TriaGirl
Chrissi
Hallo,
muss meinem Frust hier grade mal Luft machen, denn ich denke hier versteht mich vielleicht der eine oder andere.
Ich wollte mir einen wohnortnahen Rheumatologen suchen, da ich bisher in Hamburg betreut wurde (was vom Ruhrgebiet eben etwas weit ist). Außerdem erhoffte ich mir eine nähere Einordnung meiner Kollagenose.
Tja, der Doktor hat ca. 45min in meinen sehr umfangreichen Unterlagen geblättert und sich dann ein für ihn schlüssiges Bild gemacht:
Ich habe lediglich ein psychosomatisches Problem!
Komisch, dass auf diese Idee in 3 Jahren noch keiner kam, auch nicht als ich zum Psychologischen Konsil im Krankenhaus geschickt wurde. Anscheinend ist dieser Rheumatologe der erste, der auf die Idee kam. Ersatunlicherweise kam er darauf nur durch das Lesen in meinen Unterlagen, in denen nichts dergleichen erwähnt wird?
Eine Kollagenose habe ich sowieso nicht, weil keine ANA und keine Entzündungszeichen, und meine drastische Gewichtsabnahme kommt einfach von einer ESSSTÖRUNG (ein ganz typisches Bild, in dass ich genau passe, da ich früher mal Marathon gelaufen bin).
Ich brauche weder Kortison noch Azathioprin. Als ich ihm sagte, dass darunter erstmals meine Muskelbeschwerden deutlich besser geworden sind, meinte er, das könne schon sein, ich hätte ja auch dieses "myasthene Syndrom", aber schon dieser Ausdruck würde sagen, dass sich die Neurologen wohl auch nicht ganz sicher wären...auch wieder typisch für psychosomatisch.
Je mehr ich sagte, umso mehr merkte ich, dass ich ihn von seiner Meinung nicht abbringen werde.
Auch dass meine Gewichtsabnahme NICHT beabsichtigt und durch meine Schluckprobleme und Magen-Darm-Beschwerden bedingt ist...und dass ich wirklich gegen mein Untergewicht ankämpfe!
Traurig finde ich nur, dass er sich zwar insgesamt 1 Stunde Zeit genommen hat (was ja wirklich viel ist!), aber nicht einmal nach meinen Beschwerden gefragt hat, sondern wirklich alleine die Vorbefunde gelesen, diese aber alle zerpflückt und als nicht aussagekräftig hingestellt...er hat mich nichtmal körperlich untersucht und sich selber ein Bild gemacht.
Er sagte am Ende nur: Welcher Arzt hat sich denn vorher eine Stunde Zeit genommen, Sie werden mir noch dankbar sein!:o
Und: "Jemand, der so schlecht aussieht wie Sie, müsste eigentlich ein viel schlechteres Blutbild haben! Wenn Sie jetzt eine Anämie hätten, würde ich das auch durch Ihr Untergewicht erklären."
Heisst für mich also: Egal, was die Blutwerte sagen werden, entweder sie sind gut, dann ist ja alles o.k., oder sie sind schlecht, dann liegt es eben an meiner "ESSSTÖRUNG". Geschickt!
Ich hoffe nur, mein Hausarzt wird den Brief nicht allzu ernst nehmen, denn er kennt mich noch nicht so lange. Andererseits denke ich, gibt mir der Erfolg recht, wenn die Medikamente anschlagen und ich habe genug aussagekräftige Vorbefunde.
...und ich werde wohl doch weiter nach Hamburg fahren!
Danke Euch fürs Zuhören, jetzt gehts mir schon besser:o
Liebe Grüße
Chrissi
muss meinem Frust hier grade mal Luft machen, denn ich denke hier versteht mich vielleicht der eine oder andere.
Ich wollte mir einen wohnortnahen Rheumatologen suchen, da ich bisher in Hamburg betreut wurde (was vom Ruhrgebiet eben etwas weit ist). Außerdem erhoffte ich mir eine nähere Einordnung meiner Kollagenose.
Tja, der Doktor hat ca. 45min in meinen sehr umfangreichen Unterlagen geblättert und sich dann ein für ihn schlüssiges Bild gemacht:
Ich habe lediglich ein psychosomatisches Problem!

Komisch, dass auf diese Idee in 3 Jahren noch keiner kam, auch nicht als ich zum Psychologischen Konsil im Krankenhaus geschickt wurde. Anscheinend ist dieser Rheumatologe der erste, der auf die Idee kam. Ersatunlicherweise kam er darauf nur durch das Lesen in meinen Unterlagen, in denen nichts dergleichen erwähnt wird?
Eine Kollagenose habe ich sowieso nicht, weil keine ANA und keine Entzündungszeichen, und meine drastische Gewichtsabnahme kommt einfach von einer ESSSTÖRUNG (ein ganz typisches Bild, in dass ich genau passe, da ich früher mal Marathon gelaufen bin).

Ich brauche weder Kortison noch Azathioprin. Als ich ihm sagte, dass darunter erstmals meine Muskelbeschwerden deutlich besser geworden sind, meinte er, das könne schon sein, ich hätte ja auch dieses "myasthene Syndrom", aber schon dieser Ausdruck würde sagen, dass sich die Neurologen wohl auch nicht ganz sicher wären...auch wieder typisch für psychosomatisch.
Je mehr ich sagte, umso mehr merkte ich, dass ich ihn von seiner Meinung nicht abbringen werde.
Auch dass meine Gewichtsabnahme NICHT beabsichtigt und durch meine Schluckprobleme und Magen-Darm-Beschwerden bedingt ist...und dass ich wirklich gegen mein Untergewicht ankämpfe!
Traurig finde ich nur, dass er sich zwar insgesamt 1 Stunde Zeit genommen hat (was ja wirklich viel ist!), aber nicht einmal nach meinen Beschwerden gefragt hat, sondern wirklich alleine die Vorbefunde gelesen, diese aber alle zerpflückt und als nicht aussagekräftig hingestellt...er hat mich nichtmal körperlich untersucht und sich selber ein Bild gemacht.
Er sagte am Ende nur: Welcher Arzt hat sich denn vorher eine Stunde Zeit genommen, Sie werden mir noch dankbar sein!:o
Und: "Jemand, der so schlecht aussieht wie Sie, müsste eigentlich ein viel schlechteres Blutbild haben! Wenn Sie jetzt eine Anämie hätten, würde ich das auch durch Ihr Untergewicht erklären."
Heisst für mich also: Egal, was die Blutwerte sagen werden, entweder sie sind gut, dann ist ja alles o.k., oder sie sind schlecht, dann liegt es eben an meiner "ESSSTÖRUNG". Geschickt!
Ich hoffe nur, mein Hausarzt wird den Brief nicht allzu ernst nehmen, denn er kennt mich noch nicht so lange. Andererseits denke ich, gibt mir der Erfolg recht, wenn die Medikamente anschlagen und ich habe genug aussagekräftige Vorbefunde.
...und ich werde wohl doch weiter nach Hamburg fahren!
Danke Euch fürs Zuhören, jetzt gehts mir schon besser:o
Liebe Grüße
Chrissi
Zuletzt bearbeitet:

