Hallo Sanne
und herzlich Willkommen hier bei uns...
Diagnose Fibromyalgie:
Sie ist eine sog Ausschluss-Diagnose mit ca. 144 versch Symptomen, wo wirklich alles hineinpasst, was nicht niet-und-nagelfest ist....
Die Fibro vergesellschaftet sich unheimlich gerne mit anderen rheumatischen Erkrankungen und ist für sich allein sehr sehr schwer zu behandeln, da sie auf ganz wenig medikamentöse Mittel reagiert.
Was sie absolut nicht mag, ist Stress - das solltest Du auf ein Minimum reduzieren (anversich mag das überhaupt keine chron Erkrankung, die reagieren fast immer mit Schüben oder sonst wie..)
Was kannst Du bei einer Fibro machen?
Schau, was Dir am Besten gut tut und baue das jeden Tag ein oder mehrmals ein.
Erlerne Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Muskelentspannung nach Jacobsen
Versuche herauszufinden, ob Dir
Bewegung oder Ruhe gut tut
Kälte oder Wärme
welche Nahrungsmittel könnten evtl Schmerzen auslösen: Tomaten, Eier, Zucker, Schokolade/Kakao, Milchprodukte, best Flesichsorten, Mehl, Kaffee oder Tee usw.
Suche Dir ein Hobby, wo Du Dich ein wenig ablenken kannst...
Alles, was Dir gut tut, ist erlaubt...
So, nun ist es einer meiner Angewohnheiten, die meisten Fibro-Diagnosen in Frage zu stellen, da ich selbst damit 2 Jahre lang unbehandelt durch die Gegend gelaufen bin, bis ich dann endlich, nach vielen Kämpfen und bitteren Tränen meine Diagnose und Behandlung erhalten habe.
Fragen:
Sind bei Dir alle Blutwerte durchgescheckt worden ?:
BGS u CRP mit Sicherheit, RF und Anti-CCP, alle anderen Antikörper bezügl einer rheumat. Erkrankungen, alle Antikörper der Schilddrüse (auch die kann für Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Beschwerden verantwortlich sein), Chlamydien, Yersenien, Streptokokken, Borrelien, Vit B Bereich, Eisen, Magnesium....
Sind röntgentechnische Untersuchungen gemacht worden?
Tipp 1:
lass Dir alle diagnostischen Ergebnisse, die schriftlich vorliegen in Kopieform geben - es könnten sich hier allerdings Kopiekosten anfallen, aber es ist Dein Recht.
Du hast alles zusammen und kannst nachvollziehen, was gemacht worden ist und ggf Fragen notieren.
Tipp 2:
Führe ein Schmerztagebuch:
Was tat Dir
wann (zu welchem Zeitpunkt, in Ruhe o Bewegung, bei Kälte oder Wärme)
wo
wie (wie war der Schmerz: brennend, juckend, ziehend, spitz wie Nadeln, dumpf, feurig, pochend usw. und auf der Schmerzskala von 0 - 10: wo würdest Du den Schmerz ansiedeln, 10: es geht gar nicht mehr, 0: absolut schmerzfrei) weh und
welche Gegenmaßnahmen (klar auch hier: Ruhe o Bewegung, Wärme oder Kälte, Medis...) halfen?
Tipp3:
Liste mal auf, was Dir alles weh tut und ob Du durch diese Beschwerden auch Beeinträchtigungen hast:
z. B.
Augen brennen, Nase juckt, viel Durst
sehr trockene Haut/Schleimhaut
kalte Finger, Hände, Arme, Zehen, Nasenspitze usw.
marmorierte Haut
schnell blaue Flecken bekommen
Gelenke sind morgens steif ---> wie lange
Muskeln tun nach längerer Belastung weh, sind steif
Nach längerem Sitzen, wenn Du dann anschl aufstehst, tun die die Beine u/o Rücken weh, Du musst Dich eineiern, weil es halt weh tut beim Gehen
Kannst schlecht die Arme über den Kopf halten, weil Gelenke u/o Muskeln weh tun
Kein Faden mehr in die Nähnadel fädeln...
Keine Flaschen u Gläser mehr öffnen können, wg Kraftlosigkeit
kannst Dich schlecht bücken, weil der Rücken weh tut
usw.
Tipp 4:
wenn irgendetwas geschwollen oder gerötet ist, mach oder lassen machen: Fotos, sozusagen als Beweis
So, ich glaube, das reicht erst ein Mal



Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Energie für Deinen Weg.
Viele Grüße
Colana