Hallo Neli,
KU, ich möchte noch mal fragen, ob Dir die ambulante
Reha-Maßnahme geholfen hat?
der Aufenthalt in der Rheuma-Tagklinik Neuwittelsbach (Renatastr. in München) hat mir sehr gut getan. Sie haben dort hervorragende Therapeuten. Außerdem verfügen sie über die berühmte Kältekammer.
Die Therapie besteht üblicherweise aus Krankengymnastik, Physiotherapie (Bäder, Massagen), Ergotherapie (Informationen über Hilfsmittel, Rückenschule etc.), Kältekammer, Freies Schwimmen, Wassergymnastik (alles jeweils ca. 1/2 Std. pro Tag). Außerdem gibt´s Informationen und Übungen: Autogenes Training, Feldenkrais, Ernährung. Dazwischen hat man ausreichend Ruhezeiten. Das Essen ist wie gesagt sehr gut. Man hat die Wahl zwischen sechs verschiedenen Gerichten, darunter auch vegetarischen.
Etwas enttäuscht war ich von den Ärzten. Beim Aufnahmegespräch hatte ich erklärt, dass ich mir eine genaue Diagnosestellung erhoffte, was mir auch zugesagt wurde ("Sie gehen hier nicht mit offenen Fragen raus!"). Das war´s aber dann auch schon. Das übliche Standard-Labor, Urin, fünf Minuten Oberarztvisite, in deren Verlauf sich der Herr Oberarzt kurz meine (schon älteren) Röntgenbilder anschaute, flüchtig das eine Knie betastete und meinte: "Alles klar - Polyarthrose durch Hämochromatose." Auf meine erstaunte Nachfrage erklärte mir etwas später die Stationsärztin: "Einer der berühmten Schnellschüsse des Herrn Oberarzt ...". Diagnosen aus achtzehn Jahren anderer Rheuma-Fachärzte vom Tisch gewischt ...
Fazit: Für jemanden mit gesicherter Diagnose ist Neuwittelsbach "eine erste Adresse". Man kann sich vierzehn Tage lang verwöhnen lassen. Wenn man allerdings weitere Aufmerksamkeit von Seiten der Ärzteschaft erwartet, sollte man sich besser stationär aufnehmen lassen.
Lieben Gruß,
KU