Mb
Hallo..., Morbus Bechterew als Diagnose sollte hinterlegt werden mit einem positiven HLA-B27 Marker (muß nicht bei ca 20%), Veränderungen in den SIG - meist eine Sakroillitis im Krankheitsverlauf. Das ist feststellbar im MRT und im Röntgen, hier wenn die SIG-Fugen teilweise oder ganz durchbaut sind.
Tiefsitzende in die Beine (1 oder beide) ausstrahlende Rückenschmerzen werden benannt, oftmals sind auch andere Gelenke beteiligt.Typisch ist ein "in ein Loch treten - Syndrom"...wenn man z.B. die letzte Stufe verfehlt und tiefer tritt - dann zieht es als wenn einen ein Pferd getreten hat tief im Rücken.
Sehnenansatzschmerzen am Knöchelbereich sind kurzzeitig möglich, eine Regenbogenhautentzündung (Iritis) kann begleitend sein. Rote Augen und schmerzhaft, verschlimmert sich schnell.
Man entwickelt eine typische Fehlhaltung in dem die LWS vorkippt und die WS auszugleichen versucht, sieht dann aus wie der beschriebene "Fußballbauch", weil sich der Bauch etwas herauswölbt und eine Zwerchfellatmung vorherrschend ist.
Durch die sich anpassende BWS ist der Kopf leicht vorgebeugt und es scheint man kann anderen nicht direkt in die Augen sehen - fortgeschrittenes Kankheitsbild. Hier ist auch eine eingeschränkte Atembreite möglich, das Brustbein verhärtet knöchern, Schmerzen können in den Brustraum ausstrahlen und manchmal eine Herzerkrakung vortäuschen...Ziehen im Brustkorb.
Klassisch ist bei der Beteiligung der Wirbelsäule das Verkalken, sprich versteifen derselben. Gut bildtechnisch zu erfassen und beginnend in dem an den Enden der Wirbelkörper ansatzweise Spitzen aufeinander zuwachsen (bildlich gesprochen).
Abgrenzen sollte man mit einer Untersuchung der HWS und die Frage klären ob eine Psoriasis beteiligt sein könnte. Hier gibt es dem Bechterew ähnliche Krankheitsbilder (Psoriasis-arthropatika).
Trifft eine Beteiligung anderer Gelenke zu können die Beschwwerden ähnlich einer Arthrose sein, oft sind es die großen Gelenke die Beschwerden verursachen.
Medikamentös helfen anfangs z.B. Ibuprofen, sogar Parazetamol, die es rezeptfrei gibt.
Bei längeren Beschwerden sollten die Schmerzen und nachfolgend die Entzündungen bekämpft werden.
Die Möglichkeiten der verschiedenen Medikamente sind bei uns dargestellt (Forumsübersicht).
Das "Ende" der Möglichkeiten bedeutet eigentlich Remicade, diese Biologocals helfen in der Regel gut und auch schnell. Allerdings gibt es betreffs der Langzeittherapie und Nebenwirkungen noch keine langen Erfahrungen.
Wichtig für Bechtis ist eine angemessenen Krankheitsakzeptanz und das Wissen "Bewegung ist alles".
Ich persönlich neige dazu die Krankheitsakzeptanz, neben einer schnellen Diagnose als Wichtigstes zu sehen.
Wir haben eine Autoimmune Erkrakung, die Ursachen sind weitenstens unbekannt. Der Körper reagiert praktisch in einer immunnen Reaktion völlig verkehrt. Ich weis nicht wieviel Einfluß man mit dem "Willen" auf den Krankheitsverlauf nehmen kann, sehe das aber als wichtig an.
Leider sind die medizinischen Forschungen oft nur auf die Entwicklung von Medikamenten gerichtet, aber ich denke man kann vieles selbst erreichen.
Ach ja ich bin wie man so schön sagt "austherapiert", hab schon alles durch und sehe (wie ein Gutachter schreibt) nicht aus "wie schwer rheumakrank...."
aber hab noch so allerhand an Nebenwirkungen und anderen Beschwerden.
Nur weigere ich mich das anzuerkennen und mich so zu geben, daß man sofort sieht "aha ein bechti.."
Sicher muß m,an einen Weg finden den Spagat zwischen diesen ganzen Problemen zu schaffen und es braucht auch immer eine Therapie und die richtigen Medikamente...
Viel verbessern ließe sich, wenn die Diagnosen schneller, präziser und mit einer richtigen Behandlung kommen würden.
Und ich meine es gehört auch dazu ein entsprechndes positives Lebensgefühl vermittelt zu bekommen und zu suchen. Nicht allein, das würde schwer werden, aber da haben wir wohl schon wieder das nächste Problem.
Und letztenres, bei Nichtwirken von remicade würde ich immer dafür plädieren klinisch nachzuvollziehen woran das liegt, sprich im Krankenhaus und nach einer Alternative zu suchen. Auf jeden Fall gehört da dann auch eine entsprechende Reha-Maßnahme dazu, um ersteinmal wieder Fuß zu fassen im Leben..
Gruß aus Berlin "merre"
Das Allgemeinbefinden verschlechtert sich und man wird zeitweise empfindlich bis launisch......auch gereizt.