Hallo Kullerkeks,
habt ihr denn auch mal nach den CK-Werten für die Skelettmuskulatur geschaut und auch nach allen (!!!!) Schilddrüsen-Werten, denn die kann nämlich auch für die Gelenk- und Muskelbeschwerden und - schmerzen zuständig sein - leider wird das immer wieder vergessen...
Ansonsten gibt es x-verschiedene rheumat. Erkrankungen, die seronegativ (d. h. nichts ist im Blut auffindbar) sind... Ihr könntet noch eine sog. Corti-Stoßtherapie versuchen (ich bekam 3 Tg lang tgl 50 mg Cortison und war absolut schmerzfrei). Wenn Du während dieser Zeit schmerzfrei bzw. es wesentlich besser geworden ist, dann müßt ihr weitersuchen, da Fibromyalgie nicht auf Cortison reagiert.
Fibromyalgie ist eine sog. Ausschluss-Diagnose mit ca. 144 versch. Symptomen und da passt so ziemlich alles rein. Daher gehen die Ärzte gerne schnell auf diese Diagnose, weil viele Untersuchungen viel Geld kosten und das gibt ihr Budget nicht her - der Leidtragende ist der Erkrankte, dem mit der Diagnose Fibro oft nicht weitergeholfen wird. Desweiteren vergesellschaftet sich die Fibro auch noch gerne mit anderen rheum. Erkrankungen... Viele von uns haben eine Grunderkrankung und eine sog. sekundäre Fibromyalgie noch dazu. Das macht die Behandlung nicht gerade einfacher...
Die Fibromyalgie sollte wie folgt behandelt werden (was jedoch von den meisten Ärzten nicht gemacht wird, da sie die Patienten gerne nur auf die Psycho-Schiene mit der Fibro schicken):
- medikamentöse Therapie (es gibt nur leider wenig Medis, worauf die Fibro mit einer gewissen Schmerzfreiheit reagiert, oft leider nur ansatzweise)
- physikalische Therapie (Krankengymnastik, Massagen bzw. Lymphdrainagen (die meist besser vertragen wird), Wärme- bzw. Kältetherapie, ggf. Ergo-Therapie usw.)
-psycholog. Therapie wg der Schmerzbewältigung
So steht es im Internet oftmals beschrieben. Leider sieht die Wirklichkeit oft anders aus...
Hoffentlich habe ich Dir ein wenig helfen können...
Noch ein Tipp:
Lass Dir sämtlich Labor- und Untersuchungsergebnisse, Berichte von KH-Aufenthalten und Rehas usw. in Kopieform geben - es können hierbei jedoch Kopiekosten anfallen... Du kannst Dir alles in Ruhe durchlesen und ggf Fragen notieren...
Führe auch ein Schmerztagebuch:
Was tat Dir
wann (welcher Zeitpunkt bei welcher Tätigkeit, in Ruhe o Bewegung, bei Wärme oder Kälte)
wo
wie (wie war der Schmerz: brennend, stechend, dumpf, spitz, pochend, ziehend, juckend, ähnlich wie Muskelkater - nur schlimmer usw.)
weh und
welche Gegenmaßnahmen halfen...
Wie steht es mit Deiner Kraft? Kannst Du noch Gläser u Flaschen öffnen,
wie kommst Du vom Stuhl hoch
und musst Du Dich anschließend nach längerem Sitzen vorsichtig wieder einlaufen
Kannst Du noch lange Strecken laufen, Treppen steigen usw.
Bekommst Du schnell blaue Flecken
Vielleicht helfen Dir diese Fragen ja ein wenig weiter...
Gute Besserung und viele Grüße
Colana