@tilla,
wir waren in vielen Dingen parallel unterwegs.
Wenn es mir nicht gut geht bzw. sich alles mies und verkehrt anfühlt, suche ich mir auch immer neue Strategien, um die Situation irgendwie zu verbessern. Dabei habe ich auch schon diverse Sachen ausprobiert, wie z. B. zuckerhaltige Lebensmittel weitest gehend weglassen, Hanföl, Vitaminpräparate, Fischölkapseln, jede Menge Kurkuma frisch und Pulver, viel frischen Ingwer, Intervallfasten, Achtsamkeitstraining, diverser Therapiesport usw.
Das Ein oder Andere hat garnichts gebracht und manches hat sich dauerhaft in meinem Leben etabliert.
Einige Dinge sind mir dabei wichtig geworden:
- Schlechte Ernährung tut mir nicht gut. Ich koche fast jeden Tag gesundes, ausgewogenes, frisches Essen mit viel Gemüse und Salat und nur wenig oder ohne Fleisch und noch weniger Schweinefleisch.
- Ich bemühe mich beständig um mein Gewicht, mal mit mehr oder weniger Erfolg. Ich bin nicht dick, aber es ist ein ewiger Kampf.
- Alkohol tut mir nicht gut wenn es mehr als ab und an mal ein Glas Wein oder Bier ist.
- Stress tut mir überhaupt nicht gut und ich versuche ihn so gut es geht zu vermeiden und nach Möglichkeit gelassen zu bleiben.
- Zu viel Arbeit tut mir nicht gut, ich brauche meine Pausen und es geht mir oft schlechter, wenn die Ruhephasen zu kurz kommen.
- Alles was Spass macht und Lebensfreude erzeugt tut gut, selbst wenn es körperlich eigentlich zu stark belastet.
- Ich versuche alles was mir nicht gut tut so weit wie es geht aus meinem Leben zu streichen. Dies können auch Personen sein.
- Ich habe die Erwartungen, die ich an mich selber habe deutlich zurück geschraubt und nehme mir bewusst viel mehr Zeit für alles. Früher war ich eher ein leistungsorientiertes Arbeitstier und hab mir gern auch selber Stress gemacht. Das geht heute einfach nicht mehr.
- Ich achte viel mehr auf mich selbst und versuche auch mein Umfeld bewusster wahr zu nehmen.
- Ich bin was meine Krankheiten angeht ziemlich gut informiert und mein eigener Krankheitsmanager. Dabei versuche ich geplante Arztbesuche schon im Vorfeld zu bedenken, bin meist gut vorbereitet und habe ein Plan was bestenfalls bei dem Termin passieren soll.
- Ich möchte nicht mehr an Rheuma leiden, sondern nur damit leben auch wenn das immer mal schwer fällt.
- Krankheiten bekommen soviel Platz in meinem Leben, Denken und Handeln wie es grad notwendig ist, aber sie werden nicht der zentrale Mittelpunkt.
Das sind so im groben die Strategien die mir helfen den Alltag einigermaßen zu bewältigen und dabei ein halbwegs normales Leben zu führen, was auch immer das sein mag

. Gelingt natürlich nicht immer alles, aber zumindest hab ich gute Vorsätze.
Aber unterm Strich setzen mir die ewigen Schmerzen, mögen sie auch nicht allzu heftig sein, immer mal ganz schön zu. Ab und an z. B. in einem Schub fällt es auch schon mal ganz schön schwer die notwendige Kraft aufzubringen um einfach weiter zu machen, aber nach ein paar Tagen geht es dann auch wieder besser. Das kennen Gesunde ja eigentlich auch nur eben auf einem anderen Niveau und ohne die nervigen Krankheitssymptome.
Was uns bleibt ist ja eigentlich nur nie aufzugeben, das positive Denken bestmöglich zu erhlaten und nie den Mut zu verlieren.
Das Leben hat auch mit RA seine Sonnenseiten.
Viele liebe Grüße und gute Besserung wünscht Manoul
