiligung ausgeschlossen werden. Seit April spritze ich nun MTX 17,5 mg (seit November 15mg) wöchentlich und nehme Prednisolon 5mg täglich.
Meine Blutwerte sind seit der Behandlung unauffällig und die c-ANCA nicht mehr nachweisbar. Ich hatte einen, wohl für GPA untypischen, Rheumaknoten am Ellenbogen, der inzwischen komplett verschwunden ist. Außer Müdigkeit und häufigen Kopfschmerzen (leide seit 2010 auch an Migräne), habe ich sonst keinerlei Beschwerden.
Da wir in 1 - 2 Jahren einen Kinderwunsch haben, stellt sich langsam die Frage des Absetzens von MTX. Gibt es hier im Forum andere Personen, die an GPA erkrankt sind? Wie groß ist die Gefahr eines Rezidivs und wie sind die Erfahrungen mit anderen Medikamenten?
Ich fühle mich bei meinem internistischen Rheumatologen gut aufgehoben, aber ein paar Meinungen von Gleichgesinnten können denke ich nicht schaden.
Liebe Grüße Summer13
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