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Frustrierender Rheumatologen-Termin

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von TriaGirl, 27. September 2010.

  1. TriaGirl

    TriaGirl Chrissi

    Registriert seit:
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    Hallo,

    muss meinem Frust hier grade mal Luft machen, denn ich denke hier versteht mich vielleicht der eine oder andere.
    Ich wollte mir einen wohnortnahen Rheumatologen suchen, da ich bisher in Hamburg betreut wurde (was vom Ruhrgebiet eben etwas weit ist). Außerdem erhoffte ich mir eine nähere Einordnung meiner Kollagenose.

    Tja, der Doktor hat ca. 45min in meinen sehr umfangreichen Unterlagen geblättert und sich dann ein für ihn schlüssiges Bild gemacht:

    Ich habe lediglich ein psychosomatisches Problem!:top:

    Komisch, dass auf diese Idee in 3 Jahren noch keiner kam, auch nicht als ich zum Psychologischen Konsil im Krankenhaus geschickt wurde. Anscheinend ist dieser Rheumatologe der erste, der auf die Idee kam. Ersatunlicherweise kam er darauf nur durch das Lesen in meinen Unterlagen, in denen nichts dergleichen erwähnt wird?

    Eine Kollagenose habe ich sowieso nicht, weil keine ANA und keine Entzündungszeichen, und meine drastische Gewichtsabnahme kommt einfach von einer ESSSTÖRUNG (ein ganz typisches Bild, in dass ich genau passe, da ich früher mal Marathon gelaufen bin).:uhoh:

    Ich brauche weder Kortison noch Azathioprin. Als ich ihm sagte, dass darunter erstmals meine Muskelbeschwerden deutlich besser geworden sind, meinte er, das könne schon sein, ich hätte ja auch dieses "myasthene Syndrom", aber schon dieser Ausdruck würde sagen, dass sich die Neurologen wohl auch nicht ganz sicher wären...auch wieder typisch für psychosomatisch.

    Je mehr ich sagte, umso mehr merkte ich, dass ich ihn von seiner Meinung nicht abbringen werde.
    Auch dass meine Gewichtsabnahme NICHT beabsichtigt und durch meine Schluckprobleme und Magen-Darm-Beschwerden bedingt ist...und dass ich wirklich gegen mein Untergewicht ankämpfe!

    Traurig finde ich nur, dass er sich zwar insgesamt 1 Stunde Zeit genommen hat (was ja wirklich viel ist!), aber nicht einmal nach meinen Beschwerden gefragt hat, sondern wirklich alleine die Vorbefunde gelesen, diese aber alle zerpflückt und als nicht aussagekräftig hingestellt...er hat mich nichtmal körperlich untersucht und sich selber ein Bild gemacht.

    Er sagte am Ende nur: Welcher Arzt hat sich denn vorher eine Stunde Zeit genommen, Sie werden mir noch dankbar sein!:o

    Und: "Jemand, der so schlecht aussieht wie Sie, müsste eigentlich ein viel schlechteres Blutbild haben! Wenn Sie jetzt eine Anämie hätten, würde ich das auch durch Ihr Untergewicht erklären."
    Heisst für mich also: Egal, was die Blutwerte sagen werden, entweder sie sind gut, dann ist ja alles o.k., oder sie sind schlecht, dann liegt es eben an meiner "ESSSTÖRUNG". Geschickt!

    Ich hoffe nur, mein Hausarzt wird den Brief nicht allzu ernst nehmen, denn er kennt mich noch nicht so lange. Andererseits denke ich, gibt mir der Erfolg recht, wenn die Medikamente anschlagen und ich habe genug aussagekräftige Vorbefunde.

    ...und ich werde wohl doch weiter nach Hamburg fahren!

    Danke Euch fürs Zuhören, jetzt gehts mir schon besser:o

    Liebe Grüße

    Chrissi
     
    #1 27. September 2010
    Zuletzt bearbeitet: 27. September 2010
  2. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Chrissi!
    Da hast Du wirklich großes Pech gehabt, den Hr. solltest Du aus deiner Liste gleich streichen.

    Was das Gewicht betrifft, so würde er im umgekehrten Fall sicher sagen, daß alle Probleme von der Psyche kommen, was aufgrund des großen Gewichtes kein Wunder wäre.:mad:

    Leider findet man solche Ärzte immernoch, es ist immer der Alkohol, das Rauchen, das niedrige oder das hohe Gewicht schuld und dann kommt noch die Psyche dazu, dann ist alles klar, ..................

    Du wirst dich nochmals auf die Suche machen müßen, vielleicht käme auch ein Akutaufenthalt in einer Rheumaklinik in Frage, zur Diagnosestellung?

    LG Josie
     
  3. TriaGirl

    TriaGirl Chrissi

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    Hallo josie,

    eigentlich habe ich ja die Diagnose "Myositis bei Kollagenose und myasthenes Syndrom".

    Auch die Behandlung steht (Azathioprin, Prednisolon), nur eben ist nicht ganz sicher, welche Kollagenose es ist.

    Es haben sich schon genug Ärzte an mir die Zähne ausgebissen, ich habe einfach die Nase voll und werde auch so schnell nicht wieder ins Krankenhaus gehen, wenn es nicht anders geht.

    Ich wollte ja nur eine wohnortnähere Betreuung als Hamburg und nicht jemanden, der mir wieder alles über den Haufen wirft!

    Aber nach diesem Besuch weiß ich wieder, was ich an meiner Rheumatologin in Hamburg habe!

    LG

    Chrissi
     
  4. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Chrissi!
    Das habe ich schon verstanden, ich wollte damit nur sagen, daß Du bei diesem Rheumatologen nicht weiterkommen wirst d.h. er wird dir auch die Medikamente nicht verschreiben.

    LG Josie
     
  5. Kathi2010

    Kathi2010 Neues Mitglied

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    Hallo TriaGirl!

    Es sollten solche idiotischen und engstiernigen "Ärzte" verboten werden! Leider gibt es da viel zu viele von :(
    Wichtig ist, das man auf sein Gefühl hört und sich bewusst ist, dass nicht jeder Doc recht haben muss!!! Lass Dich nicht ins Bockshorn jagen!:top:

    Kannst Du mir vielleicht sagen bei welchem Doc in Hamburg du bist! Bei mir sucht man noch nach einer Diagnose und ich hab erst Ende November einen Termin beim Rheumatologen und ich wäre Dir über eine Empfehlung sehr dankbar, da ich aus der Nähe von HH komme....

    Lg,
    Kathi 2010
     
  6. Duvel

    Duvel Mitglied

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    In Winsen gibt es Dr.Schuart. Ich bin mit ihm zufrieden. Vielleicht hilft Dir ja auch das?


    Viele Grüße

    Manuela
     
  7. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo kathi2010,

    ich bin zwar nicht triagirl ;-) ...
    in der von uli freundlicherweise erstellten liste findest du empfehlungen der user aus diesem forum. ich bezweifele allerdings, dass du einen termin vor ende november bekommen wirst, aber dennoch viel erfolg!

    Zur Liste der empfehlenswerten Rheumatologen

    lieben gruss marie
     
  8. TriaGirl

    TriaGirl Chrissi

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    Hallo kathi2010,

    ich bin bei Frau Dr .Reinhold-Keller in Hamburg. Das einzige Problem daran ist, dass sie keine Kassenärztin ist, d.h. man muss sie selbst bezahlen, dafür bekommt man in 1-2 Wochen einen Termin.
    Sie gibt dann Therapieempfehlungen und wenn es um Medikamente oder Untersuchungen geht, kann dies dann der Hausarzt auf Rezept veranlassen.

    Weitere Infos findest Du unter www.rheuma-spezialisten.de

    Liebe Grüße

    Chrissi
     
  9. Faustina 24

    Faustina 24 Mitglied

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    Hallo TriaGirl,

    da hast du ja wirklich daneben gegriffen bei diesem Arzt!:eek:
    Eine ähnliche Erfahrung habe ich leider auch schon gemacht und mich furchtbar aufgeregt. Auch bei mir war dann alles nur psycho, alle Medikamente wurden mir gestrichen und ich erhielt die Empfehlung, mehr an die frische Luft zu gehen und mehr Spaziergänge zu machen. Dann hätte ich mehr Appetit und keine Probleme mehr mit meinem Untergewicht!:mad:
    Da wir auf dem Land wohnen und ich tägl. draußen im Freien bin, war das nicht wirklich hilfreich und ich fühlte mich wie Kleinblöd als ich aus der Praxis gegangen bin.
    Am besten hakst du das ab und bleibst erst mal bei deiner Ärztin, wenn du dich dort gut fühlst. Da dir deine Medikamente ja helfen, bist du dort sicher an der richtigen Adresse.
    Lass den Kopf nicht hängen und ärgere dich nicht, das ist es nicht wert.

    Liebe Grüße
    Faustina
     
  10. biene2

    biene2 Neues Mitglied

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    jaja, das kenne ich leider auch zu genuege. Deshalb verbinde ich meinen Arzt Termin auch immer mit einem Besuch bei meinen Eltern, oder umgekehrt.
    Mit meinem Rheumatologen in D´dorf bin ich sehr zufrieden. Er hat leider viel zu tun, und wenn meine Krankheit einfach so vor sich hin plaetschert, ist er etwas unverbindlich, aber er hat die Krankheit gut erkannt und eingestellt.

    Hier zuhause war ich schon bei 2 Rheumis, und bin jedesmal sehr uebel reingefallen.
    Grade als ich mal wieder bei meiner Hausaerztin war, wollte ich nur das sie das Rezept jetzt auf 2,5mg Cortison ausstellt und nicht mehr wie bisher auf 5mg. Das hat sie doch tatsaechlich nicht gemacht. Ich bin wieder mit 5mg nach hause gegangen.
    Da freut man sich das man von dem Zeug runter kommt, und die Aerzte sperren sich dagegen..

    Also bleibe ich meinem Rheumi treu, bis auf weiteres.

    Viele Gruesse
    Bien2
     
  11. katze11

    katze11 Neues Mitglied

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    Hallo Tria-Girl

    leider kenne ich diese Art von Rheumatolgen seit langen, vieles wird rein auf die Psyche geschoben.

    Seit ca. 1- 1 1/2 Jahren ändert er fast bei jeden Termin seine Meinung und Behandlungsvorschlage und hilft mir damit auch nicht weiter. Und das nur weil er wahrscheinlich zur Zeit auch nicht weiter weiß.

    Ich wünsche Dir mit deiner Rheumatologen weiterhin viel Erfolg.
     
    #11 28. September 2010
    Zuletzt bearbeitet: 28. September 2010
  12. Algel

    Algel Neues Mitglied

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    Chrissie, vielleicht kann ich Dir helfen.
    Ich habe am 4. 11. 10 einen Termin bei einem Rheudmadoc in Hamburg, der wirklich super sein soll und der Kassenpatioenten annimmt.
    Da ich inzwischen einen sehr guten Rheumaarzt in Schwerte gefunden habe, benötige ich diesen Termin nicht mehr (außerdem wohne ich in der Nähe von Düsseldorf).
    Falls er Dich interssiert, kannst Du mir eine PN schreiben.
    Viele Grüße Inge
     
  13. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

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    Hallo,

    Ich kann mich Duvel nur anschliessen!!!! Ich bin auch bei Dr. Schuart in Winsen/Luhe.

    Er ist ein sehr umsichtiger Arzt und der erste Rheumatologe der mich ernst genommen hat..........

    Liebe Grüsse

    Louise
     
  14. Isabell

    Isabell Neues Mitglied

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    Hallo

    ich komme aus Gladbeck und gehe nach Essen zum Dr. Währisch, mit dem bin ich sehr zufrieden.
    Und vor allem hat man keine langen Wartezeiten auf Termine.

    Wo man mir auch gut geholfen hat ist Sendenhorst im St. Josef- Stift. Der dortige Chefarzt Professor Hammer , ist echt klasse,m er nimmt sich viel Zeit für Gespräche, beantwortet alle Frgen geduldig und dort wird man komplett druchgecheckt und hat nebenbei noch allerhand Anwendungen, die einem echt gut tun.

    Alles Gute und VG Isabell
     
  15. Estelle

    Estelle Neues Mitglied

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    Bei mir war es so, dass ich selbst von einer psychosomatischen Krankheit ausging aufgrund meiner traumatischen Jugend und meine Rheumatologin und der Hausarzt wegen den Blutwerten meine Selbstdiagnose über den Haufen warfen. Das war für mich ein großer Schock, denn ich hoffte, durch psychologische Beratung alles irgendwie loszuwerden. Ich wollte es zuerst nicht glauben, doch versicherte mir mein Hausarzt, dass die Laboruntersuchungen der Rheumatologin dasselbe ergaben und es sich deshalb nicht um eine Laborente handeln könne.

    Aber meine Hausärzte davor untersuchten mein Blut auch gar nicht erst, sondern schoben es - wie ich selbst auch - auf mein Übergewicht, Unsportlichkeit und allgemein die Volkskrankheit Rückenschmerzen, die nun mal hinzunehmen sei. Sie testeten teilweise einiges aus (das Übliche), stellten einige seltsame Dinge an meinem Körper fest, verwiesen mich aber nie an Fachleute. Nur nachdem Diät und Sport einfach keine Besserung brachten und ich meine Leistungsfähigkeit auch nach Jahren nicht zurückgewann, wollte ich dann bei meinem neuen Hausarzt genauere Untersuchungen. Und der nimmt es genauer als meine Ärzte davor.

    Ich ging auch zu einer Arbeitsmedizinerin, weil ich auf Burnout tippte, doch erst jetzt bei der beruflichen Eingliederung durch die Rentenversicherung habe ich die richtige Adresse gefunden. Ich kam mir vor wie ein suchender Blinder, ich wollte unbedingt Hilfe, wandte mich aber zuerst an die falschen Ärzte und Behörden. Jetzt erst, nach so vielen Jahren ohne Diagnose, weiß ich wenigstens, wohin ich mich wenden muss.

    Aber ist schon irgendwie lustig, wie ich meinen Arzt zutextete mit meinen für mich psychisch bedingten Problemen und er sich das gar nicht weiter anhören wollte, weil er lieber nach den Laborergebnissen geht. Meine Rheumatologin hörte mir dann richtig lange zu, trotzdem kam sie auch auf ein nichtpsychisches Problem, obwohl mein Leben nun wirklich ein klassisches Trauma aufweist.
     
    #15 9. Oktober 2010
    Zuletzt bearbeitet: 9. Oktober 2010